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Beiträge & Ankündigungen

Beiträge und Ankündigungen von Mitgliedern, Social Startups, Kampagnen und Aktionen auf der Plattform.

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teilt etwas mit · vor etwa einem Monat

N-Lab: Soziales Unternehmertum und Gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften

In der zweiteiligen Veranstaltungsreihe N-Lab zum Thema Soziales Unternehmertum und gemeinschaftsbasiertem Wirtschaften geht es um die Frage, wie unternehmerisches Handeln zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) eingesetzt werden kann.

Die Veranstaltung wird im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit (DAN) durchgeführt und richtet sich an Aktive in der Nachhaltigkeitsbewegung, interessierte Gründer*innen, Unternehmen und Wohlfahrtsverbände.

Teil 1: Di., 21.09.21    12.00 – 13.30 Uhr via zoom

Im ersten Teil der digitalen Veranstaltung werden verschiedene Konzepte und Praxisbeispiele vorgestellt. Als Referent:innen sind Birgit Heilig, Vorständin vom Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e.V., Timo Wans (myzelium) aus Trier sowie Nadine Stalpes, Gründerin aus der Eifel. Im Anschluss daran diskutieren die Teilnehmenden, welche Potentiale andere Wirtschaftsformen bieten, um Beiträge für eine nachhaltige Entwicklung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu leisten. Moderation: Patrick Weirich (ELAN e.V. / RENN.west)

Teil 2: Fr., 24.09.21    13.00 – 16.00 Uhr via zoom

Der zweite Teil der Veranstaltung ist als Online-Vertiefungsworkshop zum Thema gemeinschaftsbasiertem Wirtschaften konzipiert. Spätestens die Corona-Krise zeigt, wie wichtig anpassungsfähige, solidarische und resiliente Geschäftsmodelle sein können. Für die Umsetzung der Agenda 2030 bedarf es einer Transformation der Wirtschaft. Genossenschaften und Sharing-Modelle (z.B. solidarische Landwirtschaft, Car-Sharing oder Co-Living) gewinnen großen Zuspruch. Timo Wans und Nadine Stalpes erläutern in dem Workshop die Prinzipien gemeinschaftsbasierten Wirtschaftens anhand Fallstudien und Erfahrungsberichten. Im Anschluss haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in Kleingruppen anhand eigener Ideen gemeinschaftsbasierte Projekte zu entwickeln.

Teilnahme: Eine Teilnahme ist unabhängig von beiden Veranstaltungsteilen möglich. Beide Termine finden digital statt.

Anmeldung: Anmeldung bis zum 20.09.21. Nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular.

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Fgryyn Tenhoare
teilt etwas mit · vor 2 Monaten

Social Transformation Summit 4. und 5. September 2021

Wie können wir den sozialen Wandel in die Tat umsetzen? Was sind unsere gemeinsamen Visionen für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft? Wie können wir unsere Kräfte bündeln, um einen dauerhaften Wandel zu erreichen?

Am 4. und 5. September veranstaltet die Karlshochschule einen Social Transformation Summit. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen, Netzwerken, studentischen Initiativen und Aktivist*innen bieten wir unter dem Motto "sozial-ökologische Transformation" ein vielfältiges und facettenreiches Programm an, um Veränderungen anzustoßen.

Was ist die Idee des Social Transformation Summit?
Wir möchten verschiedene Akteure, Changemaker und zivilgesellschaftliche Organisationen, die aktiv zu einer besseren Welt beitragen, zusammenbringen, um sich kennenzulernen, Ideen auszutauschen, zu reflektieren, voneinander zu lernen, Fähigkeiten zu teilen und schließlich gemeinsame Visionen für eine bessere Zukunft zu entwickeln. Ziel des Gipfels ist es, als Drehscheibe zu fungieren, die es Menschen aus verschiedenen Bereichen ermöglicht, ihre Kräfte für den sozialen Wandel zu bündeln.

