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Coronatagträume
teilt etwas mit · vor mehr als 5 Jahren

Nochmal Utopia

Von Lena Knote, Berlin:

Das Gedankenspiel, das von der Verkehrswende her gedacht wurde soll Lust machen sich mal vorzustellen wie viel wir gewinnen könnten wenn wir bereit sind zu verzichten. Es geht erstmal nicht darum wie realistisch diese Zielvorstellung ist oder wie sie erreicht werden könnte, sondern erstmal nur darum, wie es sich anfühlen würde - wie paradiesisch es sein könnte an so einem Ort zu leben... 

Autos/motorisierter Individualverkehr (Verbrenner) in städtischen Räumen und für Langstrecken gibt es nicht mehr. Fluglärm auch nicht.
Es gibt kaum noch Arbeitsplätze in der Automobilbranche, und auch in allen anderen Bereichen ist das Credo nicht mehr Arbeitsplätze und Wachstum. Bei "Wirtschaft" denken die Menschen wieder eher an eine Kneipe oder ein Restaurant. 

Alle arbeiten weniger, z.B. 4 Tage die Woche à 6 Stunden, oder eben soviel wie sie wollen, da das bedingungslose Grundeinkommen zum Leben reicht. Dafür ist aber für alle Arbeit da.
Eine Robotersteuer wurde eingeführt für Tätigkeiten, die Maschinen verrichten, die auch von Menschen gemacht werden könnten (ähnlich Sozialversicherung).
Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Haushaltstätigkeiten, Altenpflege, medizinische Pflege...) bekommt ihren gerechten Lohn, Sozialversicherung und vor allem auch Rente.
Zudem gibt es mehr Urlaubstage.
Um in den Urlaub zu fahren, ist mehr Zeit! Die Autobahnen wurden zurückgebaut und durch Radwander-Alleen ersetzt. Rasthöfe sind Herbergen geworden, die von den umliegenden Höfen versorgt werden.

Die Bahnfahrten sind erschwinglich, die Aufenthaltsqualität in den Zügen so, dass der Urlaub bereits beim Zusteigen anfängt (Spiel-, Schlaf- Eß-, Arbeits-Abteile, Telefonzellen, Fahrradwagen und Duschen in den Zügen sind Standard geworden. Da fährt man gern ans Mittelmeer zum Wohnungstausch.

Dazu gehört natürlich auch, dass Wohnen nix kostet (es gibt keine Rendite mehr mit der Miete), Parkplätze sind enorm teuer (es gibt nur einige in Tiefgaragen oder Parkhäusern, ansonsten ist die Fläche auf der Strasse dafür zu schade, es gibt nur sehr vereinzelt die Möglichkeit, Elektroautos irgendwo zu parken).

Somit ist auch im Alltag mehr Zeit für Mobilität, alle haben Fahrräder, Lastenräder, Tandem-Busse, Tretroller, Inlineskates etc pp. und Laufen kommt wieder in Mode, weil die Aufenthaltsqualität in den Straßen enorm gestiegen ist (leiser, grüner, mehr Platz für Jung, Alt und Tier, bessere Luft...). Um aus dem Haus mit dem Rad auf die Straße zu kommen ist alles gut eingerichtet: Entweder die Bordsteine sind zurückgebaut oder es gibt vor jedem Haus Absenkungen. Zwischen den ehemaligen Stehzeug-Parkplätzen auf denen jetzt Fahrräder, Lastenräder, Ebikes, Krankenfahrstühle und andere Gefährte parken können, gibt es Sitzgelegenheiten und Hochbeete. In regelmäßigem Abstand werden Auffahrstellen freigehalten um vom Haus auf die Straße und von dort wieder auf den Gehweg zu kommen. 
Es gibt auf den Straßen in der Stadt außer Radfahrenden eigentlich nur noch eine Spur für Busse, Feuerwehr, Krankenwagen und schnelle e-Bikes.
Und, besonders schön: Auch Esel und Pferde und Kühe werden wieder vereinzelt und sehr behutsam zum Transport eingesetzt! - genug Grünflächen zum Grasen sind auch in der Stadt wieder vorhanden.
Die Autobahnen, soweit noch vorhanden, gehören den Fahrrädern. Viel Verkehrsfläche ist frei geworden und dient renaturiert der Versorgung und der Erholung von Mensch und Stadtklima (mehr Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, mehr Radweg-/Straßen-/Stadtbäume, Parks, Kinderbauernhöfe und Allmende-Streuobstwiesen...)

