Beiträge & Ankündigungen
Beiträge und Ankündigungen von Mitgliedern, Impact Startups, Kampagnen und Aktionen auf der Plattform.
AB JETZT BEWERBEN: Forschungswerkstatt Musterschöpfen 21.-24.4. bei Halle
Forschungswerkstatt Muster des Commoning schöpfen
Mit Johannes Euler und Sigi Preissing vom Commons Institut
Zeiten: 21. April 16 Uhr — 23. April 22 Uhr (Abreise am 24.04.)
GutAlaune e.V., Alaune 9, Petersberg
16 kostenfreie Plätze — ab jetzt Bewerben!
Die Muster des Commoning sind eine Sammlung geringer Lösungsansätze für kollektiv organisierten Projekt. Gemeinsam mit Menschen aus gemeinschaftsgetragenen Projekten und Studierenden wollen wir Mustersprache des Commoning erkunden und uns der Frage widmen, wie Muster geschöpft werden und diese Sammlung Weiterentwickeln.
Commoning beschreibt bedürfnisorientierte und kooperative Praktiken, die in selbstorganisierten Kontexten in aller Welt zu finden sind. Die Mustersprache ist eine Methodologie, um die Lösungen für immer wiederkehrende Probleme in solchen Kontexten sichtbar zu machen und in Beziehung zu setzen. Wie werden zum Beispiel Entscheidungen getroffen und wie wird mit Konflikten umgegangen?
Das Musterschöpfen ist die Forschungsmethode der Mustersprache. Der gemeinsame Forschungsprozess baut auf dem Erfahrungswissen der Teilnehmenden Praxisexpert:innen auf. Diese Methode wollen wir gemeinsam lernen und praktizieren. Dafür werden wir sowohl in die philosophischen Grundlagen der Mustersprache als auch in die Praxis und Theorie des Commoning einführen. Daraufhin wird dieses Seminar vor allem (forschungs-)praktisch sein.
Die Forschungswerkstatt findet auf dem Vereinsgelände vom Projektort GutAlaune bei Halle an der Saale statt. Wir zelten und bringen uns alle bei Arbeiten wie Kochen und Putzen ein. Durch die Förderung vom Bundesforschungsministerium entstehen außer Fahrkosten keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung.
Wir vergeben die Plätze nach den drei Kriterien
1) Hat das Thema für Dich eine hohe Relevanz?
2) Haben wir eine bunte Mischung in der Gruppe? und
3) Können wir davon ausgehen, dass die Erfahrungen weitergegeben werden.
Bewerbung bis 15. März
Zu- und Absagen bis 21. März
Fragen an [email protected]
Bewerbung unter www.ReallaborGutAlaune.de/Mitmachen
UNBOXING CAPITALISM - Wie wir unter 1,5 Grad bleiben
Klimakrise, Mass Extinction, Ungerechtigkeit und Hunger - Warum passieren auf der Welt so schreckliche Dinge?
Was hat die Marktwirtschaft damit zu tun?
Das wollen wir verstehen. Und mit euch eine Debatte starten.
Darüber, wie wir in einer Welt leben können, in der es allen gut geht.
https://www.youtube.com/watch?v=JSGuy3LA-d0
#klimakrise #klimakatastrophe #klimawandel #wirtschaft #wirtschaftswachstum #konkurrenz #wachstum #zukunft #commons #commoning #transformation #gerechtigkeit #systemchange #regenerativeWirtschaft #gemeinwohlökonomie https://netzwerk-oekonomischer-wandel.org/ https://now-net.org/ https://waswirtunkoennen.jetzt/
Das Slow-Code Manifest
1. Weniger ist mehrSlow-Code ist ein Gegenentwurf zu einer Softwarewelt, die von der disruptiven, grenzenlosen Dynamik des Silicon Valley getrieben wird – immer schneller, immer größer, immer auf das Neueste fixiert. Dabei geraten die planetaren Grenzen und die mentalen Ressourcen der Menschen aus dem Blick. Es geht nicht um Innovation um jeden Preis, sondern um Nachhaltigkeit, Verständlichkeit und Fokussierung auf das Wesentliche.