Wie wird der Gipfel ablaufen?
Am Samstag, den 4. September, bieten wir verschiedene Workshops an, sowohl in Präsenz in der Karlshochschule als auch online. Die Themen dieser Workshops reichen von Interkulturalität, globaler Gerechtigkeit, Feminismus, Diversität und Inklusion bis hin zu Klimagerechtigkeit und alternativen Wirtschaftspraktiken, aber es wird auch viel Zeit für offene Diskussionen, Austausch und Vernetzung geben.
Am Sonntag, den 5. September, veranstalten unser Partner Gemeinwohl-Ökonomie e.V. Karlsruhe und die Jusos Karlsruhe eine Gemeinwohlmesse auf dem Stephansplatz in Karlsruhe. Auf dieser Messe präsentieren sich Unternehmen, NGOs, Verbände und verschiedene Parteien, die sich für eine neue wirtschaftliche Ausrichtung einsetzen, die dem Gemeinwohl dient und die planetarischen Grenzen respektiert. So bietet die Messe die Möglichkeit, sich weiter auszutauschen und Verbindungen für einen gemeinsamen gesellschaftlichen Wandel zu knüpfen.

Interessiert?
Mach mit und melde dich hier direkt an!

https://www.karlshochschule.de/de/hochschule/veranstaltungen/konferenzen/social-transformation-summit-2021

Naqern Zöevxr · vor 2 Monaten

Frage: Ist der Event lokal/regional begrenzt? Also sind die Aussteller alle aus Karlsruhe und Umgebung?

Fgryyn Tenhoare · vor 2 Monaten

Hi,
die Aussteller auf der Gemeinwohlmesse sind meist Vertreter*innen lokaler/regionaler Vereine oder von Ortsgruppen überregionaler Vereine/Verbände. Die Referent*innen der Workshops kommen aus unterschiedlichen Orten in Deutschland sowie aus verschiedenen weiteren Ländern.

Naqern Zöevxr · vor 2 Monaten

Danke!

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Naar Ruyref
teilt etwas mit · vor etwa einem Monat

Gesprächsrunde: Zukunftsnarrative für eine neue Mensch-Natur-Beziehung

Was bedeutet es für die Menschen und ihre Lebensweise in Berlin, das Wohlergehen des gesamten Planeten im Blick zu haben?

Dieser Frage widmen wir uns in Fortsetzung unserer Veranstaltungsreihe zu den vier Perspektiven der Donut Ökonomie – Lokal sozial und ökologisch sowie global sozial und ökologisch.

Hier erkunden wir gemeinsam entlang der Perspektiven
- des Zukunftsforschers Felix Beer IZT
- der Künstlerin Prof. Dr. AlmutLinde und
- des Rechtswissenschaftlers Dr. AndreasGutmann

die Visionen für eine Neubestimmung des entfremdeten und ausbeuterischen Verhältnisses des Menschen zur Natur.

Der Talk findet im Haus der Materialisierung statt, Eingang via Mollstr./Berolinastr., hinter der City-Apotheke, 19-21 Uhr statt, Einlass 18.30 Uhr.

Die Veranstaltung ist kostenlos und hat eine begrenzte Platzanzahl.

Melde dich für das Live-Event an: https://lets-meet.org/reg/47d788b10ec5522418

Der Livestream wird 1 Tag vorher veröffenlicht.


#MehrZusammenGemeinsam: das #DonutFestivalBerlin. 16.-18. September. Erfahrt mehr über den Doughnut und wie ihr euch an einem regenerativen Berlin beteiligen könnt. www.donutberlin.de/festival

https://www.instagram.com/p/CTxgtvUsRob/
https://twitter.com/DonutBerlin/status/1437504580431106048
https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6843271551538786304/

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Gvzb Jnaf
teilt etwas mit · vor 10 Monaten

Veranstaltungshinweis

"Die aktuelle Krise stellt unser Leben vor Herausforderungen. Viele Wirtschaftszweige stehen durch das Wegbrechen von Umsatz vor großen Problemen. Die Krise bietet aber auch die Möglichkeit, ein widerstands- und anpassungsfähiges Geschäftsmodell aufzubauen.
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die ihre entwicklungspolitischen Projekte gemeinschaftsbasiert(er) ausrichten wollen oder ein gemeinschaftsbasiertes Unternehmen gründen wollen."  

https://www.lja.de/Veranstaltung/gemeinschaftsbasiert-zum-neuen-geschaeftsmodell-am-27-01-2021-online-einfuehrung-und-am-17-02-workshop-als-hybridveranstaltung/?instance_id=5484&fbclid=IwAR2H1SVn9goL9UyyhwZzFFhRLgv_e5xGc0RQY67Or30b5QRWx22RmcMk3yA

Gemeinschaftsbasiert zum neuen Geschäftsmodell am 27.01.2021 O...

