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Fnovar Uneanh
stellt eine Frage · vor fast 2 Jahren

Systematische Diskriminierung neurodiverser Menschen in Deutschland

Eine Freundin in den Niederlanden hat ADHS und ist autistisch. Sie fragt, ob sie in Deutschland mit systematischer Diskriminierung rechnen müsste, wenn bekannt wird, dass sie beispielsweise Stimulanzien wie Ritalin, Adderall oder Focalin nimmt. 

Zum Beispiel fürchtet sie Nachteile wie die folgenden:

  • von Versicherungen abgelehnt werden
  • keine Hypothek/keine Kredite aufnehmen können (Ablehnung durch die Bank)
  • keinen Führerschein haben dürfen
  • keinen Job finden
  • als Selbstständige keinen Anspruch auf Krankenversicherung haben

Mir ist bekannt, dass je nach GdB-Bewertung ADHS oder Autismus als Behinderung gewertet werden kann, wodurch die Person Anspruch auf Unterstützung und Schutz erhält.

Doch wie sieht es aus, wenn die nötigen Punkte in der GdB-Tabelle nicht erreicht werden? Und welche Form der Benachteiligung durch Arbeitgeber, Versicherungen und Banken ist illegal?

Es wäre super, hierzu eine Fachmeinung zu haben.

Puevfgvna Znccnyn · vor fast 2 Jahren
Durch Autor:in als beste Antwort markiert

Hallo Sabine,

it's tricky. Ich würde mit einem "Ja" antworten in Bezug auf strukturelle Diskriminierung.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt/soll schützen gerade bei Massengeschäften wie Versicherung und Hypotheken unabhängig vom Grad der Behinderung. Doch alltäglich passieren genau diese Diskriminierungen. Der GdB ist mit Rechten und entsprechenden Leistungen verbunden.

Präventiv kann Deine Freundin nur wenig tun, doch wenn eine solche Diskriminierung stattgefunden hat, kann sie mit einer Frist von (nur) zwei Monaten sich an eine Anti-Diskriminierungsberatung (des Bundes, auf Ländereben und ab und zu auch kommunal) wenden. Dort wird sowohl juristisch (Schadensersatzansprüche) wie auch psycho-sozial beraten.

Hier mal ein Link:

https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/wir-beraten-sie/wir-beraten-sie-node.html

Ich hoffe, dass hilft aufs erste mal weiter.

Liebe Grüße
Christian

Fnovar Uneanh · vor fast 2 Jahren

Christian, tausend Dank! Das hilft mir enorm weiter.

Uraevrggr Fpujnemre · vor fast 2 Jahren

Hier zumindest mein persönlicher Eindruck: Die Krankenkasse darf sie nicht ablehnen, aber für alle Zusatzversicherungen gibt es Gesundheitsfragen und dort wird es schwer. Führerschein wird individuell geprüft, sie muss sicherlich zu Ärzten und Sonderstellen – es ist in jedem Fall teurer. Einen Job finden hängt von vielen Umständen ab, da gibt es viel Hoffnung, aber auch noch eine Menge Diskriminierung. Kredite werden an Menschen mit Behinderung seltener & niedriger vergeben, wenn überhaupt – das habe ich mehrfach als Mentorin für Gründer:innen mit Behinderung erlebt.

Grundsätzlich: Es gibt (strukturelle) Diskriminierung. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Menschen in den Niederlanden mit meiner offensichtlichen Einschränkung sehr viel offener umgehen, als die Menschen hier in Deutschland.

Fnovar Uneanh · vor fast 2 Jahren

Ugh. Ich hatte so gehofft, dass ich positiv überrascht werde… aber scheinbar ist es in Deutschland nicht besser als hier in NL (die Beispiele für Diskriminierung stammen aus Geschichten aus den Niederlanden). Vielen Dank, Henriette! 

Fnovar Uneanh · vor fast 2 Jahren

Christian Mappala kennst du dich hier vielleicht aus?

Die Frage von Sabine beantworten...
Zntahf Erzobyq
stellt eine Frage · vor mehr als einem Jahr

WAS IST EIGENTLICH SYSTEMISCHES KONSENSIEREN?

Wenn du das schon weisst oder wenn du so neugierig bist, dass du es unbedingt herausfinden möchtest, dann suche ich DICH! 🫵

Ja, dich.
Warum?
🤔
Weil ich gerade eben dabei bin, digitales Hashtag#SystemischesKonsensieren zu programmieren. Weil ich eine Gruppe Menschen suche, die das immer mal wieder mit mir testen und mir Rückmeldungen geben, ob es funktioniert und vor allem, ob es verständlich ist. Weil es am Schluss für maximal viele Menschen funktionieren soll.

Dich interessiert das?
Super.
🤗
Dann schreib' 'nen Kommentar, schick' 'ne Kontakt-Anfrage oder schreib' mir direkt. Ich lade dich dann in eine LinkedIn-Chat Gruppe ein, in der wir darüber diskutieren können. Dort werde ich auch immer wieder kurzfristig Links senden, mit denen man etwas testen kann. Und ich freue mich ganz besonders über Rückmeldungen dazu.

