Wissensaustausch
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Was versteht ihr unter ethischem Marketing und nachhaltiger Kommunikation?
Seit einiger Zeit frage ich mich: Ab wann sind Werbung, PR und Verkaufsförderung (zu) manipulativ? Wie weit dürfen Kampagnen Produkte und Dienstleistungen in ein gutes Licht rücken? Wann ist eine Marke authentisch und integer? Ich frage mich, wie weit dürfen Design, Sprache und Marketingmechanismen gehen, ohne verwerflich zu sein? Und wie viel Mündigkeit, wie viel Urteilsvermögen dürfen und können Unternehmen von ihren Kunden erwarten und ihnen zutrauen? Ich kenne die Bemühungen von "The Ethical Move", doch gehen mir diese Forderungen noch nicht weit genug. Sie hinterfragen und definieren für mich die Grenzen des Marketing noch nicht ausreichend. Und weiter: Wie gestalte ich dann Kommunikation auch noch nachhaltig? Indem grüne Server und recyceltes Papier verwendet werden? Oder geht die "Enkeltauglichkeit" bei der Unternehmenskommunikation weiter? Geht es nur um Kundenbindung und Vertrauen oder noch um mehr? Wer hat Lust mit mir zu diskutieren? Ich freue mich drauf!
„Ich will etwas nachhaltig verändern, aber ich weiß nicht wie“ - Findest du dich in dieser Aussage wieder?
Ich habe selbst lange gesucht und war einerseits von den vielen Möglichkeiten überfordert, andererseits von den manchmal schwer zu findenden Ressourcen entmutigt. Alleine die Frage, ob ich selbstständig, nebenberuflich, ehrenamtlich arbeiten oder einfach nur privat etwas verändern will, hat mich lange beschäftigt. Leider stellt uns im Alltag nur selten jemand Fragen, wie diese.
Daher bin ich neugierig, wie es dir damit geht und ob sich hier Menschen tummeln, die ähnlich wie ich damals, noch nicht genau wissen, welchen Weg sie einschlagen möchten.
Liebe Grüße
Kathrin
Wie können wir Spendenprozesse besser machen? Euer Input ist gefragt.
Liebe Freunde,
du kennst ja payactive und unsere nachhaltige Ausrichtung. Falls du ein paar Minuten (ca. 5 Min.) deiner wertvollen Zeit erübrigen kannst, würdest du uns mit dem Ausfüllen der folgenden Umfrage sehr helfen. Bei der Umfrage geht es um #Spenden und #nachhaltiges #Investieren.
Die Ergebnisse der Umfrage werden völlig anonymisiert verarbeitet und im Falle eines klaren Ergebnisses, unter Berücksichtigung der europäischen Datenschutzrichtlinien auch veröffentlicht. Wie gesagt: Es gibt kein Risiko für dich. >>> Helfen würdest du uns aber sehr.
Hier der LInk:
https://lnkd.in/daWrYQg
Vielen Dank für deine Bereitschaft, uns bei der Umfrage zu helfen.
#sustainability #change #donations
https://lnkd.in/daWrYQg
Workshopreihe für Selbstständige - zu welcher Uhrzeit passt es euch?
Wir von @seedlings bereiten gerade den Launch von unserer neuen Workshopreihe vor. In der ersten Runde wird es vorrangig um ökologische Nachhaltigkeit für Selbstständige und kleine Unternehmen gehen. Es geht um darum die eigenen Herausforderungen in einem Design Thinking Prozess zu erarbeiten und mit zusätzlichem Input von Expert*innen direkt in die Umsetzung zu kommen. An alle die das grundsätzlich interessant fänden:
Wann pass euch ein zwei Stunden Workshop am besten in den Tag?
Wir freuen uns sehr über eure Abstimmung!
Vielen lieben Dank für deine Antwort Christopher Schmidhofer :) Das hilft uns auf jeden Fall schon einmal weiter.
Hi.
Bei mir persönlich ist das jeden Tag anders. Randzeiten sind oft besser (morgens, direkt nach Beginn des Arbeitstages, so dass es zur 'Mittagspause' fertig ist, oder eben Richtung Feierabend. Bei 2h Workshops wären das für mich als Eule also Startzeitpunkt 9 Uhr, 11 Uhr, 17 Uhr. 17 Uhr ist manchmal aber auch problematisch, da es mit den Abendessen gemeinsam mit den Kindern kollidiert.
