Beiträge & Ankündigungen
Beiträge und Ankündigungen von Mitgliedern, Impact Startups, Kampagnen und Aktionen auf der Plattform.
Digitales N-Lab: Frieden und Ernährungssicherheit
29. November (15-18 Uhr)
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verdeutlicht einmal mehr auf erschreckende Weise den Zusammenhang zwischen globaler Ernährungssicherheit und Frieden. Im Hinblick auf steigende Preise für Energie und Agrarprodukte, insbesondere Getreide, wird die Abhängigkeit der Weltgemeinschaft von einer exportorientierten, industriellen Landwirtschaft deutlich. Auch in der Vergangenheit zeigte sich bereits vielfach Wechselwirkungen zwischen bewaffneten Konflikten und fehlender Ernährungssicherheit.
Die internationale Staatengemeinschaft und ihre Institutionen wie der Welternährungsrat (CFS) stehen vor großen Herausforderungen. Wie gelingt es uns, zukünftige Konflikte, die (regionale/ globale) Auswirkungen auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln haben zu vermeiden oder Reglungsmöglichkeiten zu etablieren, welche das globale Ernährungssystem nicht gefährden? Wie können resiliente Agrar- und Ernährungssysteme aussehen, die eine globale Ernährungssicherheit gewährleisten?
Das Ziel des N-Lab ist es, verschiedene Perspektiven auf die Themenbereiche Frieden und Ernährungssicherheit kennenzulernen sowie deren Zusammenhänge zu verdeutlichen. Im Rahmen der dreistündigen Veranstaltung sollen verschiedene Lösungsansätze thematisiert und Handlungsoptionen für Akteur*innen der Zivilgesellschaft diskutiert werden.
Das N-Lab richtet sich an Organisationen und interessierte Personen aus der Nachhaltigkeitsbewegung, Aktive aus der Friedensarbeit sowie Akteur*innen aus den Bereichen der Agrar- und Ernährungswirtschaft.
In der digitalen Veranstaltung werden verschiedene Konzepte und Praxisbeispiele vorgestellt. Als Referent:innen begrüßen wir u.a. Dr. Sascha Werthes, wissenschaftl. Mitarbeiter mit Schwerpunkt in Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Trier sowie Prof. Dr. Alexander Lohner, Grundsatzreferent bei Misereor. Im Anschluss daran verdeutlichen zwei Praxisbeispiele, welche Handlungsmöglichkeiten uns hier vor Ort in Bezug auf Friedensarbeit sowie nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollen diese und weitere Ansätze diskutiert und mögliche Empfehlungen für Entscheidungsträger*innen erarbeitet werden.
Termin: 29.11.22 15.00 – 18.00 Uhr digital via zoom
Anmeldung Hier: https://www.renn-netzwerk.de/west/n-lab-frieden-ernaehrungssicherheit
RENN vernetzt Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen, damit eine nachhaltige Entwicklung in unseren Regionen gelebte Praxis wird.
AB JETZT BEWERBEN: Forschungswerkstatt Motivation & Resilienz - 5.-7.5. Waldkappel
Forschungswerkstatt Motivation & Resilienz in selbstorganisierten Gruppen
Mit Gerriet Schwen und Eva Junge vom Wandelwerk e.V.
Zeiten: 05. Mai 14 Uhr — 07. Mai 15 Uhr
Fuchsmühle, Friemer Straße 17, Waldkappel
25 kostenfreie Plätze — ab jetzt Bewerben!
Durch selbstorganisierte und gemeinschaftsgetragene Projekte kommt viel Zukunftsfähiges in die Welt: Solidarische Landwirtschaften, offene Werkstätten, Transition-Town-Gruppen, Wohnprojekte, soziokulturelle Freiräume, Gemeinschaftsgärten, politische Initiativen sowie soziale Bewegungen, u. v. m.
Im ReallaborGutAlaune untersuchen wir typische Herausforderungen in solchen Gruppen. Eine wiederkehrende Herausforderung ist, dass Menschen im (oft ehrenamtlichen) Engagement für eine bessere Welt ausbrennen. Zivilgesellschaftliche Initiativen arbeiten oft mit geringen finanziellen Ressourcen, zusätzlich zu Lohnarbeit, Familie etc. und durch die Selbstorganisation kommen zur spezifischen Arbeit noch soziale Herausforderungen hinzu.