Slow-Code ist Code, der bleibt. Code, den man verstehen kann. Code, der auch auf alten Geräten funktioniert.
Slow-Code stellt den Menschen in den Mittelpunkt – nicht den nächsten Hype, nicht das angesagte Framework, und auch nicht KI. Unsere Lösungen sind menschenfreundlich: niederschwellig, datensparsam, ressourcenschonend und barrierearm.
Wir schreiben nur so viel Code, wie nötig. Wir vermeiden unnötige Abstraktion und komplexe Stacks. Beschränkung ist keine Schwäche, sondern eine Quelle von Kreativität.
2. VerständlichCode soll zuerst verständlich sein – dann effizient. Lesbarkeit ist die Grundlage für Wartbarkeit, Vertrauen und Weiterentwicklung. Unser Code ist gut dokumentiert – auch inline.
3. BedarfsorientiertWir lösen echte Probleme, statt künstliche Bedürfnisse zu schaffen.
4. BefähigendWir stellen einfache, offene Werkzeuge bereit – zur freien Nutzung, zum Weiterdenken, zum Selbermachen.
5. NiederschwelligUnsere Code ist auch für Menschen mit Grundkenntnissen nachvollziehbar. Sie sollen ihn nutzen, sich aneignen und erweitern können.
6. SorgfältigGute Software muss reifen. Wir arbeiten sorgfältig, bewusst und mit Geduld – wie bei der Gartenarbeit, dem Backen von Brot oder dem Schreiben eines Gedichts.
7. LanglebigGut durchdachter und sorgfältig programmierter Code braucht keine ständigen Updates.
8. MenschenfreundlichUnsere Lösungen sind datensparsam, ressourcenschonend und barrierearm.
9. Einfach schönEin klarer Quelltext ist eine Form von Kunst. Wir streben nach eleganter Einfachheit – nicht nach Komplexität um ihrer selbst willen.
Lizenz: Dieses Manifest steht unter der Creative Commons Zero (CC0) Lizenz. Es darf ohne Einschränkungen genutzt, verändert und verbreitet werden, auch für kommerzielle Zwecke. Keine Rechte vorbehalten.
Slow-Code-Manifesto - Slow-Code is an alternative to the fast-paced, trend-driven software culture of Silicon Valley. It prioritizes sustainability, cla...
Die neue Folge des mindful rebellion Podcast ist da 💥💥
In der aktuellen Folge spreche ich mit Laura Krause, der Geschäftsführerin der Organisation More in Common über den Zusammenhalt in Deutschland 🤗
Laura berichtet von den Ergebnissen ihrer Forschung, stellt sechs Typen vor, in die sich unsere Gesellschaft einteilen lässt und gibt Tipps, wie wir ganz persönlich zu Zusammenhalt beitragen können.
Hier geht's zum Podcast: https://mindfulrebellion.podigee.io/
Ich freue mich, auf euer Feedback!
In diesem Podcast geht's um gesellschaftlichen Zusammenhalt, Chancengerechtigkeit und persönliche Entwicklung - persönlich, konstruktiv und leicht verst...
Wandel-Wiki Ein Semantische Mediawiki
Das Wandel Wiki ist gerade dabei sich zu manifestieren. Es soll eine Wiki werden welches von vielen Bewegungen und Initiativen im Bereich Sozial Ökologischem Wandel verwendet wird. Technisch braucht es noch etwas Unterstützung ist aber soweit umsetzbar.
Wirklich herausfordernd wird die Politik dahinter. Wie schafft man einen echten Common der Wandelbewegung?
Rechtliche Struktur, Entscheidungsfindung, Transparenz, Werte, Konfliktumgang,..