Was ich sagen möchte: Es gibt keine beste oder perfekte Uhrzeit :). Bei so einem wichtigen Thema würde ich versuchen, verschiedene Zeiten an verschiedenen Tagen anzubieten und das auch so zu kommunizieren ("damit möglichst viele teilnehmen können, wechseln wir Tage und Startuhrzeiten ab").
Meine persönliche Meinung. Viel Erfolg :)
Hallo Chiara,
euer Workshop-Thema hört sich super an. Ich finde ich den Vormittag am besten, da bin ich persönlich auch aufnahmefähiger. Eventuell könnte der Vormittag auch für Eltern sinnvoll sein, weil deren Kinder dann in Kita und Schule sind. Wenn ich allerdings selbst gebucht bin, wäre es für mich leider auch nicht möglich teilzunehmen.
Beste Grüße und einen guten Launch
Karin
Lehrer:innen aus Köln gesucht
Mit meiner gemeinnützigen Organisation give & grow starten wir aktuell eine Workshop Reihe an Kölner Schulen, gefördert durch die Stadt Köln. Wir suchen dafür Kontakte zu Schulen bzw. Lehrer:innen für die das interessant ist.
Thema: Nach der Schule uns Ausland - verantwortungsvoll & nachhaltig
Mehr Infos dazu im beigefügten Flyer. Danke für jeden Tipp!
give & grow ermöglicht Menschen durch moderne Aufklärung und persönlichen Austausch unterschiedliche Kulturen ganzheitlich wahrzunehmen, zu verstehen un...
Hallo Frau David, ich kann Ihnen leider nicht helfen. Ich lehre und forsche zum Thema BNE, da ich Wissenschaftlerin, Dozentin und Bildungsreferentin bin. Ich arbeite in Berlin und Kiel. Tut mir leid. Gruß, Amanda Groschke
Hallo Frau Groschke, das. macht nichts. Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich schicke Ihnen auch eine Vernetzungsanfrage. Vielleicht geben sich ja in Zukunft Überschneidungspunkte bei unseren Themen. Liebe Grüße, Kathrin
Ist Geld notwendig, um die Wirtschaft und unser Leben nachhaltiger zu gestalten?
Es wird oft nach einer Finanzierung gesucht, um ein Vorhaben sei es ein Produkt oder eine Dienstleistung umzusetzen. Die Finanzierungsproblematik an sich ist relativ einfach zu begreifen. Man hat entweder Geld oder holt das Geld von Gleichgesinnten oder von Instituten in Form von Krediten.
Und dann sah ich den Dokumentarfilm Oeconomia an und fragte mich, ob wir es uns noch leisten können weiterhin auf die Geldwirtschaft zu setzen, wo Nullwachstum keine Option ist. Eine Wirtschaft, wo die Profite von heute die Schulden bzw. die Steuern von morgen sind. Ist eine Gemeinwohlökonomie in der derzeitigen Geldwirtschaft noch möglich und nachhaltig?
https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/oeconomia-100.html
Ein Dokumentarfilm über die Spielregeln des Kapitalismus, über den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration.
Die Frage beschäftigt mich auch, seit ich den Film "Normal Is Over" gesehen habe. Allerdings sehe ich das Problem eher in den Zinsen. Es gibt ja auch andere Investitionsmodelle und gemeinwohlorientierte Banken — und nicht jedes Wachstum ist schlecht (Entwicklungsländer und bestimmte Branchen müssen z. B. wachsen, um allen Menschen ein relativ sorgenfreies, nachhaltiges Leben zu ermöglichen).
Die Rentenversicherung ist ein gutes Beispiel eines Umlageverfahrens. Hier wird Kapital nicht aufgebaut sondern nur die Renten der derzeitigen Rentner*innen gedeckt. Dennoch muss aufgrund Inflationsanpassungen und Verwaltungskosten eine Rendite erzielt werden.
