Powerlys
Impact Startup
Welchem ökologischem oder sozialem Problem nimmt sich das Projekt an?
Mit dem Förder-Ende treffen volatile Märkte die Erneuerbaren direkt doch die meisten mittelgroßen Betreiber vermarkten noch mit Faustregeln. Verschenkter Erlös schwächt den Investment-Case jeder nächsten Anlage und bremst die Energiewende.
Was ist der Lösungsansatz? Womit beschäftigt sich das Vorhaben?
Software, die jede Viertelstunde die konkrete Dispatch-Entscheidung produziert (MILP + CVaR): Gebot, Speicherplan, Ausgleichsposition. Auf realen NL-Marktdaten: +14 % Erlös vs. Faustregeln. Methode offen publiziert, Kontrolle bleibt beim Betreiber.
Wie wird es umgesetzt?
Als SaaS, in Stufen: Shadow-Mode-Pilot auf Betreiberdaten (parallel, kostenlos, sauberer Exit), dann Empfehlungsbetrieb mit begründeten Entscheidungen. Läuft heute produktiv auf realen NL-Daten; keine neue Hardware nötig.
An welche Zielgruppe(n) richtest du/ihr euch?
Mittelgroße Betreiber (5–50 MW), Stadtwerke, Energiegenossenschaften: zu groß, um Marktrisiken zu ignorieren, zu klein für einen Trading-Desk. Sie wollen messbar mehr Erlös, prüfbare Entscheidungen und die Kontrolle behalten.
Wo wirkt das Startup?
Erstes Zielland Niederlande (System läuft auf realen NL-Marktdaten), im Aufbau Deutschland/DACH, perspektivisch europaweit. Sitz: Tallinn, Estland.
Status: 3. In der Durchführung
Wie kann man sich beteiligen?
Was uns wirklich hilft, sind drei Dinge: (1) Kontakte zu Betreibern von Wind-, Solar- oder Speicherportfolios (5–50 MW) und zu Stadtwerken, die einen risikofreien Shadow-Mode-Piloten auf eigenen Daten ausprobieren möchten — parallel, ohne Kosten, mit sauberem Exit. (2) Fachlicher Widerspruch: Unsere Methode ist offen publiziert (SSRN), und wer aus der Energiewirtschaft oder der Optimierung kommt und Fehler findet, schenkt uns mehr als jedes Lob. (3) Austausch zur deutschen Marktpraxis — Direktvermarktung, Ausgleichsenergie, Regulatorik. Wir suchen derzeit keine Mitarbeiter:innen und keine Finanzierung — nur ehrliche Gespräche und den ersten mutigen Betreiber.
Persönliche Motivation der Gründer:innen
Ich kam über die Software zur Energie: Die Schicht, die über die Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren entscheidet, läuft vielerorts noch auf Faustregeln. Ein lösbares Problem mit echtem Klimaeffekt — ich wollte es nicht behaupten, sondern messen.
Die Vision
Ein Stromsystem, in dem keine erneuerbare Anlage unter Wert vermarktet wird: Entscheidungsqualität als Infrastruktur prüfbar, bezahlbar, jedem Betreiber offen. Die Energiewende beschleunigt sich durch Ökonomie, nicht durch Appelle.
Der Gründungsgrund
Gegründet aus einer Messung, nicht aus einer Folie: Dieselbe Anlage erzielte auf realen Marktdaten deutlich mehr Erlös, sobald die Dispatch-Entscheidungen besser wurden. Diese Lücke — Entscheidungsqualität als fehlende Klimainfrastruktur wollten wir schließen.
Die Geschichte dahinter
Angefangen als Solo-Projekt, gebaut in der Öffentlichkeit. Der prägende Moment: Wir entdeckten, dass Wochen unserer „realen" Daten ein Test-Feed waren und publizierten die Korrekturen noch am selben Tag. Zwei Kennzahlen starben; das Vertrauen entstand.
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