Wenn ihr bock drauf habt, seid ihr herzlich eingeladen euch vorzustellen :)
Ich habe (in einem Online-Meeting) meine Idee 'Problem-Analyse+Lösungen-Wiki'©, als Wiki-Grundlage für Kommunikation, Planung ⁺Vernetzung, für die Realisierung des 'Schul⁺Bildungs-KulturWandel', in den deutschen 'Bürgerrat Bildung+Lernen' eingetragen » https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/ ..Ich war⁺bin ausgelost, dort mitzuwirken. ..Dort gab es z.T. Begeisterung für die Idee. ..Wenn diese realisiert wird, werden bald alle Menschen davon wissen, da alle Schüler⁺Lehrer⁺Professor⁺innen +Eltern (mit vielfältigen Professuren⁺Kontakten) darin eingeladen würden, um daran mitzuwirken. ..Das Wiki könnte dann (von vielen Menschen moderiert ⁺auf vielen Uni-Servern » sicher bewahrt) auch für weiteren Alltags-KulturWandel, im Sinne der Herausforderungen von Klimawandel,,.. genutzt werden. ..fROYndliche Grüße :)
How CO2 emissions can be reduced with self-healing concrete
Concrete is a common building material. Unfortunately, it cracks easily and producing it causes a lot of CO2 emissions. Luckily, a more #sustainable version is created that heals itself and reduces CO2 emissions. This article describes how this works: https://medium.com/climate-conscious/how-co2-emissions-can-be-reduced-with-self-healing-concrete-d0ecab049545
The production of concrete causes a lot of CO2 emissions each year. But they can be reduced when conventional concrete is replaced by self-healing concr...
How to Internationalise your Social Enterprise - Virtual Training, 28-30. November
Dear Reflecta Community,
I am sharing a great opportunity for everyone who would is interested in embarking on an internationalisation journey with your social venture!
As part of the #ESESII project, we are pleased to invite you to join the training on How to Internationalise your Social Enterprise that will be hosted online on 28-30 November 2022. During the three half-day events, you will have the opportunity to discuss your internationalisation journey as a social enterprise together with experts in the field coming from different organisations all over Europe. Our trainers from Synthesis (Cyprus), SIA (Austria), WU Vienna (Austria), MateraHub (Italy), Leipzig University (Germany) and Euclid Network (The Netherlands) will share best practices to solve common problems, help you develop your internationalisation strategy, grow your international team and boost your social networking skills. The training will focus on the following overarching themes:
- Embarking on your international journey as a SE
- Master your internationalisation journey
- Navigating intercultural challenges
In case you have any questions, please feel free to reach out via DM!
"How to Internationalise your Social Enterprise" Online Sessions on 28-30 November 2022
On behalf of the Enabling Social Entrepreneurs to Scale their Impact Internationally (ESESII) Consortium, I am pleased to invite you to join the training on How to Internationalise your Social Enterprise that will be hosted online on 28-30 November 2022.
During the three half-day events you will have the opportunity to discuss your internationalisation journey as a social enterprise together with experts in the field coming from different organisations all over Europe. Our trainers from Synthesis (Cyprus), SIA (Austria), WU Vienna (Austria), MateraHub (Italy), Leipzig University (Germany) and Euclid Network (The Netherlands) will share best practices to solve common problems, help you develop your internationalisation strategy, grow your international team and boost your social networking skills.
The training will focus on the following overarching themes:
Embarking on your international journey as a SE
Master your internationalisation journey
Navigating intercultural challenges
Please access the detailed programme and register for free at the link.
Should you have any questions, please do not hesitate to contact me
Kind regards from Berlin
Lisa
DECEMBER'S COMMUNITY CALL ON EMOTIONS AT WORK
The monthly Community Call is a digital get-together open to anyone interested, in and beyond the community. Each month we focus on a specific topic, creating a shared space for discussion, exchange of ideas and reflection.
EMOTIONS AT WORK: HOW TO STEP OUT OF THE HAMSTER WHEEL?On December 11, we are going to talk about emotions, and how to deal with them, especially at work. In our everyday lives, we constantly experience many emotions. But if we don't acknowledge or express them, our professional conversations can be affected. Keeping too many emotions inside or repressing them can lead to a problem called "Restless Thoughts Syndrome," where we can't stop thinking about the same issue again and again – without ever finding a solution. Together with Alexandra Choutko, we will explore the solution to this common problem: stop (over)thinking and start feeling.