Selbst bei Null externen Kosten, bedarf es eine stetige Anzahl von Erwerbstätigen, die die Renten decken. Abgesehen von Schwankungen in der Anzahl Rentenbezüger*innen, braucht es zumindest eine stabile Geburtenrate. Die Rentendebatte bzw. -Krise ist ein leuchtendes Beispiel, wie wir uns in eine Wachstumsfalle hinein manövriert haben. Die Problematik wird umso deutlicher, wenn die Alterspyramide angeschaut wird. Diese Alterspyramide spiegelt unseren derzeitigen Wirtschaftszustand, wie es im Film gezeigt wird. Soll und Haben in der Bilanz haben eine verblüffende Ähnlichkeit zu einem Wetterhäuschen, wie die Puppen sich abwechseln.
Zinsen sind ein gutes Beispiel, wie +/- Renditen unser Leben bestimmen und das Staubsaugen ist ein hervorragendes Exemplar wie Zinsen funktionieren. Zum einen wird viel Staub aufgewirbelt - empfindliche Leute können ein Lied davon singen - zum anderen wird der Staub nur hinaus transportiert, um dann wieder heimzukehren. Ich weiss nicht wie Einstein es mit dem achten Weltwunder (der Zinseszins) gemeint hat. Ich könnte mir vorstellen, dass wir seine Aussage nicht wortwörtlich übernehmen sollten.
Welche Kanäle und Netzwerke kennt ihr zum Thema nachhaltige Ernährung?
Hey zusammen!
Gerade läuft noch die Crowdfunding-Kampagne von meinen Mitgründerinnen und mir, wir wollen vegane Fertigmahlzeiten im Pfandglas auf den Markt bringen: https://www.startnext.com/packundsatt. Um die Kampagne in den letzten 10 Tagen nochmal ordentlich auf Trab zu bringen, wollte ich mal in die Runde fragen:
Was sind eure Tipps für Netzwerke oder Kanäle (egal auf welcher Plattform), die sich um gesunde, nachhaltige oder auch plastikfreie Ernährung drehen und in denen sich Menschen tummeln, die unsere "einpotts" vielleicht feiern würden?
Ich danke euch schonmal sehr!
Herzlichst
Sophie
Hi Sophie, habt ihr es schon in der "Unverpackt-Laden" Szene probiert? Fast in allen Städten gibt es mittlerweile solche kleinen Läden. Die freuen sich immer über neue, nachhaltige Ideen. In der Regel betreiben die natürlich auch Webseiten oder SoMe Kanäle. Vielleicht könnt ihr da Kontakte knüpfen.
Ansonsten würde mir noch Sirplus aus Berlin einfallen: gerettete Lebensmittel. Oder die App "To good to go". Viel Erfolg bei eurem Vorhaben!
Hey liebe Maria!
Vielen Dank für deinen Input – wir haben in den letzten Crowdfunding-Metern tatsächlich nochmal viele Unverpacktläden direkt kontaktiert, und unter anderem damit war unsere Kampagne jetzt auch erfolgreich 🥳
Toll! Herzlichen Glückwunsch!
Kannst du helfen?
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Danke für das Dokument! Ich lade dir mal einen Facebook-Post aus einer internationalen Copywriting-Gruppe hoch, wo ich Mitglied bin. Einfach als Beispiel dafür, wie viel Arbeit noch vor uns liegt... alleine schon, damit Firmen nicht mehr solche Fragen stellen
Hallo Sabine und Timm,
ich weiß, dass es Nachhaltigkeit in vielen Schattierungen gibt. Ein CSR-Bericht ist oft nur ein Tippelschritt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Und die ist von unserem Konsumniveau aus viele Riesenschritte entfernt. Wenn ich Enkeltauglichkeit als Maßstab setze, reich eben auch Recyclingpapier und Ökostrom in der Agentur nicht aus.
Nehme ich Nachhaltigkeit ernst, bin ich mit Haut und Haar für sie verantwortlich, also mit dem kompletten Firmenbetrieb und auch meinem privaten Leben. So käme zu "So what?! und Prove it!" noch "Show it yourself" dazu. Schwierig, dass unser System etwa zwei Tonnen Kohlendioxid pro Person und Jahr für den Systemerhalt verbrät, die wir konsequenterweise auch irgendwie kompensieren müssen.
Also weiterhin wacker voran!