Wie können wir selbstorganisierte Projekte so nachhaltig gestalten, dass die Beteiligten sich nicht über ihre Kräfte verausgaben?
Dazu veranstalten wir eine Forschungswerkstatt mit Aktiven aus selbstorganisierten Projekten und Studierenden. Ziel ist es das Problem besser zu verstehen uns über Kraftquellen im Inneren, Miteinander und der Naturwahrnehmung auszutauschen. Neben kleinen Impulsvorträgen werden wir vor allem in Open Spaces und World Cafés arbeiten.
Die Forschungswerkstatt findet in der Fuchsmühle in Waldkappel statt. Wir zelten und bringen uns alle bei Arbeiten wie Kochen und Putzen ein. Durch die Förderung vom Bundesforschungsministerium entstehen außer Fahrkosten keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung.
Wir vergeben die Plätze nach den drei Kriterien
1) Hat das Thema für Dich eine hohe Relevanz?
2) Haben wir eine bunte Mischung in der Gruppe? und
3) Können wir davon ausgehen, dass die Erfahrungen weitergegeben werden.
Bewerbung bis 21. März!
Zu- und Absagen bis 31. März
Fragen an [email protected]
Bewerbung unter www.ReallaborGutAlaune.de/Mitmachen
Sinnstiftender Job ab Juni 2024 - Projektkoordination in Hannover
Der VEN (Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V.) sucht ab dem 15.06.2024 eine*n Projektkoordinator*in als Elternzeitvertretung. Das Projekt "Weltbaustelle Ernährung" thematisiert mit verschiedenen Formaten die globalen Zusammenhänge rund um die Ernährung und Landwirtschaft in Niedersachsen.
Werde Teil des Teams in der VEN-Geschäftsstelle Hannover und arbeite mit uns für eine global gerechten und nachhaltige Welt. Bewerbungsschluss ist der 10.05.2024.
weitere Infos auf www.ven-nds.de
Der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) ist das 1991 gegründete unabhängige Landesnetzwerk entwicklungspolitischer Nichtregierungsorgan...
Open-Source-Programmier*innen für regenerative Landwirtschaft gesucht!
Hallo zusammen,
wir von FoodCoopX suchen noch Programmier*innen, welche ehrenamtlich in einem Open-Source-Projekt hier und da mitarbeiten möchten. Wir entwickeln Open-Source-Software für Gemüsegenossenschaften und Solawis. :)
Gerne bei Gerold oder mir unter [email protected] melden, bzw. gerne die Ausschreibung im Bekannten-Kreis teilen oder weiterleiten. :)
Danke euch und einen schönen ersten Advent!
Liebe Grüße,
Marcus
Unser Crowdfunding hat begonnen 🎉
🚀 Unser Crowdfunding für den nächsten Schritt unserer zirkulären Klimaschutzprojekte ♻ ist gestartet
https://www.startnext.com/closing-the-loop
💡
Worum gehts: Mit dem Forschungsprojekt ClimEtSan und seit 2022 mit
unserem Impact Start-Up ClimEtSan-OnTheGround (ein Spin-Off des Forschungszentrum Jülich)
sind wir nun seit 8 Jahren in Äthiopien aktiv. Wir verbinden
Pflanzenkohle-produzierende, rauchfreie Kochöfen mit ökologischer
Sanitärversorgung und Pflanzenkohle-Humusdünger.
🔥 Wir konnten bereits eine Ofenwerkstatt aufbauen, die lokal in
Äthiopien Pyroylse-Kochöfen herstellt. Schon 100 Haushalten nutzen
unsere energiesparenden und rauchfreien Kochöfen. Nun produzieren unsere
Ofennutzerinnen beim Kochen so viel Pflanzenkohle, dass wir anfangen
können Pflanzenkohle-Dünger herzustellen.
🚽♻️
Deswegen soll nun der nächste Schritt zum Schließen wertvoller
Nährstoffkreisläufen folgen: der Bau unseres ersten öffentlichen
Öko-Toilettenhauses, für eine Community von über 2000 Menschen, die keinen Zugang zu menschenwürdiger Sanitärversorgung haben.
💩🌱
Wir nutzen Trockentoiletten mit Sägespäne-Einstreu und verwandeln durch
Heißkompostierung die Abfälle in sicheren und nährstoffreichen
Pflanzenkohle-Kompost.
🌾Ein
in Äthiopien dringend benötigter organischer Dünger, mit dem
Kleinbauern unterstützt und ausgelaugte Böden wieder fruchtbar gemacht
werden.