Facilitators:
The call will be hosted by Diana Oser, collaboratio helvetica's community fairy together with our guest Alexandra Choutko. She supports people, start-ups, and organizations on their journey towards transformation, and is especially interested in exploring the deep root causes of issues and recognizing engrained patterns that can be deconstructed and rebuilt to foster well-being. Alexandra is a catalyst in collaboration Helvetica's current fourth edition of the Catalyst Lab for the climate.
Who can join the call?
Anyone interested in learning more about the topic and getting to know Collaboratio Helvetica is warmly welcome to join the call, so don't hesitate to invite your friends and whomever you feel would benefit from this call.
When: December 11, 7:00 p.m. - 8:30 p.m. CEST
Fee: Free of charge
Language: English
Where: The call will take place online on Zoom. Please register in advance to receive the link, as it will be sent to you by e-mail one day before the call.
https://collaboratiohelvetica.ch/event-agenda/community-calls-12-23
Community Call - Intro to Conflict Transformation: How can understanding the root causes of conflict support system change?
In this call, we will explore how our nervous system plays a crucial role in the transformation of conflicts. Conflict is never ‘out there’ - it always starts ‘in here’: as an inner experience of emotional overload, of ‘too much’. This call is based on a modern, nervous system-based and trauma-informed approach to conflict transformation. You will learn to breathe more deeply in conflict situations and to integrate your own emotional experiences in a sustainable way. This helps you to first be there "for yourself" in a conflict. Only then can you really be there for others. In this way, you become the change you want to see in the world. What previously appeared to be a conflict becomes a challenge to which you can respond in a mature and flexible way. Where before you could only react, now you have a choice.
In this call, you will get an introduction to:
- Neurobiological foundations of conflict
- Loop of Common Sense: a practical conflict intervention tool
- Co-regulation: the integration of negative emotions in conflict
- Conflict transformation in the organic speed of the nervous system
Register here: https://collaboratiohelvetica.ch/event-agenda/community-calls-24-12-17
The call will be hosted by Diana Oser, collaboratio helvetica’s community & partnership coordinator, and our guest Daniel Remigius Auf der Mauer.
Daniel Remigius Auf der Mauer is the founder of nervous system-based and trauma-informed conflict transformation. Since 2021, he has been providing highly acclaimed training and education courses that address the emotional core causes of crises. He also develops and leads structured group processes for the integration of collective trauma. In doing so, he creates a unique synthesis between profound practical transformation and modern scientific knowledge. From January 2021 to March 2024, more than 1400 participants have attended Daniel's trainings. This has created a committed community of people who actively support each other in the emotional processing of individual and collective overload.
Who can join the call? Everyone interested in learning more about the topic is warmly welcome to join the call. Don’t hesitate to invite your friends and whomever you feel would benefit from this call.
When: December 17, 18:00-19:30 CEST
Fee: Free of charge
Language: English
Where: The call will take place online on Zoom. Please register in advance to receive the link, as it will be sent to you by e-mail one day before the call.
https://collaboratiohelvetica.ch/event-agenda/community-calls-24-12-17
Network Event - Meet Akasha Academy
Join us for an online event on 9th July 2025!
Connect for Change: A Networking Evening to Create Pathways for the Future on our Planet 🌿
🗓 9 July 2025 📍 Online ⏰ 7 - 8:30 pm (CET)
Are you looking to connect with others passionate about driving positive change for a common future on this planet?
Join us for a virtual networking event and learn about Akasha Academy's work in Europe and Nepal and
exchange about how we can transform lives through 📚 education, 💚
health, 🌳 environmental protection and 💪 women empowerment.
𝐃𝐮𝐫𝐢𝐧𝐠 𝐭𝐡𝐢𝐬 𝐬𝐞𝐬𝐬𝐢𝐨𝐧, 𝐲𝐨𝐮'𝐥𝐥 𝐡𝐚𝐯𝐞 𝐭𝐡𝐞 𝐨𝐩𝐩𝐨𝐫𝐭𝐮𝐧𝐢𝐭𝐲 𝐭𝐨:
- Engage with changemakers working across continents
- Explore impactful initiatives happening on the ground
- Exchange ideas, build connections, and spark new collaborations
Let’s come together to meet, connect, learn, inspire. 🌐🌱
Register in advance to receive the participation link:
https://www.akasha-academy.org/news/2025-07-akasha-network-session
Who is Akasha Academy? Join our online network session on 9th of July to connect with people dedicated to create positive change in the world.