https://www.lja.de/Veranstaltung/gemeinschaftsbasiert-zum-neuen-geschaeftsmodell-am-27-01-2021-online-einfuehrung-und-am-17-02-workshop-als-hybridveranstaltung/?instance_id=5484&fbclid=IwAR2H1SVn9goL9UyyhwZzFFhRLgv_e5xGc0RQY67Or30b5QRWx22RmcMk3yA

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Coronatagträume
teilt etwas mit · vor 10 Monaten

Ein Tag in Utopia

mit P. Lucas

Es ist Donnerstag der 20. August 2054. Sein Wecker zeigt Herrn Lehmann an, dass es 7.30 Uhr ist. Er ist schon wieder vor dem Wecker wach, was in der letzten Zeit mehr die Regel denn die Ausnahme ist. Alte Menschen brauchen ja bekanntlich weniger Schlaf und mit seinen 100 Jahren gehört er zweifelsfrei dazu.

 

„Als 141. Land ist heute Bolivien dem Utopiabund beigetreten.“ Bei diesen Worten des Nachrichtensprechers huscht ein Lächeln über Herrn Lehmanns Gesicht und er muss an die Wette mit Lucia denken, wo er behauptete, dass er es noch erleben werde, dass die ganze Welt Utopia sei. Lucia, immer ein wenig pessimistischer als ihr Vater, wettete dagegen und hat dann schuldbewusst – oder war es höchst einfühlsam  - Herr Lehmann ist sich da nicht sicher -  angefügt, dass sie ihm natürlich ein langes Leben weit über 100 Jahre wünscht. Bei dem Gedanken an Lucia hat er gleich noch bessere Laune als es ihm die Radiomeldung schon gemacht hatte.

 

Herr Lehmann ruft seinem Technikturm „Musik“ zu und damit sind die Nachrichten beendet und unter alten Rock `n`  Roll - Klängen widmet sich Herr Lehmann seinem morgendlichen Gymnastikprogramm.

 

Bei der Morgentoilette denkt Herr Lehmann an seine Frühstücksverabredung. Karl Schmalmund war ein junger Kollege aus der alten Zeit. Er muss damals – vor Utopia – ca. 20 Jahre jünger als er gewesen sein. Manchmal hatte er ihm eine seiner Stadtführungen gegeben und umgekehrt. Privat hatten sie miteinander nicht viel zu tun. Herr Lehmann kann sich nur noch vage an eine Diskussion erinnern, wo Karl gesagt hatte, er geht auf jeden Fall nach Notopia, weil er von dem neuen System nicht überzeugt wäre und seine Eltern in Notopia ein großes Haus mit Grundstück hätten. – Und jetzt will er sich unbedingt mit ihm – Horst – in Utopia treffen.

 

„Na, da bin ich ja mal gespannt“, denkt Herr Lehmann und begibt sich in die Küche. Als er fast mit Tischdecken fertig ist, klingelt auch schon Karl Schmalbund. „Na Horst altes Haus, wie geht’s Dir?“, begrüßt er ihn ganz jovial. „Gleich, sag erst mal was Du willst… Kaffee, Latte Macchiato, Tee oder was?“ Karl will einen Latte Macchiato und Herr Lehmann wählt einen Milchkaffee und gibt seinem Küchenautomaten die entsprechenden Befehle. „Ja, mir geht’s sehr gut außer dass es mit der körperlichen Leistung doch sehr den Berg runter geht; besonders die Augen und die Beine… die Arztbesuche werden immer häufiger. Das nervt ein wenig.“ Herr Lehmann wollte  das eigentlich noch ein bisschen ausführen und von seiner Arbeit erzählen, aber er hat den Eindruck, dass Karl nicht besonders interessiert zuhört. Er reicht ihm den inzwischen fertigen Latte Macchiato und fragt Karl wie es denn ihm ginge. Herr Schmalmund schien nur auf diese Frage gewartet zu haben, denn es sprudelt nur so aus ihm heraus. Er vergisst dabei sogar das Essen. Im Prinzip ist es ein einziges Klagelied: Die Angst um die Rente, die steigende Kriminalität, die Unsicherheit um die Arbeitsplätze der Kinder, die Angst, die medizinische Versorgung nicht mehr bezahlen zu können, der Drogenkonsum der Enkel, die Angst ins Seniorenheim abgeschoben zu werden, die ständig steigenden Mieten und…und… und…

 

Wiederholt blickt Herr Lehmann zur Uhr. In diesem Stile geht es jetzt schon eine geschlagene Stunde und es gibt kein Anzeichen, dass das mal aufhören könnte. Herrn Lehmann wird zunehmend unbehaglich zumute. Er kann auch nicht mehr richtig zuhören, weil er versucht rauszukriegen, was ihm das Missgefühl bereitet. – Ja, das ist es! Das alte Leben… die 82 Jahre vor Utopia!  Es kommt ihm vor wie in einem alten Film zu sitzen, den er schon hunderte Male gesehen hat. Diese Zeit ist zum Glück vorbei. Aber warum zum Teufel konfrontiert ihn Karl mit dem ganzen Müll der Vor-Utopia-Zeit? Was will er eigentlich von ihm?

