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Wissensaustausch
Systematische Diskriminierung neurodiverser Menschen in Deutschland
Eine Freundin in den Niederlanden hat ADHS und ist autistisch. Sie fragt, ob sie in Deutschland mit systematischer Diskriminierung rechnen müsste, wenn bekannt wird, dass sie beispielsweise Stimulanzien wie Ritalin, Adderall oder Focalin nimmt.
Zum Beispiel fürchtet sie Nachteile wie die folgenden:
- von Versicherungen abgelehnt werden
- keine Hypothek/keine Kredite aufnehmen können (Ablehnung durch die Bank)
- keinen Führerschein haben dürfen
- keinen Job finden
- als Selbstständige keinen Anspruch auf Krankenversicherung haben
Mir ist bekannt, dass je nach GdB-Bewertung ADHS oder Autismus als Behinderung gewertet werden kann, wodurch die Person Anspruch auf Unterstützung und Schutz erhält.
Doch wie sieht es aus, wenn die nötigen Punkte in der GdB-Tabelle nicht erreicht werden? Und welche Form der Benachteiligung durch Arbeitgeber, Versicherungen und Banken ist illegal?
Es wäre super, hierzu eine Fachmeinung zu haben.
Ankündigungen
Persönliches Budget nach SGB IX für Menschen mit Pflegebedarf und/oder Behinderung
Liebe Reflecata-Community 👋
Mit Decari möchte ich Menschen helfen ihre gesetzlich zustehenden Nachteilsausgleiche durchzusetzen. In dem Rahmen bin ich auf das "Persönlichen Budget" aus SGB IX gestoßen. Hier helfe ich gerne beim Antrag.
Mit dem Persönlichen Budget könnt ihr selbst entscheiden, wer euch wann und wie unterstützt. Ihr bekommt das Geld dafür direkt aufs Konto und könnt es flexibel einsetzen. Es ist somit eine Alternative zu vielen einzelnen Anträgen bei Leistungsträgern und ermöglich mehr Selbstständigkeit.
Ich helfe gerne beim Antrag und der Umsetzung des Persönlichen Budgets helfen. Wenn jemand Interesse hat (oder Interessierte kennt) freue ich mich auf ein Gespräch: https://decari.de/hilfe/persoenliches-budget
Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales: https://www.bmas.de/DE/Soziales/Teilhabe-und-Inklusion/Rehabilitation-und-Teilhabe/Persoenliches-Budget/Fragen-und-Antworten/faq-persoenliches-budget.html
Ich freue mich auch über Feedback und Erfahrungsberichte zum persönlichen Budget!
Welchem ökologischem oder sozialem Problem nimmt sich das Projekt an? Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf können verschiedene (gesetzlich ...
Ethisches Marketing Jetzt geht in die zweite Runde: Das neue Kapitel „Respekt ist unsere Aufgabe“ ist da!
Manipulationsvermeidung, Nudges, Button-Texte, inklusives Marketing: Beim ethischen Marketing geht's immer um Augenhöhe.
Ethisches Marketing ermöglicht allen, dein und euer Marketing vollwertig zu erleben – ohne Bevormundung oder Barrieren aufgrund von Behinderung, Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung.
Ganz klar: Das klappt nur, wenn du dein Publikum gut einschätzen kannst. Deshalb ist auch Publikumsforschung eine Frage des Respekts. Wie du ethisch forschst, ist also ebenfalls Teil dieses Kapitels.
Nach dem Lesen des neuen Kapitels kannst du:
⭐ zwischen effektivem Marketing und Manipulation unterscheiden und dein/euer eigenes Marketing entsprechend einordnen
⭐ Publikumsforschung nutzen, um Kund*innen respektvoll anzuziehen und dauerhaft zu binden – ohne sie zum Kauf drängen zu müssen
⭐ sprachliche, mentale, technische und designbedingte Barrieren vermeiden und so dein/euer Marketing inklusiver gestalten
⭐ eure Calls-to-Action so effektiv wie ethisch einsetzen.