Nochmal Utopia
Von Lena Knote, Berlin:
Das Gedankenspiel, das von der Verkehrswende her gedacht wurde soll Lust machen sich mal vorzustellen wie viel wir gewinnen könnten wenn wir bereit sind zu verzichten. Es geht erstmal nicht darum wie realistisch diese Zielvorstellung ist oder wie sie erreicht werden könnte, sondern erstmal nur darum, wie es sich anfühlen würde - wie paradiesisch es sein könnte an so einem Ort zu leben...
Autos/motorisierter Individualverkehr (Verbrenner) in städtischen Räumen und für Langstrecken gibt es nicht mehr. Fluglärm auch nicht.
Es gibt kaum noch Arbeitsplätze in der Automobilbranche, und auch in allen anderen Bereichen ist das Credo nicht mehr Arbeitsplätze und Wachstum. Bei "Wirtschaft" denken die Menschen wieder eher an eine Kneipe oder ein Restaurant.
Alle arbeiten weniger, z.B. 4 Tage die Woche à 6 Stunden, oder eben soviel wie sie wollen, da das bedingungslose Grundeinkommen zum Leben reicht. Dafür ist aber für alle Arbeit da.
Eine Robotersteuer wurde eingeführt für Tätigkeiten, die Maschinen verrichten, die auch von Menschen gemacht werden könnten (ähnlich Sozialversicherung).
Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Haushaltstätigkeiten, Altenpflege, medizinische Pflege...) bekommt ihren gerechten Lohn, Sozialversicherung und vor allem auch Rente.
Zudem gibt es mehr Urlaubstage.
Um in den Urlaub zu fahren, ist mehr Zeit! Die Autobahnen wurden zurückgebaut und durch Radwander-Alleen ersetzt. Rasthöfe sind Herbergen geworden, die von den umliegenden Höfen versorgt werden.
Die Bahnfahrten sind erschwinglich, die Aufenthaltsqualität in den Zügen so, dass der Urlaub bereits beim Zusteigen anfängt (Spiel-, Schlaf- Eß-, Arbeits-Abteile, Telefonzellen, Fahrradwagen und Duschen in den Zügen sind Standard geworden. Da fährt man gern ans Mittelmeer zum Wohnungstausch.
Dazu gehört natürlich auch, dass Wohnen nix kostet (es gibt keine Rendite mehr mit der Miete), Parkplätze sind enorm teuer (es gibt nur einige in Tiefgaragen oder Parkhäusern, ansonsten ist die Fläche auf der Strasse dafür zu schade, es gibt nur sehr vereinzelt die Möglichkeit, Elektroautos irgendwo zu parken).
Somit ist auch im Alltag mehr Zeit für Mobilität, alle haben Fahrräder, Lastenräder, Tandem-Busse, Tretroller, Inlineskates etc pp. und Laufen kommt wieder in Mode, weil die Aufenthaltsqualität in den Straßen enorm gestiegen ist (leiser, grüner, mehr Platz für Jung, Alt und Tier, bessere Luft...). Um aus dem Haus mit dem Rad auf die Straße zu kommen ist alles gut eingerichtet: Entweder die Bordsteine sind zurückgebaut oder es gibt vor jedem Haus Absenkungen. Zwischen den ehemaligen Stehzeug-Parkplätzen auf denen jetzt Fahrräder, Lastenräder, Ebikes, Krankenfahrstühle und andere Gefährte parken können, gibt es Sitzgelegenheiten und Hochbeete. In regelmäßigem Abstand werden Auffahrstellen freigehalten um vom Haus auf die Straße und von dort wieder auf den Gehweg zu kommen.
