Fünf Mal wieder aufgebaut, und diesmal gibt es keinen Ort mehr
Über Gaza wird viel gesprochen. Über Politik. Selten über Menschen.
Ich arbeite seit einiger Zeit mit einer Familie aus Gaza zusammen, und ich möchte hier einmal erzählen, warum.Diese Familie hat in Gaza über drei Generationen ein Musikinstitut geführt. Instrumente, westliche und arabische, dazu Musiktheorie und Notation. Unterricht auch für Kinder aus Familien, die nichts bezahlen konnten.
Eines der Projekte war ein Kinderchor, acht Monate Probenarbeit. Die Kinder des Chores sind im Krieg getötet worden.
Das Institut selbst wurde mehr als fünf Mal getroffen. Fünf Mal haben sie es aus eigenen Mitteln wieder aufgebaut, weil sie geglaubt haben, dass Musik Menschen zusammenbringt.Diesmal ist alles weg. Es gibt keinen Ort mehr, an den man zurückkehren könnte. Vater, Mutter und der Enkel leben seit Monaten in Kairo, im Gästezimmer einer befreundeten Familie, ohne eigene Möbel.
Sie kamen ohne Kleidung an, ohne Dokumente, ohne Medikamente. Der Vater ist auf einem Auge nahezu blind und braucht eine Operation. Die Mutter hat ihre Hörgeräte auf der Flucht verloren. In Ägypten haben sie keine Krankenversicherung, jede Behandlung wird aus eigener Tasche bezahlt.Was die Spenden finanzieren, ist bewusst klein und überprüfbar:• die Augenoperation des Vaters• durchgehende Herz-, Blutdruck- und Diabetesmedikamente• Hörgeräte für die Mutter• Miete und eine einfache Grundausstattung für eine eigene Wohnung in Kairo• ein Zimmer, ein Schrank und Kleidung für den EnkelGetragen wird die Kampagne von der Initiative Hilfe für Einzelschicksale international e. V. aus Dillingen. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, führt das Spendenkonto und ist für die Verwendung der Mittel verantwortlich. Spenden sind steuerlich abzugsfähig.Auf Wunsch der Familie nennen wir keine Namen, weil Angehörige noch in Gaza sind. Dem Verein liegen alle Unterlagen vor.
Alles zur Kampagne und das Spendenkonto: https://sada-al-nawras.de/spendenWichtig bei
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