Du hilfst damit der Entwicklung der OpenSource Community Plattform organisator, die genau dieses niederschwellige Systemische Konsensieren enthält und noch besser machen möchte.

(Mehr Infos zur OpenSource Community Platform organisator für Initiativen, Vereine, Genossenschaften und andere findet man hier: https://organisator.org)

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Treevg Fpuhfgre · vor mehr als einem Jahr

Cool Magnus! Wir haben systemisches konsensieren mit akomo eG schon ein paar mal praktiziert, nachdem ich es in dem O4F-Projekt mit dir lernen durfte. Ich bin kapamäßig ziemlich begrenzt, aber schau gern mal mit rein.

Systemisches konsensieren ist wunderbar, um den Weg des geringsten Widerstands zu finden und schafft Auswege, wenn konsensbasierte Entscheidungen mal nicht so einfach möglich sind - beziehungsweise ebnet es manchmal auch den Weg zu Konsens!

Puevfgvna Füßrathgu · vor mehr als einem Jahr

Grüß dich Magnus,

ich stehe dir gerne als Tester zur Verfügung, allerdings habe ich aus Überzeugung kein LinkedIn. Es bräuchte also eine andere Austauschmöglichkeit für die Diskussionen, falls du mich als Tester dabei haben möchtest :-)

Lieber Gruß
Christian

Ebznan Fpunvyr · vor mehr als einem Jahr

Du hast mich zwar eingeladen die Frage zu beantworten, doch bewußt habe ich bislang noch nichts über "Systemisches Konsensieren" gelesen bzw. davon noch nichts gehört.

Spontan fehlt mir beim Lösungsvorschläge sammeln das Diskutieren

Meines Erachtens gilt es auch zu hinterfragen, welches Problem damit gelöst werden soll. Klassiker: Abschiebetickets. Ja? Nein? Oder hinterfragen, was die mutmaßlichen und tatsächlichen Probleme dahinter sind, und wie man diese lösen kann?

Lösungen können auch aus einem arithmetischen Mittel aus verschiedenen Lösungen bestehen.

Doch dafür braucht es für mich auch Raum zum Diskutieren.

Abstimmung gehört zu einer Demokratie, doch Widerstandswerte sagt mir so nichts.

Wünschenswert finde ich das Einbetten von weiteren Medien wie Fotos und Videos bzw. optional auch Dokumente. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte bzw. ein Video kann das Eine oder Andere deutlich konkret aufzeigen.

In Anlehnung an einen Innovationsradar könnte es auch interessant sein, einen Radar einzubauen, anhand dessen die Nutzer:innen angeben können, wie wichtig ihnen die einzelnen Parameter sind. Klassiker: faire Arbeitsbedingungen sind wünschenswert, doch höhere Preise wollen und teils können die wenigsten zahlen.

Würde mich freuen, wenn Du dieser Überlegung was abgewinnen kannst.

Die Frage von Magnus beantworten...
Ebznan Fpunvyr
stellt eine Frage · vor 2 Monaten

Wie Menschen finden, die meine Ideen gut finden und dafür abstimmen? Mit und ohne Münchenbezug

Bei Gefallen würde ich mich über Eure Stimme und Unterstützung für Ideen zur Stadtentwicklung freuen. Selbst wer keinen Münchenbezug hat, kann sich bei Interesse gerne zu den einzelnen Ideen melden.

Barrieren sichtbar machen: Teilhabe stärken, Folgekosten umkehren    

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/2040

Kampagne „Plastikfrei München“  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1146

Public Cooking light: öffentliche Grill- und Begegnungsstelle  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1935

Heute schon gelacht? Lachyoga München. Komm' und mach's mit!  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1474


München schenkt Nähe: Öffentliche Wärme- und Begegnungsorte  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1946

Münchens Speaker’s Corner – offene Bühne für Bürgerstimmen  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1104


Bambus - schneller, immergrüner Blüher  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1107

Ganzjährig wirksames Stadtgrün: Klima, Gesundheit, Vielfalt & Baukastenprinzip  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1114

Essbares München - In- und Outdoor, an öffentlichen Plätzen, unterwegs...  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1116

Öffentliche Spiele – für Gesundheit, Integration und soziale Teilhabe  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1119

Münchens Anti-Stress-Areas  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1073

Intelligente, inklusive Stadtmöbel aus dem Baukasten  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1084

Nachhaltig und kostensparend mit Licht durch die Nacht  

unser.muenchen.de/budgets/2/investments/1062

Abstimmen, teilen, mitmachen. Es würde mich sehr freuen.

Danke und ciao,

Romana

 

Barrieren sichtbar machen: Teilhabe stärken, Folgekosten umkehren

Plattform für Öffentlichkeitsbeteiligung der Landeshauptstadt München

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