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Wissensaustausch
Literatur zum Thema "Meinungsbildung"
Hallo zusammen,
ich arbeite aktuell an einem "Fakten-Netzwerk". Es geht darum, Behauptungen jeder Art zu erfassen und zu bewerten, indem Argumente, Quellen, etc. kollektiv von allen Nutzern zusammengetragen und logisch verknüpft werden.
Im Kontext dieses Projekts interessiere ich mich sehr dafür, wie unsere Meinungsbildung und Argumentationen funktionieren. Natürlich hat jeder von uns eine Vorstellung davon, aber ich möchte möglichst viel in diesem Bereich lernen, um die ein oder andere Sache bei der Umsetzung berücksichtigen zu können.
Mir fehlen die richtigen Begriffe, weshalb ich vermutlich auch nicht fündig werde. Ich suche keine Rhetorik-Bücher ("Wie man überzeugt") und auch keine Bücher über Medienkritik, sondern Bücher/Studien/Vorträge, die sich im Entferntesten damit befassen, wie wir die Wahrheit finden, Fehlschlüsse vermeiden, welche Hindernisse es auf dem Weg zu Erkenntnissen gibt etc. Ich hoffe, das klingt halbwegs verständlich.
Vielen Dank für jeden Tipp!
Suche: Fachliche Unterstützung bei der Gründung einer Ökologischen Baumschule in Brandenburg
Unser Team aus zwei Personen deckt bislang die Aspekte Gründung, Förderung, Unternehmensstruktur, Unternehmensentwicklung, Netzwerk und Ökolandbau ab. Wir benötigen noch ein bis zwei Personen, die Lust haben, sich fachlich einzubringen (Anzucht, Auspflanzung, Veredelung, Schnitt und Pflege, Baumartenauswahl (bevorzugt alte & resiliente Sorten), ggfs. Zucht).
Ankündigungen
Was muss sich ändern, um Soziale Innovationen finanziell besser zu unterstützen? (Polittalk am 9.9. um 16 Uhr)
Transformationsfinanzierung
In Deutschland fehlt es an zielgruppenspezifischen Finanzierungs- und Förderinstrumente für Social Entrepreneurship. Dies hat zur Folge, dass die aktuelle dynamische Entwicklung des Sektors in Deutschland vor allem aufgrund der schwierigen Finanzierungssituation ausgebremst wird. Demgegenüber tragen sich viele Geschäftsmodelle der klassischen Ökonomie heutzutage nur noch, weil sie die sozialen und ökologischen Kosten ihres Handelns an die Gesellschaft auslagern. Öffentliche Förderung erhalten sie trotzdem.
Es ist höchste Zeit, die Finanzierungslandschaft für Soziale Innovationen in Deutschland zu reformieren. Das beinhaltet die Öffnung bestehender Instrumente der staatlichen Gründungs- und Innovationsförderung sowie neue Finanzierungsinstrumente, die gesellschaftliche Wirkung gezielt finanzieren. Wie das bereits in anderen Ländern funktioniert, zeigt die Studie "Finanzierung von Sozialen Innovationen" deren vorläufige Ergebnisse wir am 9. September erstmals vorstellen. Im Rahmen der Kampagne #WegeBereiten lädt das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland deshalb zu einem digitalen parlamentarischen Austausch.
Politik – Talk: Transformationsfinanzierung
09. September , 16:00 - 17:30Uhr
Online
Ablauf:
16:00 Uhr Begrüßung
16:10 Uhr Impuls "Finanzierung von Sozialen Innovationen - internationale Vergleichsstudie" - Dr. Gorgi Krlev, CSI Heidelberg
16:20 Uhr Podiumsdiskussion
- Dr. Thomas Sattelberger, MdB, FDP
- Dr. Petra Sitte, MdB, Die Linke
- Dr. Anna Christmann, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
- Markus Hipp, Vorstand BMW Foundation Herbert Quandt
17:00 Uhr Fragen aus dem Publikum
17:20 Uhr Abschluss
Hier finden Sie SEND's Positionspapieren zu den Themen "Finanzierung von Social Entrepreneurship" und "Impact Crowdfunding".
Und hier geht es zur Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/politik-talk-transformationsfinanzierung-tickets-166487172615
https://www.send-ev.de/wp-content/uploads/2021/04/PP_Finanzierung.pdf
Hatte Deinen Beitrag nicht gesehen.