Es gibt auf den Straßen in der Stadt außer Radfahrenden eigentlich nur noch eine Spur für Busse, Feuerwehr, Krankenwagen und schnelle e-Bikes.
Und, besonders schön: Auch Esel und Pferde und Kühe werden wieder vereinzelt und sehr behutsam zum Transport eingesetzt! - genug Grünflächen zum Grasen sind auch in der Stadt wieder vorhanden.
Die Autobahnen, soweit noch vorhanden, gehören den Fahrrädern. Viel Verkehrsfläche ist frei geworden und dient renaturiert der Versorgung und der Erholung von Mensch und Stadtklima (mehr Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, mehr Radweg-/Straßen-/Stadtbäume, Parks, Kinderbauernhöfe und Allmende-Streuobstwiesen...)
Die Müllabfuhr muss nicht mehr fahren, anstelle von Mülltonnen hat jedes Haus einen großen oder mehrere Komposte, aus denen die Erde für die Gemüsebeete gewonnen wird. Der wenige restliche Abfall wird zu den dezentralen Glascontainern oder zentralen Recyclinghöfen gebracht. Plastikmüll gibt's nicht mehr, da alles auf Zero-Waste umgestellt ist (die Steuer auf Plastik kann oder will sich kaum eine*r mehr leisten).
Lebensmittel müssen nur noch gekennzeichnet sein, wenn sie ausnahmsweise nicht biologisch erzeugt wurden oder künstliche Inhaltsstoffe enthalten. Es versteht sich von selbst dass Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden (Glyphosat ist europaweit verboten), der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen, tierische Produkte aus dem Meer und Produkte aus Landwirtschaft aus Flächen auf Regenwaldgebieten und nichtzertifizierter Forstwirtschaft bei empfindlichen Strafen untersagt sind. Vegan leben ist nicht "in", hip oder cool sondern Standard. Es gibt kaum noch Supermärkte, die Lebensmittel werden dezentral über Foodcoops verteilt, CSA ist kein Hobby mehr sondern auch irgendwie selbstverständlich. Zudem sind ja in der Stadt durch die mangels Autos freigewordenen Flächen überall Stadtgärten und Gemeinschaftsgärten entstanden. Das Obst wächst quasi wieder am Weg und kann bedenkenlos sofort genossen werden. Da alle bewusster Lebensmittel konsumieren, da sie sie selber (mit-) produzieren, wird auch nichts mehr verschwendet. Sollte mal zuviel übrig sein, wird es in der Nähe dankbar abgenommen.
Die Verschenke-Kultur ist groß geworden. Nachbar*innen sind so gut vernetzt, dass sich Geräte und alles mögliche geteilt werden. Es gibt Geräteräume in den Häusern / Vierteln, auf die alle Zugriff haben. Besitz ist nebensächlich geworden! Einander wird viel geholfen, das Leben findet in den Höfen, Gemeinschaftsräumen und Gärten statt. Nicht selten ersetzen Nachbar*innenschaftliche Dienste ehemals staatliche oder Bezahl- Dienste wie Kinderbetreuung, Unterricht oder Krankenpflege. Tauschringe sind überflüssig da ohnehin alle mit allen so gut vernetzt sind, dass sich gegenseitig geholfen wird und für- und miteinander gearbeitet wird wo es geht.
Da der Konsum auch weitest möglich reduziert wurde sind Lastkraftwagen kaum noch nötig, Lastenräder transportieren von Verteilzentren was der eigene Garten nicht hergibt, urban gardening auf freigewordenen Verkehrsflächen, Repaircafés allerorten.
Der ÖPNV ist kostenlos, die Takte stark verdichtet, es gibt auch in Bussen und in Bahnen Großraumabteile mit Schwellen für die Hubwagen und Lastenräder um in den Öffis Lasten transportieren zu können... Peu à peu einen Umzug mit der S-Bahn zu unternehmen ist normal :-)
Auf dem Land hat E-Mobilität da natürlich noch eine ganz andere Rolle. Auch da ist das ÖPNV-Netz deutlich verbessert und verdichtet worden so dass es keine Autos mehr braucht um zur Arbeit oder in die Stadt zu kommen...
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