Durch das Crowdfunding wollen
wir das Öko-Toilettenhaus und eine Pilot-Kompostieranlage finanzieren!
So können wir einen weiteren einen wichtigen Schritt tun, um in Zukunft
unsere zirkulären Klimaschutzprojekte über CO2-Zertifikate zu
finanzieren. 🌍
Folgen könnt ihr unserer Kampagne auf Instagram
https://www.instagram.com/climetsan/
und LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/climetsan-ontheground
Schaut gerne auf unserer Startnext
Seite vorbei und teilt sie mit euren Lieblings-Netzwerken:
https://www.startnext.com/closing-the-loop
Eurer Team von ClimEtSan-OnTheGround
Crowdfunding Kampagne von ClimEtSan-OnTheGround. Wir bauen ein Öko-Toilettenhaus in Äthiopien – für gesunde Böden, sichere Ernten und eine starke...
Wir suchen wieder Verstärkung für unser Team bei Organifarms.
Unser Team bei Organifarms sucht Untersützung im Bereich Finanzen. Hast du Interesse mit uns die Landwirtschaft von Morgen zu gestalten? Dann sende uns gerne deine Bewerbung an [email protected]
Mehr Informationen zu der Ausschreibung findest du im Anhang.
Wir freuen uns auf dich 🙂
Wir entwickeln flexible Automatisierungstechnik für Vertical Farming Systeme, um den nachhaltigen Anbau von diversen Obst- und Gemüsesorten zu ermöglichen.
Nochmal Utopia
Ich möchte gern meine Vision von morgen mit euch teilen.
Es ist
alles ausgedacht. Das Gedankenspiel, das von der Verkehrswende her gedacht wurde soll Lust machen sich mal
vorzustellen wie viel wir gewinnen könnten wenn wir bereit sind zu
verzichten. Es geht erstmal nicht darum wie realistisch diese
Zielvorstellung ist oder wie sie erreicht werden könnte, sondern erstmal
nur darum, wie es sich anfühlen würde - wie paradiesisch es sein könnte
an so einem Ort zu leben...
Über Hinweise und Ergänzungen freue ich mich!
Hier meine "Story":
Autos/motorisierter
Individualverkehr (Verbrenner) in städtischen Räumen und für
Langstrecken gibt es nicht mehr. Fluglärm auch nicht.
Es gibt kaum
noch Arbeitsplätze in der Automobilbranche, und auch in allen anderen
Bereichen ist das Credo nicht mehr Arbeitsplätze und Wachstum. Bei
"Wirtschaft" denken die Menschen wieder eher an eine Kneipe oder ein
Restaurant.
Alle arbeiten weniger, z.B. 4 Tage die Woche à 6
Stunden, oder eben soviel wie sie wollen, da das bedingungslose
Grundeinkommen zum Leben reicht. Dafür ist aber für alle Arbeit da.
Eine
Robotersteuer wurde eingeführt für Tätigkeiten, die Maschinen
verrichten, die auch von Menschen gemacht werden könnten (ähnlich
Sozialversicherung).
Care-Arbeit (Kinderbetreuung,
Haushaltstätigkeiten, Altenpflege, medizinische Pflege...) bekommt ihren
gerechten Lohn, Sozialversicherung und vor allem auch Rente.
Zudem gibt es mehr Urlaubstage.
Um
in den Urlaub zu fahren, ist mehr Zeit! Die Autobahnen wurden
zurückgebaut und durch Radwander-Alleen ersetzt. Rasthöfe sind Herbergen
geworden, die von den umliegenden Höfen versorgt werden.
Die
Bahnfahrten sind erschwinglich, die Aufenthaltsqualität in den Zügen so,
dass der Urlaub bereits beim Zusteigen anfängt (Spiel-, Schlaf- Eß-,
Arbeits-Abteile, Telefonzellen, Fahrradwagen und Duschen in den Zügen
sind Standard geworden. Da fährt man gern ans Mittelmeer zum
Wohnungstausch.
Dazu gehört natürlich auch, dass Wohnen nix kostet (es gibt keine Rendite mehr mit der Miete), Parkplätze sind enorm teuer (es gibt nur einige in Tiefgaragen oder Parkhäusern, ansonsten ist
die Fläche auf der Strasse dafür zu schade, es gibt nur sehr vereinzelt
die Möglichkeit, Elektroautos irgendwo zu parken).
