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Wissensaustausch
Warum sollte ein Unternehmen überhaupt nachhaltig werden? Es läuft doch auch so.
Spreche ich mit einem Marktforscher*, ist das Thema Nachhaltigkeit im ganzheitlichen Sinn (ich denke hierbei an die SDGs) bei Konsumentinnen und Konsumenten irrelevant.
Es reiche ein erfülltes Ziel für nachhaltige Entwicklung aus, um einen Kaufanreiz zu bieten. Überfrachte ich die Botschaft jedoch mit zu viel anderem, hänge ich die Kunden und den Kunden ab und verliere diese.
So ist es zum Beispiel mit Ökostrom. Hauptsache der ist zertifiziert - und zwar irgendwie. Das reicht schon für das gute Gefühl der Kundin und des Kunden. Dann ist es leider sogar egal, dass mittlerweile zwei Kühlschränke im Haushalt betrieben werden und auf dem Balkon der elektrische Heizstrahler an kühlen Sommerabenden wohlige wärme spendet. Ist ja Ökostrom.
Für das Unternehmen und die Kundinnen und Kundinnen ist also alles in Ordnung. Wozu sollte das Unternehmen dennoch um die SDGs im Ganzen kümmern und daran arbeiten diese auch zu erreichen?
Nachhaltigkeit im ganzheitlichen Ansatz ist unsexy und schwer zu vermitteln so das Fazit.
Ich freue mich darauf auf Eure Gedanken dazu zu hören!
* Das ist eine reale Situation gewesen und in diesem Fall mit einem männlichen Marktforscher. Daher habe ich keine weibliche Bezeichnung verwendet.
Wie berechne ich den ökologischen Fußabdruck eines Supermarkts?
Hallo zusammen,
auf Basis des Doughnuts von Kate Raworth wollen wir ein Modell entwickeln, um den planetaren Fußabdrucks unseres ersten WirMarkts (kooperativer, transparenter Supermarkt) zu berechnen.
Ich habe unsere ersten Gedanken mal angefügt.
Würdet ihr das auch so machen? Hat die eine oder der andere vielleicht Lust, sich bei uns zu dem Thema zu engagieren?
Nächste Schritte bei uns sind auch, die sozialen Impacts zu berechnen, denn die gehört beim Doughnut (und sowieso) auch dazu!
Schönen Gruß
Fabian
Hallo Adrian,
Die Frage stellt sich allen Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Über die haben sich schon viele Ökonomen Gedanken gemacht. Der Ökonom Christian Felber hat vor etlichen Jahren dazu die Idee mit der GemeinWohlÖkonomie (GWO) gehabt und zur Gemeinwohlzertifizierung der Unternehmen ein Verfahren entwickelt, in dem folgende Matrix umgestzt wird:
https://web.ecogood.org/de/unsere-arbeit/gemeinwohl-bilanz/gemeinwohl-matrix/
Für den Wert "Ökologische Nachhaltigkeit", in dem der Öko-Fußabdruck drin steckt, werden die 5 elementaren Firmenbereiche Lieferanten, Finanz, Mitarbeiter, Kunden und Umfeld Untersucht und mit einer Zahl bewrtet.
Wenn die gesamte Matrix bearbeitet wird, kommt insgesamt ein Score heraus, der den Beitrag zum Gemeinwohl beziffert. In ihm ist dann auch der ökologische Fussabdruck als einer von vielen enthalten.
Ich empfehle, das Rad nicht neu zu erfinden, sondern bei EcoGood nachzusehen, wie der Öko-Fußabdruck eines Unternehmens dort ermittelt wird.
Liebe Grüße
Hallo, ein Social Startup sucht heute kurz Unterstützung zum Thema Ionic & Angular-App Entwicklung. Gibt es da wen hier? :)
Ankündigungen
Bildungsinitiativen aufgepasst!
Die Bewerbungsfrist des Hidden Movers Award 2021 endet in Kürze: Bis einschließlich 5. Mai 2021 sucht die Deloitte-Stiftung noch wenig bekannte, innovative Bildungsprojekte mit großem Potenzial – sogenannte Hidden Movers.