Als Herr Lehmann endlich diese Frage an Herrn Schmalmund richtet, bückt der sich vor, guckt suchend in alle Richtungen, räuspert sich und sagt leise aber mit theatralischer Stimme:“Ich überlege, nach Utopia umzusiedeln!“ Herr Lehmann kann mit dem ganzen Getue von Herrn Schmalmund nichts anfangen. Konspiration ist in Utopia quasi ein Fremdwort. Die Zeiten von Stasi, Staatsschutz oder NSA sind schließlich längst vorbei. Und wo täglich hunderte von Menschen die Notopia-Gebiete ihrer Länder verlassen und aus den Notopia-Ländern die Menschen fliehen oder versuchen ihr Land zum Utopiabund-Beitritt zu bewegen, wo es klar wie Kloßbrühe ist bzw. jede*r, der*die eins und eins zusammenzählen kann, weiß, dass es sich in den Utopialändern besser leben lässt, da macht Karl so einen Staatsakt daraus!

 

Zwar nervt Herrn Lehmann das konspirative Getue von Herrn Schmalmund, aber er lässt sich nichts anmerken und fragt höflich:„Und womit kann ich Dir helfen?“ „Ich habe da noch ein paar Fragen zu Utopia.“ Die nächsten zwei Stunden gibt es das übliche Frage- und Antwortspiel, was Herr Lehmann schon hinlänglich kennt und was ihm heute Nachmittag noch mit einer japanischen Delegation bevor steht.  Als Herr Lehmann zum Ende kommen will – wie gesagt, er hat noch einen Termin -  räuspert sich Herr Schmalmund, schaut sich wieder um, tritt ganz dicht an Herrn Lehmann heran  und mit gedämpfter Stimme: „Ich habe da noch ein Problem.“ Da Herr Lehmann erwartungsvoll schweigt, fährt Herr Schmalmund fort: „Also Horst… ich will gerne noch ein paar Tage in Utopia bleiben… noch andere Leute besuchen … und… äh… meine Karte ist abgelaufen.“ „Und warum lädst Du sie nicht einfach auf?“  Nun wird das Rumgedruckse von Herrn Schmalmund noch schlimmer: „Ich war doch damals einer der erbittersten Gegner von Utopia, immer aufs Schärfste gegen die Abschaffung der Geldwirtschaft argumentiert, bei der Volksbefragung dagegen gestimmt und  dann als einer der ersten nach Notopia gegangen… und wenn ich jetzt zurückkomme…“ Herr Lehmann versteht zwar nicht, was dann wohl Tragisches passieren könnte, wenn bekannt wäre, dass Karl in Utopia gearbeitet hätte, aber er hat keine Lust nachzufragen und da er über 100 Stunden Guthaben hat, fragt er kurz entschlossen nach Karl‘s Touristen-PIK (1), geht zu seiner Ladestation und transferiert 5 Stunden. „Hier musst Du jetzt noch mit Deinem Fingerabdruck bestätigen und dann kannst Du eine weitere Woche in Utopia bleiben.“

 

Karl scheint ein Stein vom Herzen zu fallen und der Abschied ist jetzt kein Problem mehr. Herr Lehmann begleitet Herr Schmalmund noch bis weit vor die Haustür, zeigt ihm den nächsten Norma-Laden(2), wo es heute in der Küfa (3) Spaghetti gibt und den danebenliegenden Spezi-Laden (4), wo er mit seiner PIK aber nur rein kann, wenn er sie weiter auflädt. -  Und dann trennen sich ihre Wege.

 

Das Wetter ist schön und Herr Lehmann will die frische Luft genießen. Deshalb entscheidet er sich zu seinem Termin am anderen Ende der Stadt, ein E-Trike zu nehmen. An der nächsten Station nimmt er eines und fährt los. Beim Fahren entspannt er sich zunehmend und muss daran denken, dass ihn als junger Mann eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h total genervt hätte. Und jetzt… es ist eine richtige Wohltat.