Von der Politik erwarte ich mir hier nicht viel. Da sitzen kaum Innovatoren und Kreative, mehr Juristen... Und dann noch der Lobbyismus. Das wird nix.
Lösungsansatz wäre für mich Genossenschaften, Genossenschaften, Genossenschaften
Viele Menschen würden gerne (mehr) Geld verdienen, doch haben keine zündende Geschäftsidee bzw. sind zum Unternehmertum nicht geboren.
Von daher finde ich Genossenschaften bzw. ganzheitliches (nicht nur soziales) Franchising wunderbar. Hier kann es die unterschiedlichsten Ausrichtungen geben.
Die Macher:innen können Firmenausstattung oder nur das Know How lizenziert vermieten, verkaufen. Allerdings erachte ich es als wichtig, dass jedes Franchise-Unternehmen die Möglichkeit zur Individualität hat, da einerseits jedes Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal hat, denn was am Standort A funktioniert, muss am Standort B nicht zwingend gleich gut funktionieren.
Torsten Schreiber ist hier in einem interessanten Projekt dabei: https://www.conda.de/solarbakery-ihre-meinung-zum-neuen-projekt/
Gutes tun, Menschen vor Ort und in der Ferne helfen, Fluchttendenzen entgegen wirken, für's Klima was tun, und damit auch noch Geld verdienen, die Bankzinsen sind eh im Keller....
Sicherlich gibt es noch weitere Vorteile, doch die sind schon mehr als ausreichend um die Wirtschaft in Bürgerhand zu legen!
Hi Sebastian. Das klingt für mich, als sollte Erkenntnistheorie dein Startpunkt sein. Wie wir zur Wahrheit gelangen hängt fundamental von philosophischen Prämissen ab, die wir meist gar nicht explizit aussprechen. Um jedoch das zu ermöglichen, was du vorhast, ist dieses Explizieren unabdingbar und eine tiefe Reise in diese abstrakte Welt notwendig.
Hierzu kannst du dir auch mal das https://consilienceproject.org von Daniel Schmachtenderer ansehen. Sie versuchen etwas sehr ähnliches, wenn auch bei weitem nicht so ambitioniert, wie das, was du vorhast.
Meine Einschätzung diesbezüglich ist, dass es kaum Sinn macht, eine Bewertung in einen Faktenkatalog einfließen zu lassen. Die Wahrheit ist viel zu schwer fassbar und ein kleines Detail kann das gesamte Faktennetzwerk einbrechen lassen. Zu viel ist framing, kontextabhängig und an unfassbar lange mehrdimensionale Kausalketten geknüpft. Abgesehen davon, dass der Konsens oft im Nachhinein als falsch erkannt wurde.
Abschließend hängt es natürlich davon ab, in welcher Domäne du Fakten sammeln und verknüpfen willst, in welcher Tiefe und ob du vorhast, nur ein einzelnes als korrekt angenommenes Narrativ zu akzeptieren, oder multiple auch widersprüchlich erscheinende Perspektiven versuchst abzubilden.. Wenn du dich dazu mal in Sprache austauschen möchtest, stehe ich gerne zur Verfügung. Prinzipiell sind solche Vorhaben natürlich die komplexesten umzusetzen, wenn sie auch zugleich die interessantesten sind! 🙂
Hallo Timo,
vielen Dank für Deine aufschlussreiche Antwort!
Die Idee, Behauptungen kollektiv zu digitalisieren, schwebt mir schon seit einigen Jahren im Kopf herum und ist auch umfangreicher, als ich mit einem Satz beschreiben kann.