Die Müllabfuhr muss nicht mehr fahren, anstelle von Mülltonnen hat jedes Haus einen großen oder mehrere Komposte, aus denen die Erde für die Gemüsebeete gewonnen wird. Der wenige restliche Abfall wird zu den dezentralen Glascontainern oder zentralen Recyclinghöfen gebracht. Plastikmüll gibt's nicht mehr, da alles auf Zero-Waste umgestellt ist (die Steuer auf Plastik kann oder will sich kaum eine*r mehr leisten).

Lebensmittel müssen nur noch gekennzeichnet sein, wenn sie ausnahmsweise nicht biologisch erzeugt wurden oder künstliche Inhaltsstoffe enthalten. Es versteht sich von selbst dass Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden (Glyphosat ist europaweit verboten), der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen, tierische Produkte aus dem Meer und Produkte aus Landwirtschaft aus Flächen auf Regenwaldgebieten und nichtzertifizierter Forstwirtschaft bei empfindlichen Strafen untersagt sind. Vegan leben ist nicht "in", hip oder cool sondern Standard. Es gibt kaum noch Supermärkte, die Lebensmittel werden dezentral über Foodcoops verteilt, CSA ist kein Hobby mehr sondern auch irgendwie selbstverständlich. Zudem sind ja in der Stadt durch die mangels Autos freigewordenen Flächen überall Stadtgärten und Gemeinschaftsgärten entstanden. Das Obst wächst quasi wieder am Weg und kann bedenkenlos sofort genossen werden. Da alle bewusster Lebensmittel konsumieren, da sie sie selber (mit-) produzieren, wird auch nichts mehr verschwendet. Sollte mal zuviel übrig sein, wird es in der Nähe dankbar abgenommen. 

Die Verschenke-Kultur ist groß geworden. Nachbar*innen sind so gut vernetzt, dass sich Geräte und alles mögliche geteilt werden. Es gibt Geräteräume in den Häusern / Vierteln, auf die alle Zugriff haben. Besitz ist nebensächlich geworden! Einander wird viel geholfen, das Leben findet in den Höfen, Gemeinschaftsräumen und Gärten statt. Nicht selten ersetzen Nachbar*innenschaftliche Dienste ehemals staatliche oder Bezahl- Dienste wie Kinderbetreuung, Unterricht oder Krankenpflege. Tauschringe sind überflüssig da ohnehin alle mit allen so gut vernetzt sind, dass sich gegenseitig geholfen wird und für- und miteinander gearbeitet wird wo es geht.  

Da der Konsum auch weitest möglich reduziert wurde sind Lastkraftwagen kaum noch nötig, Lastenräder transportieren von Verteilzentren was der eigene Garten nicht hergibt, urban gardening auf freigewordenen Verkehrsflächen, Repaircafés allerorten.
Der ÖPNV ist kostenlos, die Takte stark verdichtet, es gibt auch in Bussen und in Bahnen Großraumabteile mit Schwellen für die Hubwagen und Lastenräder um in den Öffis Lasten transportieren zu können... Peu à peu einen Umzug mit der S-Bahn zu unternehmen ist normal :-)

Auf dem Land hat E-Mobilität da natürlich noch eine ganz andere Rolle. Auch da ist das ÖPNV-Netz deutlich verbessert und verdichtet worden so dass es keine Autos mehr braucht um zur Arbeit oder in die Stadt zu kommen...

https://www.reflecta.network/changemaker/lena-knote

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Sybevna Onpuzrvre
stellt eine Frage · vor etwa 5 Jahren

Kreative:r Gestalter:in gesucht: Entwurf des Gesellschaft-Logos

Hallo in die Runde, 

als mäßig begabter Zeichner und Künstler, suche ich eine Unterstützer:in, für den Entwurf eines Logos für mein Projekt bzw. die zu gründende Gesellschaft.

Ich freue mich über jede Info, Inspiration oder Unterstützung.

Sonnige Grüße,

Florian

Thema: Gründung
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Treevrg Fpujra
teilt etwas mit · vor etwa 5 Jahren

ABSTIMMUNG FORSCHUNG: WIE GELINGEN GEMEINSCHAFTSPROJEKTE?

Bis zum 21. Juni für Reallabor Gut Alaune abstimmen:

www.gesellschaft-der-ideen.de -> Mitmachen -> Konzept bewerten -> Reallabor Gut Alaune

Zusammen mit der Gemeinschaft Gut Alaune e.V. habe ich ein Forschungsprojekt entwickelt: Über zwei Jahre wollen wir mit wissenschaftlichen Partnern wie der Alanus HS, FH Potsdam und dem IÖW und Netzwerken wie u.a. GEN Deutschland, Transition Town und dem Verbund Offener Werkstätten am Beispiel des Vereines typische Herausforderungen für gemeinschaftlich getragene Projekte untersuchen und Lösungen entwickeln. Mehr Infos & Newsletter hier.

Um das Projekt zu finanzieren haben wir uns beim Wettbewerb „Gesellschaft der Ideen“ beworben. In der aktuellen Phase des Wettbewerbes werden auf Grundlage einer online Abstimmung und Gutachten zehn von 28 eingereichten Projekten gefördert.

Für die Abstimmung musst Du Deinen Namen angeben und drei Fragen beantworten. Da das mehrere Minuten dauert ist die Beteiligung bislang gering – daher: jede Stimme macht einen Unterschied!

PS: Als Fortschritt der letzten Monate (2. Frage bei der Bewertung) kannst Du etwas allgemeines wie die Ausarbeitung konkreter Ziele für die nächsten zwei Jahre angeben.

Bitte weiter verbreiten! 

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Avpbyr Jbys · vor etwa 5 Jahren
Avpbyr Jbys · vor etwa 5 Jahren

Hey, klingt das hier für Frage 3 gut für dich?

"Entwicklung von Kennzahlen zur Messung der Zielerreichung; Wirkungsmessung; Planung von Verstetigung und Transfer der Ergebnisse."

Treevrg Fpujra · vor etwa 5 Jahren

Klingt gut! Danke für Deine Beteiligung @Nicole Wolf

Treevrg Fpujra · vor etwa 5 Jahren

Super! Weißt Du Nicole Wolf wie der Newsletter bei gemeinschaftsgetragen funktioniert? Sollte ich an [email protected] direkt den Text an die Leser*innen schicken? Oder geht das erstmal an die Redaktion?

Avpbyr Jbys · vor etwa 5 Jahren

Ich glaub, es ist ein redaktioneller Newsletter, keine Mailingliste. Am besten, du nimmst direkt Kontak auf.

https://gemeinschaftsgetragen.de/kontakt/

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bits4kids.network
teilt etwas mit · vor fast 5 Jahren

Pilotprojekt Pepper

Bits4Kids startet am 17.08.2021 das Pilotprojekt Pepper in Kooperation mit der Zukunftswerkstatt Buchholz und dem Polizeihauptkommisar Jens Mollenhauer. Hier ergründen wir die künstliche Intelligenz und Fragen gemeinsam mit den Kindern,  ob Roboter menschliches Verhalten erlernen können und wie diese richtiges von unangebrachten Verhalten unterscheiden können. Das Projekt ist Teil der LernRäume 4 und dient der Wiedereingliederung der Schüler:Innen in den Schulalltag.

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Purpose Retreats
teilt etwas mit · vor fast 5 Jahren
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Purpose Retreats
teilt etwas mit · vor fast 5 Jahren

Orientierungs-Retreat vom 27. bis 29. August in Bonn

Nach einer intensiven Testphase findet Ende August unser erstes offizielles Orientierungs-Retreat statt. Wir richten uns damit in erster Linie an Schulabsolvent*innen und Student*innen, die mit den großen Fragen des Lebens nicht weiterkommen und Orientierungshilfe gebrauchen können.

Mehr Infos dazu auf unserer Webseite.

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Zvpunry Zöevxr
teilt etwas mit · vor mehr als 4 Jahren

Heute Eröffnung Integrata-Akademie

Heuet - am Welttag der Stiftungen - eröffnen wir am Abend um 18 Uhr unsere neue Integrata-Akademie mit einem spannenden Beitrag über maschinelles Bewusstsein: Prof. Karsten Wendland beschreibt darin, "was Menschen denken und was Maschinen tun". Anmeldung: www.integrata-akademie.de 

Jetzt anmelden zur Integrata-Akademie - Integrata Stiftung

Die Integrata Stiftung bietet mit der Integrata Akademie ein berufsbegleitendes Schulungs- und Weiterbildungsangebot, um Kenntnisse und Kompetenzen im U...

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E.W.O.K. — Erfolgreich WertOrientiert Kreativ
teilt etwas mit · vor mehr als 4 Jahren

Erfolgreich. Wertorientiert. Kreativ. — Der Podcast

Der Podcast ist da! Freut euch auf eine erste Staffel aus 6 Folgen, die verschiedene Themen der wertorientierten Arbeit in der Kreativbranche beleuchten.

Alle 14 Tage kommt eine neue Episode heraus. Bitte unterstützt uns, indem ihr den Podcast abonniert und weiterempfehlt.

Hier findet ihr uns:

Spotify

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Deezer

Weitere Plattformen werden folgen, sodass ihr uns bald überall findet, wo es Podcasts gibt.

Erfolgreich — Wertorientiert — Kreativ | Wie wir als Kreativbr...

Listen to Erfolgreich — Wertorientiert — Kreativ | Wie wir als Kreativbranche die Welt verbessern on Spotify. Was wäre, wenn Kreative ihre Arbeit und Ex...

Eba Xryyreznaa · vor mehr als 4 Jahren

Viel Erfolg mit deinen Podcasts, Sabine. Hat Spaß gemacht.

Gelöschtes Mitglied · vor mehr als 4 Jahren

Das merkt man. :)

Zntahf Erzobyq · vor mehr als 4 Jahren

Ja, dann werde ich da mal reinschnuppern!

Danke für den Hinweis.

Puevfgvna Züyyre · vor mehr als 4 Jahren

Gratulation zum Start. Wird gleich mal abonniert. :)

Gelöschtes Mitglied · vor mehr als 4 Jahren

Gute Wahl Christian Müller  :)

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Oôon Zèaqr
teilt etwas mit · vor mehr als 4 Jahren
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Zvpunry Zöevxr
teilt etwas mit · vor mehr als 4 Jahren

Am 1. November 18 Uhr beurteilt Prof. Grün die Wertung der Werte durch KI aus philosophischer Sicht. Anmeldung zur kostenlosen Teilnahme: www.integrata-akademie.de

Angelehnt an das Studium Generale bietet die öffentliche Online-Reihe Interessierten die Möglichkeit, KI aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Dies stärkt die Mündigkeit der BürgerInnen, Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und deren Chancen zu erkennen. KI soll möglichst entmystifiziert werden, so dass eine sachliche Diskussionsgrundlage geschaffen wird.

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Zvpunry Zöevxr · vor mehr als 4 Jahren

Danke dafür - ist wirklich hübsch und vor allem verständlich dargestellt!
Da sieht man auch wieder, was die Ziele bewirken, die den Algorithmen vorgegeben werden: ALs Ziel ist vorgegebenen, zu messen, wie lange der/die Besucher/in den Post angesehen hat und daraus wird auf die (vermeintliche) "Wirksamkeit" geschlossen.  Man kann daran schön erkennen, ein einziges Ziel vorzugeben, ist zu wenig. Es braucht mehrere Ziele, die - passend - kombiniert werden müssen. Und schon ist man bei moralischen Fragen, die sich in so einfachen Fällen wie hier beschrieben aber noch ganz gut lösen ließen, wenn man (Facebook & CO) denn wollte. Genau solche Fragen stehen im Zentrum unseres Integrata-akademie. Wir freuen uns, wenn Sie "hereinspazieren"! (www.integrata-akademie.de).

Gelegentlich diskutieren wir dort auch den Begriff "KI"   :-) 

Zntahf Erzobyq · vor mehr als 4 Jahren

Ich habe hier einen ganz gut erklärenden Artikel zu den Lernenden Algorithmen (ich habe Schwierigkeiten mit dem Begriff „KI“) gefunden, der die Problematik der Ehtik in dem Bereich anschaulich illustriert:

https://krautreporter.de/3629-wann-bist-du-das-letzte-mal-von-einem-algorithmus-diskriminiert-worden?shared=51e4a0c8-41ce-44ae-a779-cc580c3ff4fd

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