 

Allerdings, was ist das? Dieses Geräusch ist keine Wohltat. Herr Lehmann hatte noch nie viel Ahnung von Technik gehabt; das hat sich auch in Utopia nicht groß verändert. Dennoch kann er beurteilen, dass dieses merkwürdige Geräusch des Elektromotors das Ende der Fahrt bedeutet. Und siehe da… das Trike bleibt stehen.

 

Herr Lehmann wählt die Servicenummer und ist  hocherfreut, Benny am Telefon zu haben. Er ist gerade mit seinem Servicewagen in der Nähe und kann in 5 Minuten da sein. Benny ist das erste Kind – und bei dem Gedanken muss er lächeln - trotz 18 Jahre Utopia hat er sich an viele neue Worte noch nicht gewöhnt. Er hat neulich mal in einer Enzyklopädie unter „Kind“ nachgeschlagen: Pl. –er; adultistisches Wort aus der VUZ (5) = Jungmensch. -  und erinnerte sich daran, dass es ja auch schon damals Jahre gedauert hatte, bis er „herrlich“ oder „dämlich“ wegen ihres patriarchalen Charakters aus seinem Sprachschatz gestrichen hatte. Und in Utopia ist er ja auch kein Rentner oder Senior sondern ein Altmensch. - Ja, also Benny ist der erste Jungmensch, den er kennt, der in Utopia geboren ist. Er ist auch bisher der einzige  Jungmensch, der schon mit 8 Jahren eine PIK beantragt hatte. Herr Lehmann kennt Benny auch ganz gut, weil er früher oft an Herrn Lehmanns Geschichtskursen und Stadterkundungsspielen teilgenommen hatte. Außerdem arbeitet er oft mit seiner Mutter – Linda – zusammen, wie z.B.  in ca. 2 Stunden, wenn sie ihn übersetzen wird.

 

„Da ist er schon!“  - Mit jugendlichem Schwung steigt Benny aus seinem Servicewagen aus, begrüßt ihn herzlich und fragt, ob er ein Ersatztrike haben will und zeigt auf die Ladefläche. „Nicht unbedingt, wie lange dauert denn die Reparatur?“- Benny wirft einen Blick auf das Trike…  ein Handgriff… und… dann ist die Diagnose wohl klar: „10 Minuten!“ Herr Lehmann nickt zustimmend mit dem Kopf. Benny holt seinen Werkzeugkasten raus und wechselt irgendein Teil aus - „Fertig!“ … und damit schiebt er ihm das Trike wieder zu.

 

Herr Lehmann bedankt sich und will Benny’s Zeitkonto auffüllen. Aber der winkt nur ab: „Ich weiß schon jetzt nicht, was ich mit meinem ganzen Stundenguthaben  machen soll!“ Als Benny lachend und winkend davon braust, sieht ihm Herr Lehmann noch lange nach. Ein 15- jähriger ohne materielle Wünsche…  und vor ein paar Tagen hat ihm Linda gesagt, dass Benny die Produktion und Wartung aller E-Fahrzeuge der Stadt übertragen worden ist. Unglaublich, was er mit seinen 100 Jahren nicht alles noch erleben darf…

 

Ohne weitere Unterbrechung kommt Herr Lehmann am Veranstaltungsort an. Linda ist schon da, aber die japanische Delegation noch nicht, so dass ihr Herr Lehmann noch kurz das Zusammentreffen mit Benny schildert. 

 

Die Veranstaltung selbst ist für Herrn Lehmann Routine und nichts mehr besonderes für ihn. Anschließend gehen sie noch mit der ca. 20-köpfigen Gruppe in die Küfa. Dort bestätigen bzw. füllen Linda und Herr Lehmann ihr Zeitkonto um  3 Stunden auf und erhalten von der japanischen Delegation die Einladung „sie unbedingt in Japan besuchen zu müssen“, wie es Linda zumindest übersetzt. Die freut sich riesig über die Einladung. Ja, mit 35 Jahren, oder ist sie schon 36, Herr Lehman ist sich da nicht so sicher, hätte er sich auch gefreut. Aber Herr Lehmann ist in der Vor-Utopia-Zeit schon viel gereist und wird wegen seiner Erfahrungen ständig von Basisinitiativen oder Regierungsvertretern der Notopialänder eingeladen. Aber im Gegensatz zu früher sind lange Flüge für ihn heute große körperliche Strapazen. Außerdem mag er es auch nicht besonders, von seinem Gastgeber oder Gastgeberin 100%  abhängig zu sein; denn als Utopianer hat er ja kein Geld oder Devisen.

 

Nach der Küfa verabschieden sich alle voneinander. Herr Lehmann bleibt aber noch einen Moment, um im Norma noch etwas Knabberzeug und Schokolade für den Dokoabend zu holen. Trotz seiner 100 Jahren und den immensen gesellschaftlichen, persönlichen und körperlichen Veränderungen ist doch eine Sache bei Herrn Lehmann gleich geblieben: Seine unverminderte Leidenschaft für das Spielen; insbesondere das Doppelkopfspielen. Deshalb hat er sich neulich im Netz  auch gleich eingeloggt, als er gesehen hat, dass in Hannover in einem Altmenschenheim jemensch gesucht wird, der*die den Altmenschen Skat und Doko beibringt. 100 Stunden werden dafür angesetzt. Ab nächste Woche geht es los. Das sind zwar jeden Tag jeweils  immer 1,5 Stunden mit dem Zug hin und zurück. Aber den Spruch „Zeit ist Geld“ gibt es in Utopia nicht nur nicht, weil es kein Geld gibt, sondern weil auch die Menschen mehr Zeit haben.

 

Bei diesem Gedanken fällt Herrn Lehmann ein, dass er ja noch in den Spezi muss. Mit einem gewissen Widerwillen macht er sich auf den Weg zum nächsten Spezi. Der Widerwille kommt daher, dass er noch ein Dokospiel holen will. Die gab’s natürlich im Norma in Hülle und Fülle. Er will aber ein besonderes Spiel haben; ein Dokospiel, was Blinde, Taube, Stumme und Gelähmte spielen können. Er hat bei der Entwicklung davon selber mitgearbeitet und dafür auch 50 Stunden bekommen.  „Schweinerei“, denkt Herr Lehmann. „In einer Gesellschaft, die sich Herrschaftsfreiheit und keine Diskriminierung auf die Fahnen geschrieben hat, ist so ein Spiel nicht im Norma-Angebot, sondern muss ich im Spezi kaufen.“

 

Beim Betreten des Spezi versucht Herr Lehmann, sich zu kontrollieren und seinen Ärger nicht am Verkaufspersonal auszulassen. Die Verkäuferin bringt ihm  auch sehr schnell das Gewünschte und bucht 2 Stunden von seiner PIK ab. Beim Auspacken des Spieles verfliegt der Ärger, denn Herr Lehmann ist jetzt neugierig, wie seine Ideen ausgeführt wurden und vor allen Dingen wie seine Dokorunde, quasi  heute als Versuchskaninchen, das Spiel bewerten wird. 

 

Zu seiner Dokorunde nimmt Herr Lehmann nicht das E-Trike, sondern den Bus und die Tram. Auf dem Weg denkt er an seine heutigen Mitspieler*innen Lucia, Moritz, Leona und Oskar; alle um Jahrzehnte jünger. Mit Wehmut erinnert sich Herr Lehmann an seine früheren Freund*innen und Bekannte mit denen er schon als 25-jähriger Doko gespielt hat und die heute nicht mehr leben und einige von ihnen noch nicht mal mehr Utopia erleben durften; sie konnten nicht mitfeiern 2036, als 7 Tage lang im ganzen Lande Riesenparty war, mit Lagerfeuern, wo die Banknoten, Aktien und Wertpapiere reinflogen, mit extra Öfen zum Einschmelzen von Gold und Münzen. -  Die Ansage des Busfahrers reißt  Herrn Lehmann aus seiner Wehmut und erinnert ihn daran auszusteigen. Flotten Schrittes - soweit mensch bei Herrn Lehmann das sagen kann - geht er die restliche Strecke zu Fuß.

 

Der Dokoabend verläuft in heiterer Atmosphäre aber es bedarf einer gewissen Eingewöhnung an die elektronischen Karten. Nach diesem Abend weiß  Herr Lehmann aber, dass er das Spiel mit einem guten Gewissen nächste Woche nach Hannover mitnehmen kann. 

 

Auf dem Heimweg überlegt Herr Lehmann, ob er sich nicht daran machen soll, auch ein paar Brettspiele wie z.B. Siedler oder Auf Achse entsprechend umzurüsten. Aber vorher will er erst mal seine Meinung loswerden.