Somit ist auch im
Alltag mehr Zeit für Mobilität, alle haben Fahrräder, Lastenräder,
Tandem-Busse, Tretroller, Inlineskates etc pp. und Laufen kommt wieder
in Mode, weil die Aufenthaltsqualität in den Straßen enorm gestiegen ist
(leiser, grüner, mehr Platz für Jung, Alt und Tier, bessere Luft...).
Um aus dem Haus mit dem Rad auf die Straße zu kommen ist alles gut
eingerichtet: Entweder die Bordsteine sind zurückgebaut oder es gibt vor
jedem Haus Absenkungen. Zwischen den ehemaligen Stehzeug-Parkplätzen
auf denen jetzt Fahrräder, Lastenräder, Ebikes, Krankenfahrstühle und
andere Gefährte parken können, gibt es Sitzgelegenheiten und Hochbeete.
In regelmäßigem Abstand werden Auffahrstellen freigehalten um vom Haus
auf die Straße und von dort wieder auf den Gehweg zu kommen.
Es gibt
auf den Straßen in der Stadt außer Radfahrenden eigentlich nur noch
eine Spur für Busse, Feuerwehr, Krankenwagen und schnelle e-Bikes.
Und,
besonders schön: Auch Esel und Pferde und Kühe werden wieder
vereinzelt und sehr behutsam zum Transport eingesetzt! - genug
Grünflächen zum Grasen sind auch in der Stadt wieder vorhanden.
Die
Autobahnen, soweit noch vorhanden, gehören den Fahrrädern. Viel
Verkehrsfläche ist frei geworden und dient renaturiert der Versorgung
und der Erholung von Mensch und Stadtklima (mehr Kleingärten,
Gemeinschaftsgärten, mehr Radweg-/Straßen-/Stadtbäume, Parks,
Kinderbauernhöfe und Allmende-Streuobstwiesen...)
Die Müllabfuhr muss
nicht mehr fahren, anstelle von Mülltonnen hat jedes Haus einen großen
oder mehrere Komposte, aus denen die Erde für die Gemüsebeete gewonnen
wird. Der wenige restliche Abfall wird zu den dezentralen Glascontainern
oder zentralen Recyclinghöfen gebracht. Plastikmüll gibt's nicht mehr,
da alles auf Zero-Waste umgestellt ist (die Steuer auf Plastik kann oder
will sich kaum eine*r mehr leisten).
Lebensmittel müssen nur noch
gekennzeichnet sein, wenn sie ausnahmsweise nicht biologisch erzeugt
wurden oder künstliche Inhaltsstoffe enthalten. Es versteht sich von
selbst dass Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden (Glyphosat ist
europaweit verboten), der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen,
tierische Produkte aus dem Meer und Produkte aus Landwirtschaft aus
Flächen auf Regenwaldgebieten und nichtzertifizierter Forstwirtschaft
bei empfindlichen Strafen untersagt sind. Vegan leben ist nicht "in",
hip oder cool sondern Standard. Es gibt kaum noch Supermärkte, die
Lebensmittel werden dezentral über Foodcoops verteilt, CSA ist kein
Hobby mehr sondern auch irgendwie selbstverständlich. Zudem sind ja in
der Stadt durch die mangels Autos freigewordenen Flächen überall
Stadtgärten und Gemeinschaftsgärten entstanden. Das Obst wächst quasi
wieder am Weg und kann bedenkenlos sofort genossen werden. Da alle
bewusster Lebensmittel konsumieren, da sie sie selber (mit-)
produzieren, wird auch nichts mehr verschwendet. Sollte mal zuviel übrig
sein, wird es in der Nähe dankbar abgenommen.
Die Verschenke-Kultur
ist groß geworden. Nachbar*innen sind so gut vernetzt, dass sich Geräte
und alles mögliche geteilt werden. Es gibt Geräteräume in den Häusern /
Vierteln, auf die alle Zugriff haben. Besitz ist nebensächlich
geworden! Einander wird viel geholfen, das Leben findet in den Höfen,
Gemeinschaftsräumen und Gärten statt. Nicht selten ersetzen
Nachbar*innenschaftliche Dienste ehemals staatliche oder Bezahl- Dienste
wie Kinderbetreuung, Unterricht oder Krankenpflege. Tauschringe sind
überflüssig da ohnehin alle mit allen so gut vernetzt sind, dass sich
gegenseitig geholfen wird und für- und miteinander gearbeitet wird wo es
geht.
Da der Konsum auch weitest möglich reduziert wurde sind
Lastkraftwagen kaum noch nötig, Lastenräder transportieren von
Verteilzentren was der eigene Garten nicht hergibt, urban gardening auf
freigewordenen Verkehrsflächen, Repaircafés allerorten.
Der ÖPNV ist
kostenlos, die Takte stark verdichtet, es gibt auch in Bussen und in
Bahnen Großraumabteile mit Schwellen für die Hubwagen und Lastenräder um
in den Öffis Lasten transportieren zu können... Peu à peu einen Umzug
mit der S-Bahn zu unternehmen ist normal :-)
Auf dem Land hat
E-Mobilität da natürlich noch eine ganz andere Rolle. Auch da ist das
ÖPNV-Netz deutlich verbessert und verdichtet worden so dass es keine
Autos mehr braucht um zur Arbeit oder in die Stadt zu kommen...
Eieiei die Verkehrswende... Ich bin mit einem sich einenden Europa groß geworden. Erst verschwand die Ost-Mark, dann die D-Mark. Der Bolognaprozess machte studieren in ganz Europa viel einfacher. Flüge fast zum Nulltarif machten es zudem unglaublich verlockend, unseren "Kontinent" zu entdecken und zu erfahren.
Und so ist meine Familie auch multinational geworden. Wir sprechen in der Familie täglich 4 Sprachen. Auch enge Freunde kommen aus allen Ecken und Enden Europas.
Erst langsam kam die Erkenntnis, dass das alles nur durch cheap-oil und andere fossile Brennstoffe möglich ist. (Und dieses Modell auch in Zukunft nur mit massivem Einsatz von Energie zu erhalten wäre.) Gegenseitige Besuche erfordern (noch) oft den Flieger.
Also schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Einerseits mit dem Wissen, dass Fernreisen für uns und die gesamte Menschheit nicht alltäglich werden dürfen. Andererseits mit dem Reichtum, von anderen Kulturen zu lernen und zusammenzuwachsen.
Wie bringen wir das unter einen Hut? Was tun, wenn fliegen schlecht ist, aber die Großeltern die Enkelkinder vermissen? Nur zwei Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft: Dann vermissen sie sie eben. Oder wir entscheiden uns gegen ein getrenntes Leben und bleiben am gleichen Ort.
_____
In meiner Vision ist das Fliegen fast gänzlich verschwunden oder wird wieder ein absolutes Ausnahmeereignis. Schiffsreisen ebenfalls. Ein modernes (aber langsames) internationales Bahnstreckennetz wird wiederbelebt und ausgebaut. Fernreisen dauern wieder und sind etwas besonderes anstatt die Regel. Berufliches Pendeln ist für die Masse der Menschen pure Zeit- und Geldverschwendung.
Ähnlich beim Warentransport: Lokale Produktions- und Produktkreisläufe sind die Regel. Die "Konsumgesellschaft" ist passee. Die "Fabrik für die Welt" in Südostasien ebenfalls. Neuanschaffungen halten und halten und halten und können bei Bedarf einfach repariert werden. In der Folge ist der Warentransport über Schiff und Laster stark reduziert.
____
Was mach' ich gerade daraus?
- Auto so oft es geht stehen lassen. (Das geht auf der Insel nicht immer.) Es in ein Gemeingut verwandeln und perspektivisch ohne auskommen. Fahrgemeinschaften bilden. Hitchhiken.
- Reine "Urlaubsreisen" ausschließen. Besuche bei weit entfernten Verwandten und Freunden lange dauern lassen und dafür die Anzahl der Besuche reduzieren. Immer erst Bahnmöglichkeiten oder Busreisen recherchieren. Auch wenn der Komfort leidet.
- Lokal produzierte saisonale Lebensmittel intensiv nutzen. Wenig Materielles brauchen. Konsum als letzte von vielen Optionen, das Ziel zu erreichen. Eventuell das Ziel ändern.
- Raus gehen und mich mit dem verbinden, was ich retten möchte. Der Natur zuhören und sie kennenlernen. Dem nachspüren, was da lebt und wie es lebt.
- Dazu lernen. Diskutieren. Revidieren. Meine Vision weiterentwickeln. Mich verbinden. Und mich aus meiner Komfortzone pushen, so oft ich das eben kann. =)
Das ist keinesfalls DIE Antwort. Nur meine persönlichen ersten Babyschritte zu mehr Respekt und Verantwortung für meine Um- und Mitwelt.
Hej Axel,
klar arbeite ich sie ein.
Der durchaus freundlichere Ton Deines letzten Posts macht es mir leichter, Deine Kritikpunkte aus der ersten Nachricht nochmal anzuschauen.
Ich glaube ich habe Deinen Punkt noch nicht ganz verstanden - geht es Dir darum, dass keine Akkus mehr hergestellt werden sollen? Den Gedanken finde ich durchaus spannend.
Ein weiterer Aspekt, den ich mich grad immer frage: Wohin mit all dem Schrott? Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass (zumindest die Städte) autofrei(er) werden, was wird dann aus all den Karossen und Bauteilen? Die sinnvoll zu zerlegen und weiterzuverwenden sehe ich auch noch keine Konzepte. Vielleicht weißt Du da mehr?
Und - was sind Deine Alternativen für Flug- und Schiffsverkehr? Ich kenne mich da nicht so aus.
Ein Projekt ist es nicht wirklich. Eher ein Versuch. Ganz nach dem Motto "Versuch macht klug" ;)
Danke für Deine Wünsche!
Vielen Dank für's Teilen Lena! Und für deinen Mut, dich angreifbar zu machen. Natürlich gibt es dafür gleich was auf den Deckel in den Kommentaren. =) Zukunft ist ein Aushandlungsprozess: Eine*r traut sich nach vorn, die andern hacken drauf rum. Ich sehe für mich sehr viel erstrebenswertes in deiner Vision!
Ach, Gerrit, danke!
Ich weiß auch nicht, was die Menschen so griesgrämig macht. Dass sie selbst nicht auf die Idee gekommen sind?
Macht mich traurig, das Gegenteil von dem zu bewirken, was ich vorhatte: Andere anstecken, begeistern, zu motivieren mitzuträumen. Konstruktiv.
Vielleicht muss ich das nächste Mal absichtsfreier herangehen. ;-)
Nochmal Utopia
Von Lena Knote, Berlin:
Das Gedankenspiel, das von der Verkehrswende her gedacht wurde soll Lust machen sich mal vorzustellen wie viel wir gewinnen könnten wenn wir bereit sind zu verzichten. Es geht erstmal nicht darum wie realistisch diese Zielvorstellung ist oder wie sie erreicht werden könnte, sondern erstmal nur darum, wie es sich anfühlen würde - wie paradiesisch es sein könnte an so einem Ort zu leben...
Autos/motorisierter Individualverkehr (Verbrenner) in städtischen Räumen und für Langstrecken gibt es nicht mehr. Fluglärm auch nicht.
Es gibt kaum noch Arbeitsplätze in der Automobilbranche, und auch in allen anderen Bereichen ist das Credo nicht mehr Arbeitsplätze und Wachstum. Bei "Wirtschaft" denken die Menschen wieder eher an eine Kneipe oder ein Restaurant.
Alle arbeiten weniger, z.B. 4 Tage die Woche à 6 Stunden, oder eben soviel wie sie wollen, da das bedingungslose Grundeinkommen zum Leben reicht. Dafür ist aber für alle Arbeit da.
Eine Robotersteuer wurde eingeführt für Tätigkeiten, die Maschinen verrichten, die auch von Menschen gemacht werden könnten (ähnlich Sozialversicherung).
Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Haushaltstätigkeiten, Altenpflege, medizinische Pflege...) bekommt ihren gerechten Lohn, Sozialversicherung und vor allem auch Rente.
Zudem gibt es mehr Urlaubstage.
Um in den Urlaub zu fahren, ist mehr Zeit! Die Autobahnen wurden zurückgebaut und durch Radwander-Alleen ersetzt. Rasthöfe sind Herbergen geworden, die von den umliegenden Höfen versorgt werden.
Die Bahnfahrten sind erschwinglich, die Aufenthaltsqualität in den Zügen so, dass der Urlaub bereits beim Zusteigen anfängt (Spiel-, Schlaf- Eß-, Arbeits-Abteile, Telefonzellen, Fahrradwagen und Duschen in den Zügen sind Standard geworden. Da fährt man gern ans Mittelmeer zum Wohnungstausch.
Dazu gehört natürlich auch, dass Wohnen nix kostet (es gibt keine Rendite mehr mit der Miete), Parkplätze sind enorm teuer (es gibt nur einige in Tiefgaragen oder Parkhäusern, ansonsten ist die Fläche auf der Strasse dafür zu schade, es gibt nur sehr vereinzelt die Möglichkeit, Elektroautos irgendwo zu parken).
Somit ist auch im Alltag mehr Zeit für Mobilität, alle haben Fahrräder, Lastenräder, Tandem-Busse, Tretroller, Inlineskates etc pp. und Laufen kommt wieder in Mode, weil die Aufenthaltsqualität in den Straßen enorm gestiegen ist (leiser, grüner, mehr Platz für Jung, Alt und Tier, bessere Luft...). Um aus dem Haus mit dem Rad auf die Straße zu kommen ist alles gut eingerichtet: Entweder die Bordsteine sind zurückgebaut oder es gibt vor jedem Haus Absenkungen. Zwischen den ehemaligen Stehzeug-Parkplätzen auf denen jetzt Fahrräder, Lastenräder, Ebikes, Krankenfahrstühle und andere Gefährte parken können, gibt es Sitzgelegenheiten und Hochbeete. In regelmäßigem Abstand werden Auffahrstellen freigehalten um vom Haus auf die Straße und von dort wieder auf den Gehweg zu kommen.
Es gibt auf den Straßen in der Stadt außer Radfahrenden eigentlich nur noch eine Spur für Busse, Feuerwehr, Krankenwagen und schnelle e-Bikes.
Und, besonders schön: Auch Esel und Pferde und Kühe werden wieder vereinzelt und sehr behutsam zum Transport eingesetzt! - genug Grünflächen zum Grasen sind auch in der Stadt wieder vorhanden.
Die Autobahnen, soweit noch vorhanden, gehören den Fahrrädern. Viel Verkehrsfläche ist frei geworden und dient renaturiert der Versorgung und der Erholung von Mensch und Stadtklima (mehr Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, mehr Radweg-/Straßen-/Stadtbäume, Parks, Kinderbauernhöfe und Allmende-Streuobstwiesen...)
Die Müllabfuhr muss nicht mehr fahren, anstelle von Mülltonnen hat jedes Haus einen großen oder mehrere Komposte, aus denen die Erde für die Gemüsebeete gewonnen wird. Der wenige restliche Abfall wird zu den dezentralen Glascontainern oder zentralen Recyclinghöfen gebracht. Plastikmüll gibt's nicht mehr, da alles auf Zero-Waste umgestellt ist (die Steuer auf Plastik kann oder will sich kaum eine*r mehr leisten).
Lebensmittel müssen nur noch gekennzeichnet sein, wenn sie ausnahmsweise nicht biologisch erzeugt wurden oder künstliche Inhaltsstoffe enthalten. Es versteht sich von selbst dass Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden (Glyphosat ist europaweit verboten), der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen, tierische Produkte aus dem Meer und Produkte aus Landwirtschaft aus Flächen auf Regenwaldgebieten und nichtzertifizierter Forstwirtschaft bei empfindlichen Strafen untersagt sind. Vegan leben ist nicht "in", hip oder cool sondern Standard. Es gibt kaum noch Supermärkte, die Lebensmittel werden dezentral über Foodcoops verteilt, CSA ist kein Hobby mehr sondern auch irgendwie selbstverständlich. Zudem sind ja in der Stadt durch die mangels Autos freigewordenen Flächen überall Stadtgärten und Gemeinschaftsgärten entstanden. Das Obst wächst quasi wieder am Weg und kann bedenkenlos sofort genossen werden. Da alle bewusster Lebensmittel konsumieren, da sie sie selber (mit-) produzieren, wird auch nichts mehr verschwendet. Sollte mal zuviel übrig sein, wird es in der Nähe dankbar abgenommen.
Die Verschenke-Kultur ist groß geworden. Nachbar*innen sind so gut vernetzt, dass sich Geräte und alles mögliche geteilt werden. Es gibt Geräteräume in den Häusern / Vierteln, auf die alle Zugriff haben. Besitz ist nebensächlich geworden! Einander wird viel geholfen, das Leben findet in den Höfen, Gemeinschaftsräumen und Gärten statt. Nicht selten ersetzen Nachbar*innenschaftliche Dienste ehemals staatliche oder Bezahl- Dienste wie Kinderbetreuung, Unterricht oder Krankenpflege. Tauschringe sind überflüssig da ohnehin alle mit allen so gut vernetzt sind, dass sich gegenseitig geholfen wird und für- und miteinander gearbeitet wird wo es geht.