Hallo Dietrich,
bei der Annahme eines strikten/hohen Maßstabes wie der "Enkeltauglichkeit", reichen kleine, offensichtliche Maßnahmen sicherlich nicht aus. Da stimme ich dir voll zu. Doch wie weit hat in dem Zusammenhang das Marketing zu gehen? Was liegt in der Verantwortung der Disziplin? Und was kann sie überhaupt leisten? Ist z.B. eine provokante Kampagne von PETA zum Tierwohl in Ordnung? Weil sie ebenso aggressiv und potent ist, wie die der Fleisch- oder Modeindustrie? Wie manipulativ und radikal darf Kommunikation sein, wenn sie einem moralischen Zweck dient? Und wenn sie das nicht darf, wie kann sie ethisch korrekt dann trotzdem wirksam sein?
Das "Show it yourself", was du beschreibst wäre für mich deckungsgleich mit Sabines Aussage der Glaubwürdigkeit und Integrität. Aber reicht das, um aus dem/der Schneider:in zu sein?
Ich bin immer gut damit gefahren, Kund*innen voll und ganz ernst zu nehmen und ihnen Urteilsvermögen zuzutrauen. Und die wirklichen Größen unserer Branche haben das auch so proklamiert (ob sie es immer umgesetzt haben, ist eine andere Frage).
Um Werbe-Legende David Ogilvy zu zitieren: "The customer is not a moron. She is your wife:"
Oder John Chris Jones: "Design everything on the assumption that people are not heartless or stupid but marvelously capable, given the chance."
Ganz ehrlich, wenn man die Kundschaft nicht ernst nimmt und ihnen nichts zutraut, ist Ethik im Marketing meiner Meinung nach nicht möglich.
Im Alltag prüfen wir unsere Texte auf Glaubwürdigkeit und Integrität, indem wir darauf achten, spezifisch genug zu sein (daran kranken viele Marketing-Texte). Außerdem fragen wir immer die 2 Prüf-Fragen: So what?! und Prove it! Mit anderen Worten: Warum sagen wir das überhaupt, und können wir alles beweisen, was wir behaupten?
Das ist mit Sicherheit nicht alles, aber immerhin ein Anfang.
Übrigens — the ethical move ist der Beginn einer Bewegung und insofern bauen wir konstant an unseren "Pledges". Am Ende wollen wir daraus einen richtigen Standard formen, aber davon sind wir derzeit noch weit entfernt. Wenn du eine Idee für weitere Prüfsteine hast, melde dich gern bei uns!
Hallo Sabine,
das mit dem "ernst nehmen" und den Kunden:innen etwas zuzutrauen finde ich einen wichtigen Schritt. Auch auf Glaubwürdigkeit und Integrität zu setzen ist wichtig. Ich finde es jedoch merkwürdig, dass wir davon nicht grundsätzlich ausgehen können. Eigentlich sollten alle Hochschulabgänger:innen - die was mit Marketing und Kommunikation studiert haben - mit nichts anderem aus dem Studium gehen. Wie kann es sein, dass wir darauf hinweisen müssen? Dass es in der Praxis genug schwarze Schafe gibt, das leuchtet mir ein. Aber wie schnell kann das vergessen werden, was eigentlich Inhalt jeder Lehrveranstaltung sein sollte? Das trifft für mich genauso auf deine beiden Prüffragen zu.
Was ich persönlich ergänzen wollen würde zu den Pledges: Die einzelnen Punkte scheinen isoliert und in summe schlüssig und zielführend zu sein. Aber wie und woher leiten sie sich ab? Was legitimiert sie im Gegensatz zu den Praktiken, die sie kritisieren. Können wir dem, was Marketing und Kommunikation zu Grunde liegt, eben noch tiefer auf den Grund gehen? Was für nachhaltige/ethische Elemente, Kriterien, Grundannahmen machen die Disziplin im Kern aus? Mir persönlich wäre es wichtig nicht nur die potentesten Maßnahmen der manipulativen Industrie zu entlarven, sondern die Strukturen dahinter zu verstehen und mit den essentiellen moralischen Grundsäulen unserer Gesellschaft zu konfrontieren. Denn sonst entwickelt man immer wieder neue Gegenmaßnahmen, ohne das "Dahinter" zu verstehen und zu entmystifizieren. Geht ihr diese Sache an?