 

Deshalb setzt er sich - zu Hause angekommen - an seinen PC und klickt auf „Monatliches Rein –Raus.“   Voller Inbrust setzt er bei  Spezi  unter dem Titel Doppelkopfkarten für Blinde, Taube, Stumme und Gelähmte den Pfeil „raus in den Norma“ und bei „Norma rein“,  Doppelkopfkarten für Blinde, Taube und Gelähmte. Er hat zwar noch 9 weitere Wahlfelder, wo er wie jeden Monat, Produkte  der Norma- und Speziläden rein- und rauswählen kann, aber weil er diesen Monat keine Meinung dazu hat, setzt er seine Wahl für alle Felder und schreibt eine ausführliche Bemerkung dazu, warum es eine Schweinerei ist, dass dieses Produkt bisher nicht im Normaladen zu erhalten ist. 

 

Sichtlich zufrieden macht Herr Lehmann den PC aus, ruft seinem Technikturm „Schnulzen“ zu, programmiert sein Bett auf 20 Grad und macht sich im Bad bettfertig.

 

Müde und erschöpft lässt sich Herr Lehmann jetzt  in sein warmes Bett fallen. Das Licht ist aus. Er lässt nochmal den Tag Revue passieren. Und wie so oft in den letzten Jahren erfüllt ihn ein Gefühl tiefer Zufriedenheit: Sein alter Traum von einer neuen Gesellschaft ist in Erfüllung gegangen… und er hat einen klitzekleinen Teil dazu beigetragen.- Mit einem Lächeln auf den Lippen verfällt  Herr Lehmann in einen tiefen Schlaf….

(1) Persönliche Identitätskarte, (2) Laden des alltäglichen Bedarfs, (3) Küche für Alle, (4) Spezialladen, (5) Vor-Utopia-Zeit

Snovna Brfgervpure · vor 10 Monaten

Wenn Du ein kleines Buch darüber schreibst, wie es zu Utopia gekommen ist, kaufe ich es ;-)

"Yhpxv" Crgre Yhpnf · vor 8 Monaten

Das Buch habe ich schon geschrieben, wo zumindest ein Plan drin ist, wie es dazu kommen kann: "Utopia ist machbar - 20 Jahresplan für eine globalisierte Gesellschaft von Wohlstand, Frieden, sozialer Gerechtigkeit und individuellem Glück für alle"  Das Buch ist nicht mehr im Buchhandel erhältlich, ich habe aber noch einige Exemplare und kann es Dir für 9,90 zusenden. Du kannst es Dir aber auch kostenlos downloaden unter www.utopia-ist-machbar.de

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Qhawn Ybvgfpu
teilt etwas mit · vor 5 Monaten

WELTUMWELTTAG am 5. Juni - Unumkehrbar

Seit der Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 gibt es seither unterschiedliche Events, Aktionen und Maßnahmen, die an diesem Tag veranstaltet werden, um uns dessen bewusst zu werden, dass der Mensch Teil der Erde ist und wir für die Vielfalt und Stabilität der Umwelt Verantwortung tragen. Auch wir von der IATL möchten an diesem Tag einen positiven Beitrag geben und mit einem Impuls Webinar auf die Dringlichkeit aufmerksam machen. Was kann jeder Einzelne, jedes Unternehmen, jede Organisation für die Harmonisierung des Planeten beitragen und was ist dabei wesentlich?


https://iatl.co/event/210605-TE-00-00-online/

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Qnavryn Znue
teilt etwas mit · vor 3 Monaten
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E.W.O.K. — Erfolgreich WertOrientiert Kreativ
teilt etwas mit · vor 3 Monaten

E.W.O.K.-Veranstaltung am 3. September: Gemeinsam die Businesswelt transformieren!

In dieser Veranstaltung zu "Erfolgreich — Wertorientiert — Kreativ" spricht Kaivalya Kashyap (IATL) über die Transformation der Arbeitswelt.

Kaivalya Kashyap ist Mitgründer der International Academy of Transformative Leadership (IATL).

Er ist Transformationsexperte — für Menschen, für Unternehmen, für die Wirtschaft. 

Sein Anliegen: 

"Gemeinsam die Businesswelt transformieren. Hin zu einem Ort, an dem Menschen in Verbundenheit, Demut und Freude Leistungen kreieren, die vielen von Nutzen sind und dem Leben dienen. Dass alle ihren Platz im Berufsleben finden und dort ihr menschliches Potenzial zur Gänze entwickeln können und Lust darauf haben, dieses dann auch zu teilen. 

Ja, ein hohes Ziel. Aber es wird gelingen. Warum? Nicht nur aufgrund unseres gemeinsamen Fokus, sondern auch, weil wir dabei als Freund*innen durchs Leben gehen — was uns ein unglaubliches Geschenk zuteil werden lässt: emotionale Sicherheit. Wir sind so wie wir sind und müssen uns nicht ändern. Dürfen es aber und wollen es auch: die Transformation am eigenen Sein erfahren, die wir in die Welt bringen wollen. Herzorientiert aus uns heraus agieren." 

Kaivalya hat also eine Menge Idealismus — aber auch Erfahrungen damit, wie wertorientierte Transformation tatsächlich gelingen kann. Und welche Rolle wir als Kreative dabei spielen dürfen. 

Freu dich auf viele ermutigende Einsichten und tank auf in dieser kleinen Oase der menschlichen Wärme (denn die bringt Kaivalya ganz selbstverständlich mit). 

Bitte beachte, dass wir die Veranstaltung aufzeichnen und ggf. redigiert als Podcast veröffentlichen werden.

https://www.eventbrite.de/e/gemeinsam-die-businesswelt-transformieren-ewok-austausch-3-registrierung-164859809127

Gemeinsam die Businesswelt transformieren! — E.W.O.K.-Austausc...

Eventbrite – Sabine Harnau präsentiert Gemeinsam die Businesswelt transformieren! — E.W.O.K.-Austausch #3 – Freitag, 3. September 2021 - Informieren Sie...

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Qnavry Uverf
stellt eine Frage · vor mehr als einem Jahr

Grafikdesigner/in für Miniprojekt gesucht!

Ich suche eine Person die mir (recht spontant) mit einer Grafik für eine Veranstaltung (um z.B. auf Facebook/Eventbrite zu nutzen) helfen kann - natürlich nicht umsonst.


Es sind noch weitere Veranstaltungen in der Reihe geplant, und mein Ziel wäre es mit einer Person dazu längerfristig zu arbeiten.

Themen: Design · Grafik · Veranstaltungen
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Zngguvnf Cägmbyq
teilt etwas mit · vor 6 Monaten

03.05. 19 Uhr Komplexität Grundeinkommen: "Die Kunst vernetzt zu denken"

Ein Experiment nach dem Ansatz von Frederic Vester

Montag, 3.Mai 2021 von 19:00 bis 21:00 auf Zoom
Kommt mit an Bord, lernt die spannende Welt "vernetzt zu denken" konkret am Thema Bedingungsloses Grundeinkommen kennen und lasst uns gemeinsam unsere Horizonte erweitern.

Aus Welchem Blickwinkel kommst Du?
Können Gewerkschafter, Unternehmer, Freelancer, Künstler, Pflegefachkräfte und Handwerker, ...... gemeinsam einen Weg zum Grundeinkommen finden?

Der Link zur Veranstaltung:
https://us02web.zoom.us/j/85930171177?pwd=NklKWGFhTGlnMmU3UHJSYXdIYlpUdz09&fbclid=IwAR328ewV1R-5SoJg3my9sxqQoDHgLIq5-OOmiRbWqu1PdmoD7n2sOQofamQ

Eine Veranstaltung von Grünes Grundeinkommen Schleswig-Holstein.

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Whyvn Ovgmre
teilt etwas mit · vor 4 Monaten

Community Learning Session: Beteiligung und Moderation

Hallo zusammen,

bei der World Citizen School veranstalten wir alle zwei Wochen kostenlose, interaktive Workshops für unsere Community, ein Netzwerk studentischer Initiativen Tübingens. Unsere letzte Session des Semesters übernehmen externe Gäste von der Breuninger Stiftung und wir öffnen den Workshop für alle Interessierten (online via Zoom).

Unsere beiden Gäste sind Profis, was das Thema "Beteiligung und Moderation" betrifft. Wenn Du also bei Deinen Veranstaltungen, Meetings, Workshops etc. nicht Alleinunterhalter*in sein, sondern alle miteinbeziehen möchtest, schau doch mal nächsten Dienstag, 13.07., 16:15-18 Uhr vorbei:

https://worldcitizen.school/2021/07/05/community-learning-session-26-beteiligung-moderation/

Wir freuen uns schon sehr auf den Austausch! Bei Fragen jederzeit melden :)

Community Learning Session #26: Beteiligung & Moderation | Wor...

https://worldcitizen.school/2021/07/05/community-learning-session-26-beteiligung-moderation/

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