Ich freue mich sehr über Dein Interesse, welches mich dazu motiviert, die aktuellen Ideen in den nächsten Tagen zumindest grob zu Papier zu bringen, damit man eine Ausgangslage für Diskussionen hat. Sehr gerne würde ich mich dann auch mit Dir dazu austauschen 😉
Hallo Sebastian, Stichworte wie "Wissenschaftliches Arbeiten" und "Kritischer Diskurs" könnten für Dich auch hilfreich sein; dabei gibt es Disziplinen, die mehr oder weniger mit Wiedersprüchen umgehen müssen. Beispielsweise haben de Wit und Meyer mal "Strategisches Management" in Form von 10 Spannungsfeldern an Widersprüchen konstruiert (Beispiel: Ist strategisches Denken analytisch und/oder intuitiv geprägt? ... Konkrete Strategie entsteht dann vielleicht als Synopse dieser und anderer widersprüchlich geprägter Sichtweisen). Vielleicht landest Du am Ende bei einer Art Wiki, in dem Du und andere Inhalte wie diesen "Auf dem Weg ins Anthropozän (https://www.slideshare.net)" verlinken; hierin sind Gedanken zum Beispiel mit hinten angegebenen Quellen (natürlich gibt es auch viele weitere Quellen) wissenschaftliche belegt. Hilft Dir dies weiter? Herzliche Grüße, Ronald
Hi Sebastian,
ein paar Gedankenfetzen vorab:
1. Denken wir an unsere Schulzeit und ans Mitschreiben dessen was unsere Lehrer:innen "vorne" sagten, haben Schüler:innen nicht nur unterschiedlich viel sondern auch Unterschiedliches aufgeschrieben.
Woran liegt es?
Das mag an der (Vor-)Bildung und den persönlichen Erfahrungen liegen, wie man Informationen bzw. Wissen be-greift.
Überdies unterliegen "Fakten" einem gewissen Wandel, teils z.B. durch einen Bedeutungswandel der Begrifflichkeiten, z.B. Weib ist heute abwertend oder weil man einen Erkenntniszugewinn hatte, die Politik eines Landes sich ändert.... ändern sich auch Fakten.
Ich wünschte mir eine Plattform auf der jede/r (s)eine eigene Definition, eigene Sichtweise zu einem Stichwort schreiben kann, sei es nun Photosynthese, Waffenhandel, Esoterik oder was auch immer.
Sämtliche Begriffe können verschlagwortet werden. Und so kann Jede/r nachlesen, was für unterschiedlichste Sichtweisen / Assoziationen es zu einem Begriff gibt.
Texte können in Sprache umgewandelt werden bzw. Sprache kann auch vertont ausgegeben werden.
Würde das nun mit Ausbildungsinstituten wie Schulen, Universitäten verbunden werden, könnten z.B. Schüler:innen / Student:innen sich gegenseitig ihre Notizen (kostenlos) zur Verfügung stellen.
In einem Menue könnte man einstellen, wer was lesen / hören / sehen darf, z.B. Alle oder ausgesuchte Kontakte dürfen in den Kategorien X Y lesen oder niemand darf an den eigenen geistigen Ergüssen teilhaben.
Ich finde es sehr interessant was wie unterschiedlich oder ähnlich Menschen Dinge auffassen und was sie dazu assoziieren bzw. daraus weiterentwickeln.
Das könnte durch alle Schulen und Studienfächer gehen.
Überdies könnte ein Tool die Notizen in jede beliebige Sprache übersetzen. Was denkt ein Inder über die Liebe oder ein Engländer? Was meinen Schweden, was man gegen den Klimawandel tun kann und was sind eher typisch deutsche Antworten / Lösungsvorschläge?....
Eine multilinguale Fakten-Wiki.... Wobei, es kommt drauf an wie Du es aufziehen wollen würdest. Angenommen jemand schreibt was zu Eier unter Rezeptvorschläge, eine andere Person nutzt Eier in der Kunst oder als Haushaltsmittel... Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Eine Plattform auf der erstmal Schüler:innen und Student:innen ihre Notizen verschlagworten und teilen können, gerne auch in separaten Räumen diskutieren können, hätte für mich viel kreatives Potenzial.
Und dann ließe sich das ja auch weiter für's Berufliche und Private ausbauen.
Ein Plattform auf der alle Interessenten ihr Puzzle zu kollektiver Intelligenz / Wissenstransfer beitragen können, nicht nur zur Bildung sondern auch zum Hinterfragen der eigenen Wahrheiten oder um toleranter zu werden oder zu bleiben oder einfach alles Wissen der Welt / alle Meinungen der Menschheit kollektiv zu bündeln.
Sollte es zuviele unterschiedliche Meinungen / Fakten geben, könnte auch mit Bewertungen gearbeitet werden, sprich wer etwas sieht wie die Person die etwas zuerst geschrieben hat, braucht einfach nur ein "Like" setzen oder in einer Kurzantwort den Unterschied aufzeigen. Oder eine eigene Wahrheit verfassen.
Salve,
Romana