Mit dem Hidden Movers Award zeichnet die Deloitte-Stiftung wenig bekannte, innovative Bildungsinitiativen und -ideen aus. Im Fokus steht die Stärkung junger Menschen in Deutschland. Die besten Projekte werden mit insgesamt 75.000 Euro gefördert, davon werden 25.000 Euro für den Kutscheit-Preis in der Kategorie Sprachförderung vergeben.
Der Hidden Movers Award
fördert junge Initiativen für Bildung, Chancengleichheit und eine
erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft. Egal ob das Projekt
interkulturelle Begegnungen, Sprache oder digitale Kompetenzen fördert,
entscheidend ist, dass die Initiativen als Vorbilder im Kleinen wirken
und das Potenzial haben, deutschlandweit umgesetzt zu werden, also
skalierbar sind.
Interessierte haben jetzt noch die Chance, sich mit ihren Ideen und Projekten in den drei Kategorien Innovation, Wachstum sowie Sprachförderung (Kutscheit-Preis) über das Online-Bewerbungsformular zu bewerben.
Der Hidden Movers Award zeichnet innovative Bildungsprojekte aus und belohnt ihr Engagement mit einem Preisgeld von bis zu 25.000 Euro, einem profession...
Philosophischer Salon goes Mikrotopien
Liebe Utopie-Interessierte,
Susanne Barth und ich veranstalten regelmäßig philosophische Salons. Beim nächsten Mal wollen wir über Utopien nicht nur sprechen, sondern auch welche entwerfen. Dafür werden wir zur Mikrotopie.
Wir philosophieren wie gewohnt, werden nur im zweiten Teil diesmal konkreter und malen uns Utopien aus. Und zwar zum Thema Nachbarschaft, Stadterleben. Wie würde dein Stadtteil in einer utopischen Zukunft aussehen, wie wäre das Zusammenleben der Menschen organisiert, wie würden sie sich austauschen?
Wann: Freitag, 7. Mai, 19 Uhr
Wo: Im Internet, ein Zoom-Link wird verschickt
Anmeldung: [email protected]
Gleichheit beginnt in dir
GLEICHHEIT beginnt in dir und darf nach außen hin gelebt werden. Mit unserer Eventreihe GiveBack unterstützen wir nicht nur das finanzielle Engagement in der Gesellschaft, wir fördern, kreieren und nähren positives Bewusstsein in uns. Das wirkt. Das bleibt.
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Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man mit Nachhaltigkeit sehr viel Geld sparen kann. Ich spare privat € 582 im Monat weil ich nachhaltiger lebe. Die Prinzipien mit den ich das mache, funktionieren sicherlich bei Unternehmen auch was einen Wettbewerbsvorteil bringen würde. Wenn das nicht attraktiv ist für Unternehmen ...
Meiner Wahrnehmung nach fühlen sich die meisten Menschen mit dem Begriff Nachhaltigkeit überfordert, da es sehr viele unterschiedliche Meinungen / Sichtweisen darüber gibt, was nachhaltig tatsächlich ist und was nicht. Z.B. wie nachhaltig sind Avocados aus Mexiko?
Greenwashing und Bluewashing machen das Ganze nicht leichter. Im Gegenteil. Häufig meinen Menschen, Nachhaltigkeit ist nur reine PR bzw. Geldschneiderei.
Und das mit den Zertifikaten, Labels, Etiketten(schwindel)... ist dasselbe in Grün. Nur ein kleiner Teil der Menschen arbeitet sich durch den ganzen Zertifikats-Dschungel durch. Und selbst das ist kein Garant, denn es können sich Qualitätsstandards auch jederzeit wieder verändern.
Nachhaltigkeit sollte man meines Erachtens nicht als Wettbewerbsvorteil sehen sondern sie als Haltung leben. Es besteht auf der Welt eine Notwendigkeit von Nachhaltigkeit zum Überleben. Doch wer, was, wieviel, wann, wo... macht... alle können und sollen was beitragen.