Hier geht's zum neuen Kapitel: https://ethischesmarketing.jetzt/Kapitel-2-%E2%80%93-Respekt-ist-unsere-Aufgabe/Respekt-ist-unsere-Aufgabe
Wie immer freuen Holger Schueler und ich uns auf Feedback, Rückfragen, Erfahrungen und interessante Gedanken zum Thema „ethisches Marketing“.
Kund*innen und Mitarbeitende respektvoll begegnen: Dieses Kapitel macht das große Wort „Respekt“ greifbar. Ethische Calls-to-Action versus Manipulation,...
Respekt! Freu mich riesig, dass ihr weiter schreibt. - Am Wochenende lese ich. :)
Toll, dass du mitliest! Wir haben ja eigentlich letztes Jahr schon alles geschrieben für das Buch, das nicht hat sollen sein. Aber 12 Monate machen einen Unterschied – wir haben inzwischen ja auch Neues gelernt – und so fassen wir alle Texte noch mal an. Deshalb dauert das auch so lange :-)
Wer möchte ein Zeichen für kulturelle Teilhabe setzen?
Wir sind auf der Suche nach engagierten Menschen, die Lust haben, mit uns ein Zeichen für kulturelle Teilhabe zu setzen - und zwar wortwörtlich :)
Wir suchen Menschen, die uns einen Buchstaben anfertigen und spenden, damit wir diesen mit auf Tour nehmen können. Aus allen Einsendungen möchten wir ein Schild anfertigen, was als Werbung für das Projekt der Crazy Heart Tour dienen soll.
Mehr Infos dazu findet ihr hier: www.crazyhearttour.de
Unser Aufruf darf gern geteilt werden. 🖤
Hallo Sabine,
it's tricky. Ich würde mit einem "Ja" antworten in Bezug auf strukturelle Diskriminierung.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt/soll schützen gerade bei Massengeschäften wie Versicherung und Hypotheken unabhängig vom Grad der Behinderung. Doch alltäglich passieren genau diese Diskriminierungen. Der GdB ist mit Rechten und entsprechenden Leistungen verbunden.
Präventiv kann Deine Freundin nur wenig tun, doch wenn eine solche Diskriminierung stattgefunden hat, kann sie mit einer Frist von (nur) zwei Monaten sich an eine Anti-Diskriminierungsberatung (des Bundes, auf Ländereben und ab und zu auch kommunal) wenden. Dort wird sowohl juristisch (Schadensersatzansprüche) wie auch psycho-sozial beraten.
Hier mal ein Link:
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/wir-beraten-sie/wir-beraten-sie-node.html
Ich hoffe, dass hilft aufs erste mal weiter.
Liebe Grüße
Christian
Christian, tausend Dank! Das hilft mir enorm weiter.
Hier zumindest mein persönlicher Eindruck: Die Krankenkasse darf sie nicht ablehnen, aber für alle Zusatzversicherungen gibt es Gesundheitsfragen und dort wird es schwer. Führerschein wird individuell geprüft, sie muss sicherlich zu Ärzten und Sonderstellen – es ist in jedem Fall teurer. Einen Job finden hängt von vielen Umständen ab, da gibt es viel Hoffnung, aber auch noch eine Menge Diskriminierung. Kredite werden an Menschen mit Behinderung seltener & niedriger vergeben, wenn überhaupt – das habe ich mehrfach als Mentorin für Gründer:innen mit Behinderung erlebt.
Grundsätzlich: Es gibt (strukturelle) Diskriminierung. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Menschen in den Niederlanden mit meiner offensichtlichen Einschränkung sehr viel offener umgehen, als die Menschen hier in Deutschland.
Ugh. Ich hatte so gehofft, dass ich positiv überrascht werde… aber scheinbar ist es in Deutschland nicht besser als hier in NL (die Beispiele für Diskriminierung stammen aus Geschichten aus den Niederlanden). Vielen Dank, Henriette!
Christian Mappala kennst du dich hier vielleicht aus?