Da der Konsum auch weitest möglich reduziert wurde sind Lastkraftwagen kaum noch nötig, Lastenräder transportieren von Verteilzentren was der eigene Garten nicht hergibt, urban gardening auf freigewordenen Verkehrsflächen, Repaircafés allerorten.
Der ÖPNV ist kostenlos, die Takte stark verdichtet, es gibt auch in Bussen und in Bahnen Großraumabteile mit Schwellen für die Hubwagen und Lastenräder um in den Öffis Lasten transportieren zu können... Peu à peu einen Umzug mit der S-Bahn zu unternehmen ist normal :-)
Auf dem Land hat E-Mobilität da natürlich noch eine ganz andere Rolle. Auch da ist das ÖPNV-Netz deutlich verbessert und verdichtet worden so dass es keine Autos mehr braucht um zur Arbeit oder in die Stadt zu kommen...
Jobs :)
Vielleicht ist das für jemanden hier eine Perspektive: Ein:e Referent:in und ein:e Sachbearbeiter:in werden für eine Geschäftsstelle Öko-Wertpapiere vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V gesucht. Details fndet ihr auf den Links.
Karriereportal der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern
Das Our Greenery Team wächst 🌱
Das Team von Our Greenery ist momentan auf der Suche nach Unterstützung im Bereich E-Mail Marketing. Our Greenery ist ein kleines Urban Gardening Start Up, das einen Teil dazu beitragen möchte Ernährung einfach gesund und nachhaltig zu gestalten. Die Mission ist es jedem Menschen das Anbauen von gesunder Nahrung im Wohnraum zu ermöglichen. Somit setzen wir uns für eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungsindustrie ein. Schaut euch hier gerne die Ausschreibung an und meldet euch bei Fragen :) https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6826470204059504641/
Hallo liebe Community! 👋🏽 Wir wollen unser Team erweitern im Bereich E-Mail Marketing. Wenn ihr jemanden kennt oder sogar die Person seid, die unserer...
N-Lab: Soziales Unternehmertum und Gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften
In der zweiteiligen Veranstaltungsreihe N-Lab zum Thema Soziales Unternehmertum und gemeinschaftsbasiertem Wirtschaften geht es um die Frage, wie unternehmerisches Handeln zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) eingesetzt werden kann.
Die Veranstaltung wird im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit (DAN) durchgeführt und richtet sich an Aktive in der Nachhaltigkeitsbewegung, interessierte Gründer*innen, Unternehmen und Wohlfahrtsverbände.
Teil 1: Di., 21.09.21 12.00 – 13.30 Uhr via zoom
Im ersten Teil der digitalen Veranstaltung werden verschiedene Konzepte und Praxisbeispiele vorgestellt. Als Referent:innen sind Birgit Heilig, Vorständin vom Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e.V., Timo Wans (myzelium) aus Trier sowie Nadine Stalpes, Gründerin aus der Eifel. Im Anschluss daran diskutieren die Teilnehmenden, welche Potentiale andere Wirtschaftsformen bieten, um Beiträge für eine nachhaltige Entwicklung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu leisten. Moderation: Patrick Weirich (ELAN e.V. / RENN.west)
Teil 2: Fr., 24.09.21 13.00 – 16.00 Uhr via zoom
Der zweite Teil der Veranstaltung ist als Online-Vertiefungsworkshop zum Thema gemeinschaftsbasiertem Wirtschaften konzipiert. Spätestens die Corona-Krise zeigt, wie wichtig anpassungsfähige, solidarische und resiliente Geschäftsmodelle sein können. Für die Umsetzung der Agenda 2030 bedarf es einer Transformation der Wirtschaft. Genossenschaften und Sharing-Modelle (z.B. solidarische Landwirtschaft, Car-Sharing oder Co-Living) gewinnen großen Zuspruch. Timo Wans und Nadine Stalpes erläutern in dem Workshop die Prinzipien gemeinschaftsbasierten Wirtschaftens anhand Fallstudien und Erfahrungsberichten. Im Anschluss haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in Kleingruppen anhand eigener Ideen gemeinschaftsbasierte Projekte zu entwickeln.
Teilnahme: Eine Teilnahme ist unabhängig von beiden Veranstaltungsteilen möglich. Beide Termine finden digital statt.
Anmeldung: Anmeldung bis zum 20.09.21. Nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular.
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