Meine Idee dazu sieht so aus:
Menschen geben in einen Radar ein, wieviel Prozent ein Unternehmen, ein Produkt, eine Dienstleistung, ein Mensch, in von ihnen selbst zu definierenden Bereichen nachhaltig ist, z.B. Regionalität, Saissonal, Biologisch, nicht genmanipuliert, keine Lebensmittelverschwendung (Tafel...) usw. usf. Alle Kriterien können eingesehen werden, optional können sie thematisch kategorisiert werden, um Doppelungen bestmöglich zu vermeiden. Desweiteren könnte ein redaktionelles Team Doppelungen aufspüren bzw. nachfragen, ob Kriterien nicht identisch sind. Doch ich bin davon überzeugt, soviele unterschiedliche Kriterien wird es nicht geben. Auch muss erst ein Bewußtsein in der Bevölkerung dafür geschaffen werden, dass Nachhaltigkei tsich an vielen Punkten festmachen lässt.
Andere Leser:innen bzw. Nutzer:innen sehen die Kriterien und können sich inspirieren lassen bzw. Kriterien integrieren, an die sie selbst bislang nicht gedacht hatten. So kann dann jeder Mensch nach persönlichen Präferenzen entscheiden, ob angesichts der Crowdmeinung, ein z.B. Produkt für ihn - und wie sehr - nachhaltig ist, z.B. Biozwiebeln aus Australien nach Deutschland eingeflogen.
So sieht jeder Radar unterschiedlich aus. Doch man kann für jedes Produkt, jedes Unternehmen, jede Dienstleistung daraufhin das arithmetische Mittel berechnen.
So könnte je Produkt, Dienstleistung, Unternehmen, Mensch ein ganz individueller Fußabdruck entstehen, der exakt die Meinung der Begutachter:innen wiedersiegelt.
Überdies denke ich, dass im Laufe der Zeit auch unsere Kenntnisse bzw. Werte sich verändern und schon stimmt der Fußabdruck nicht mehr. Also, Fußabdrücke brauchen meines Erachtens mehr Dynamik in der Beurteilung.
Interessant wäre für mich, was sich daraus entwickeln könnte, z.B. wie einerseits auf Dinge wie Zwiebeln, Avocados nicht zu verzichten und dennoch einen ökologischen Fußabdruck zu haben, der in Ordnung ist? Was könnten mögliche Lösungen sein? Transport komplett grün machen? Mittels regenerativer Energien (exotische) Früchte vor Ort anbauen?
Verzicht wird sich nur sehr sehr schwer durchsetzen lassen. Das würde nur durch gesetzliche Verordnungen (temporär) funktionieren. Und die Regierungen haben ja Interesse am Export, an der Wirtschaft. Die würden da am Wenigsten mitmachen.
Hier mehr zu forschen und zu experimentieren würde meines Erachtens sehr lohnen, z.B. Gewächsfarmen in denen die Temperaturen immer über dem Nullpunkt gehalten werden, sodass beispielsweise Avocadobäume gut gedeihen können. Letztendlich wird wohl für viele Jahre noch der Preis entscheidend sein. Kommt es den Verkäufern günstiger die Produkte vor Ort zu züchten oder möglichst umweltfreundlich z.B. durch eSchiffe und eFlugzeuge zu transportieren?!
Meine spontanen Gedanken dazu
Aus unternehmerisch rationaler Perspektive
Eine Zielgruppenverschiebung hinzu stärker nachhaltig orientierten Kund*innen soweit wie möglich voranbringen, heißt einen anderen Kundenstamm bedienen. Sofern dies nicht weiter möglich ist, weil dieser zu klein ist oder nicht existiert, lässt sich auf Angebotsseite nicht viel machen. Dann muss Nachfrage geschaffen werden, bspw. durch Branding (vgl. Patagonia). Wenn auch das an die Grenze der Umsetzbarkeit gerät, bedarf es übergeordneter Strukturen, die weitere Anreize etablieren. Entweder durch Staat, Zivilgesellschaft, aber auch durch Unternehmen selbst. Ein Unternehmen kann sich z.B. für striktere Zertifizierungen, nachhaltige Bildung, Unternehmenskooperationen etc. einsetzen. Also anders gesagt, statt auf der Micro-Ebene zu agieren, die Rahmenbedingungen auf der Meso-/Makro-Ebene im Markt so verändern, dass Nachfrage und damit ein Wettbewerbsvorteil entsteht.
Also ethischer Perspektive
Alles tun, solange es den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet.