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Wissensaustausch

Puevfgbcure Fpuzvqubsre
stellt eine Frage · vor etwa einem Jahr

Gesucht: Sozioökologische Projekte mit kommunaler Kooperation

Hallo. 

Ich suche Projekte, die sozioökologische Ziele haben und mit Kommunen zusammen arbeiten. 

Als Scout für das Projekt "Synergisten" bin ich auf der Suche nach Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft oder Wirtschaft, die in Kooperation mit ihrer Kommune handeln und nachhaltige Ziele verfolgen, sei es in Bereichen wie Klimaschutz, soziale Teilhabe, Kreislaufwirtschaft, Bildung und Kultur, usw.

Diese Projekte suche ich für das Anerkennungsformat der "Synergisten" im Auftrag des Umwelt-Bundesamtes. Projektleitung hat das Nexusintistut in Berlin. Vorläufige Projektwebsite hier: https://nexusinstitut.de/synergisten

Wie genau die Anerkennung aussehen wird, wird im weiteren Verlauf auch mit den Projekten noch besprochen. Es soll aber nicht einfach nur irgendein Preis verliehen werden, und auch nicht einfach nur eine Liste auf irgendeiner Website entstehen. 

Was es geben soll, ist wie geschrieben noch nicht ganz klar. Ein paar Services sind schon herausgearbeitet: 

  • Unterstützung bei der Fördermittelakquise und -abrechnung, 
  • Unterstützung bei der Gewinnung von Fachkräften, 
  • sektionsübergreifende Vernetzungsförderung, 
  • Beteiligungsverfahren (Organisation / Moderation). 

Es geht unter anderem um: 

  • Projekte die langfristig angelegt sind (keine punktuellen Projekte) 
  • mit stabilen Strukturen 
  • Projekte mit Austausch- und Lernbereitschaft, inkl. Ressourcen für die Pilotphase (ca. 5AT in einem Jahr) 
  • mit einer oder mehreren kommunalen Akteuren zusammenarbeitet ("mindestens ein Partner/eine Person aus der Kommunalpolitik oder -verwaltung ist aktiv in die Initiative eingebunden".) 
  • Die Projektansätze sollen übertragbar sein auf weitere Kontexte /Situationen (mögliche Breitenwirkung)
  • soziale und ökologische Gerechtigkeit spielt eine wichtige Rolle

Wenn ihr euer Projekt darin grundsätzlich wieder erkennt, dann meldet euch bei mir und wir reden darüber, ob euer Projekt zu den Synergisten passt. Ich glaube, das könnte große Vorteile bringen, wenn ihr in das Programm aufgenommen werdet. Vor allem, weil die Synergisten versuchen, andere Wege zu gehen. Lasst uns das gemeinsam erkunden. 

Liebe Grüße 
Christopher

Pilotdurchführung eines nicht wettstreit- und konkurrenzbasier...

Mit dem Format „Die SynergisTen“ wird ein neuer Ansatz erprobt, um den Beitrag kommunaler, zivilgesellschaftlicher oder unternehmerischer Akteure zur so...

Hey Christopher,

vielleicht passt unser Projekt Stadt.Land.Klima! in das Anforderungsprofil.

https://www.reflecta.network/organisationen/stadt-land-klima

Willst Du mehr über uns wissen? https://www.stadt-land-klima.de/ueber-uns

Im Juni wurden wir mit dem Bewährt-vor-Ort-Siegel für kommunale Innovation auf dem Deutschen Kommunalkongress ausgezeichnet.

Viele Grüße Christhard »Otto«

Puevfgbcure Fpuzvqubsre · vor etwa einem Jahr

Hi, vielen Dank für die Rückmeldung. Das was ich beim ersten Lesen gesehen habe, könnte sehr gut passen. Wollen wir einmal dazu kurz sprechen? :)

Die Frage von Christopher beantworten...
Cvn Ibryxre
stellt eine Frage · vor fast 6 Jahren

Worüber sollten wir unbedingt sprechen, wenn wir über die Zukunft der Landwirtschaft diskutieren?

Es gibt verschiedene Vorstellungen davon, wie sich die Landwirtschaft an die Klimakrise anpassen sollte/kann. Von Permakultur bis zum Einsatz grüner Gentechniken wie CRISPR ist einiges dabei.

Ich plane einen Podcast zum Thema Landwirtschaft in der Klimakrise. Über welche Lösungsansätze sollte ich im Podcast unbedingt sprechen? Könnt ihr mit Gesprächspartner*innen / Expert*innen empfehlen?

Fnovar Ylqvn Zhryyre · vor fast 6 Jahren

Und auf jeden Fall auch Tanja Busse anfragen... via Twitter. Sie hat jetzt seit neuestem Twitter. Kannst ihr sagen, dass Du auf Reflecta gefragt hast und ich gesagt habe, sie ist eine Top Gesprächspartnerin. GLG - Sabine*

Cvn Ibryxre · vor fast 6 Jahren

Danke für eure tollen Antworten! Ich bin begeistert :)

Die Frage von Pia beantworten...

Ankündigungen

Ebznan Fpunvyr
teilt etwas mit · vor etwa 6 Jahren

Problemlösungen zum Thema Müll erwünscht und möglich!

https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=mhmpeIyG0uM&fbclid=IwAR2Mvv4r1DcpsHqf0w0KJhjZ-Kqh-jzapp52DN0QPPZCuGGPFELjRv7W-Tg Sehenswerter Erklärfilm zum Thema Plastik 


Vor teils mehr als 30 Jahren: https://www.edition-staeck.de/produkt/pl-mitdem-bischen-muellhttps://www.edition-staeck.de/produkt/pk-wenn-man-bedenkt/... (Suche: Müll)

In ca. 30 Jahren: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-09/umweltverschmutzung-weltbank-muell-zunahme-milliarden-tonnen-plastik

  

https://www.youtube.com/watch?v=2s0ak_0itnc/ Plastikalternative ab ca. 1 Minute

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/diese-tueten-sind-aus-zucker-86232 Gesetzesänderungen tun Not



Ich mag niemanden zumüllen. Doch wer sich für das Müllthema und angrenzende Themen interessiert, findet hier möglicherweise ein paar interessante und noch unbekannte Informationen:

https://utopia.de/plastik-mikroplastik-essen-staub-studie-85770 Mahlzeit!

https://www.careelite.de/plastik-muell-fakten/ Plastik-Statistik

https://utopia.de/plastik-muell-strudel-pazifik-ocean-cleanup-84256/

Müllstrudel schon fast fünfmal so groß wie Deutschland

https://www.meerdavon.com/mikroplastik-muell-im-meer die Gefahr von Mikroplastik 

https://nachhaltig-sein.info/lebensweise/plastik-kunststoff-folgen-mensch-tiere-umwelt-gesundheit Umweltverschmutzung bishin zu Umweltzerstörung inklusive unserer selbst

https://www.deutschlandfunkkultur.de/illegale-abfalltransporte-das-geschaeft-mit-dem-muell.1001.de.html?dram:article_id=406288 illegale Mülltransporte

https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/3000-tonnen-abfall-malaysia-schickt-reichen-laendern-ihren-muell-zurueck/24389752.html Rücktransporte von Müll über Kontinente hinweg aus nicht nur Schwellenländern

https://www.spiegel.de/video/bali-taucher-filmt-plastikmuell-im-meer-video-99014743.html Ein Bild bzw. Video sagt mehr als tausend Worte...

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-07/plastik-meer-tiefsee-nordpazifik-muellstrudel-oekosystem Auch ein interessanter Beitrag wie ich finde

https://www.careelite.de/plastikmuell-dokus-filme/, https://utopia.de/a-plastic-ocean-film-12386/ Dokumentationen zu Plastik

https://www.br.de/nachrichten/wissen/was-bedeutet-100-prozent-aus-altplastik,RgJRAO1 Plastik und Greenwashing

https://www.iwks.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/pressemeldungen-2018/positionspapier-zu-bioplastik.html Nicht jedes Bioplastik und nicht jeder Biokunststoff ist nachhaltig

https://www.youtube.com/playlist?list=PLrFPwummu0mT5jeCQMu-Q3VIiMJ5dgUcA Mensch droht sich selbst zu entsorgen

https://info.arte.tv/de/werden-wir-bald-unfruchtbar Unfruchtbarkeit auf dem Vormarsch


Lösungen bzw. Lösungsansätze:

https://utopia.de/ratgeber/cradle-to-cradle-die-vision-von-der-kreislaufwirtschaft-ohne-abfall/

https://vimeo.com/13126772

https://www.adelphi.de/de/im-fokus/warum-wir-ein-globales-abkommen-zu-plastikmüll-brauchen-jetzt (Linkadresse bei Interesse kopieren, Url erreichbar)

https://plasticbank.com Plastik sammeln und gegen Geld oder andere Ressourcen tauschen

https://theoceancleanup.com Meeresstaubsauger für (Plastik-)Müll 

https://www.terracycle.com/de-DE Reycingling-Unternehmen

https://refill-deutschland.de Kostenloses Wasser

https://www.coffee-to-go-again.de Wiederverwendbare Kaffeebecher

https://www.statt-plastik-becher.de Stahlbecher statt Plastikbecher für Kindergärten


Positivbeispiele:

https://wisefood.de essbare Trinkhalme

https://www.business-punk.com/2019/06/kompostierbare-schuhe/ Schuhe aus Pflanzen

https://www.business-punk.com/2019/07/weltweit-erster-wasserdichter-schuh-aus-kaffee/ Schuhe aus Kaffee - "Coffe to go" bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. :-)

https://www.lilligreen.de/algen-sind-das-neue-schwarz-mode-aus-meeresalgen/ Statt Plastik Algen in Mode

https://www.greengadgets.de/2019/03/21/shellworks-die-loesung-fuer-unser-plastikproblem-biokunststoff-aus-krabbenschalen/ Verpackung aus tierischen Abfällen (Krabbenschalen)

https://www.business-punk.com/2018/08/biologisch-abbaubare-flasche/ Flasche aus reichlich vorhandenen Algen)

https://www.welt.de/regionales/nrw/article159026/Maisstaerke-als-Glasersatz.html Maisstärke als Glasersatz und Plastikalternative

 https://reset.org/blog/diese-verpackungen-sind-aus-100-prozent-pfanzenresten-und-0-prozent-chemie-12042017 Verpackungen aus Pflanzenresten

https://www.naku.at oder https://apeelsciences.com

https://www.greengadgets.de/2019/10/10/banana-leaf-technology-umweltfreundlicher-kunststoff-aus-bananenblaettern/ Platikalternative aus Bananenblättern

https://reset.org/blog/veganbottle-die-erste-biologisch-abbaubare-flasche-aus-zuckerrohr-11282017 Kompostierbare Flaschen 

https://www.codecheck.info/news/Bambus-statt-Plastik-Eine-nachhaltige-Alternative-350344 Bambus als Plastikalternative

https://www.lead-innovation.com/blog/5-innovative-verpackungen-der-zukunft-ohne-plastik Verpackungsalternativen

https://www.handelsblatt.com/auto/nachrichten/oekomobilmarkt-das-kompostierbare-elektroauto-kommt/22052072.html?ticket=ST-9572613-V4oL9Y0XOp6vXibFhovW-ap4 Kompostierbares Elektroauto "Noah"

https://www.verycompostable.com/posts/recycling-diese-verpackungsbox-kann-auf-den-kompost-german-article/ Verpackungen aus Stroh

https://fairwindel.de/ab-auf-den-kompost-wie-wiona/ (kompostierbare Windeln - besser aktuell ca. 80 % kompostiert als 0 %) 

https://fashionunited.de/nachrichten/business/nachhaltige-textilinnovationen-hanffasern/2017071122557 vielseitig nutzbarer Hanf als Plastikalternative

https://www.smarticular.net/haushaltsprodukte-die-du-immer-selbst-herstellen-solltest/ Waschsoda und Zitronensäure allein schon lösen sehr viel Schmutz und Dreck

...


Liste beliebig erweiterbar. Wer hat hierzu auch Ideen und Interesse an einem Projekt zu arbeiten, das wir gemeinsam realisieren? Ideen habe ich reichlich, doch ich kann das wahrlich nicht alleine machen.


Bitte, bitte nicht nur mit "Gefällt mir" oder bestenfalls "Teilen" reagieren, sondern aktiven selbst etwas mit-machen. Danke.



 


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Enjoy the videos and music you love, upload original content, and share it all with friends, family, and the world on YouTube.

Ebznan Fpunvyr · vor etwa 6 Jahren
Naavxn Yrjva · vor etwa 6 Jahren

Das sind viele Infos, die muss ich mir erstmal alle durchlesen :)


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Yran Xabgr
teilt etwas mit · vor mehr als 5 Jahren

Nochmal Utopia

Ich möchte gern meine Vision von morgen mit euch teilen.
Es ist alles ausgedacht. Das Gedankenspiel, das von der Verkehrswende her gedacht wurde soll Lust machen sich mal vorzustellen wie viel wir gewinnen könnten wenn wir bereit sind zu verzichten. Es geht erstmal nicht darum wie realistisch diese Zielvorstellung ist oder wie sie erreicht werden könnte, sondern erstmal nur darum, wie es sich anfühlen würde - wie paradiesisch es sein könnte an so einem Ort zu leben...
Über Hinweise und Ergänzungen freue ich mich!
Hier meine "Story":

Autos/motorisierter Individualverkehr (Verbrenner) in städtischen Räumen und für Langstrecken gibt es nicht mehr. Fluglärm auch nicht.
Es gibt kaum noch Arbeitsplätze in der Automobilbranche, und auch in allen anderen Bereichen ist das Credo nicht mehr Arbeitsplätze und Wachstum. Bei "Wirtschaft" denken die Menschen wieder eher an eine Kneipe oder ein Restaurant.

Alle arbeiten weniger, z.B. 4 Tage die Woche à 6 Stunden, oder eben soviel wie sie wollen, da das bedingungslose Grundeinkommen zum Leben reicht. Dafür ist aber für alle Arbeit da.
Eine Robotersteuer wurde eingeführt für Tätigkeiten, die Maschinen verrichten, die auch von Menschen gemacht werden könnten (ähnlich Sozialversicherung).
Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Haushaltstätigkeiten, Altenpflege, medizinische Pflege...) bekommt ihren gerechten Lohn, Sozialversicherung und vor allem auch Rente.
Zudem gibt es mehr Urlaubstage.
Um in den Urlaub zu fahren, ist mehr Zeit! Die Autobahnen wurden zurückgebaut und durch Radwander-Alleen ersetzt. Rasthöfe sind Herbergen geworden, die von den umliegenden Höfen versorgt werden.

Die Bahnfahrten sind erschwinglich, die Aufenthaltsqualität in den Zügen so, dass der Urlaub bereits beim Zusteigen anfängt (Spiel-, Schlaf- Eß-, Arbeits-Abteile, Telefonzellen, Fahrradwagen und Duschen in den Zügen sind Standard geworden. Da fährt man gern ans Mittelmeer zum Wohnungstausch.

Dazu gehört natürlich auch, dass Wohnen nix kostet (es gibt keine Rendite mehr mit der Miete), Parkplätze sind enorm teuer (es gibt nur einige in Tiefgaragen oder Parkhäusern, ansonsten ist die Fläche auf der Strasse dafür zu schade, es gibt nur sehr vereinzelt die Möglichkeit, Elektroautos irgendwo zu parken).

Somit ist auch im Alltag mehr Zeit für Mobilität, alle haben Fahrräder, Lastenräder, Tandem-Busse, Tretroller, Inlineskates etc pp. und Laufen kommt wieder in Mode, weil die Aufenthaltsqualität in den Straßen enorm gestiegen ist (leiser, grüner, mehr Platz für Jung, Alt und Tier, bessere Luft...). Um aus dem Haus mit dem Rad auf die Straße zu kommen ist alles gut eingerichtet: Entweder die Bordsteine sind zurückgebaut oder es gibt vor jedem Haus Absenkungen. Zwischen den ehemaligen Stehzeug-Parkplätzen auf denen jetzt Fahrräder, Lastenräder, Ebikes, Krankenfahrstühle und andere Gefährte parken können, gibt es Sitzgelegenheiten und Hochbeete. In regelmäßigem Abstand werden Auffahrstellen freigehalten um vom Haus auf die Straße und von dort wieder auf den Gehweg zu kommen.
Es gibt auf den Straßen in der Stadt außer Radfahrenden eigentlich nur noch eine Spur für Busse, Feuerwehr, Krankenwagen und schnelle e-Bikes.
Und, besonders schön: Auch Esel und Pferde und Kühe werden wieder vereinzelt und sehr behutsam zum Transport eingesetzt! - genug Grünflächen zum Grasen sind auch in der Stadt wieder vorhanden.
Die Autobahnen, soweit noch vorhanden, gehören den Fahrrädern. Viel Verkehrsfläche ist frei geworden und dient renaturiert der Versorgung und der Erholung von Mensch und Stadtklima (mehr Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, mehr Radweg-/Straßen-/Stadtbäume, Parks, Kinderbauernhöfe und Allmende-Streuobstwiesen...)

Die Müllabfuhr muss nicht mehr fahren, anstelle von Mülltonnen hat jedes Haus einen großen oder mehrere Komposte, aus denen die Erde für die Gemüsebeete gewonnen wird. Der wenige restliche Abfall wird zu den dezentralen Glascontainern oder zentralen Recyclinghöfen gebracht. Plastikmüll gibt's nicht mehr, da alles auf Zero-Waste umgestellt ist (die Steuer auf Plastik kann oder will sich kaum eine*r mehr leisten).

Lebensmittel müssen nur noch gekennzeichnet sein, wenn sie ausnahmsweise nicht biologisch erzeugt wurden oder künstliche Inhaltsstoffe enthalten. Es versteht sich von selbst dass Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden (Glyphosat ist europaweit verboten), der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen, tierische Produkte aus dem Meer und Produkte aus Landwirtschaft aus Flächen auf Regenwaldgebieten und nichtzertifizierter Forstwirtschaft bei empfindlichen Strafen untersagt sind. Vegan leben ist nicht "in", hip oder cool sondern Standard. Es gibt kaum noch Supermärkte, die Lebensmittel werden dezentral über Foodcoops verteilt, CSA ist kein Hobby mehr sondern auch irgendwie selbstverständlich. Zudem sind ja in der Stadt durch die mangels Autos freigewordenen Flächen überall Stadtgärten und Gemeinschaftsgärten entstanden. Das Obst wächst quasi wieder am Weg und kann bedenkenlos sofort genossen werden. Da alle bewusster Lebensmittel konsumieren, da sie sie selber (mit-) produzieren, wird auch nichts mehr verschwendet. Sollte mal zuviel übrig sein, wird es in der Nähe dankbar abgenommen.

Die Verschenke-Kultur ist groß geworden. Nachbar*innen sind so gut vernetzt, dass sich Geräte und alles mögliche geteilt werden. Es gibt Geräteräume in den Häusern / Vierteln, auf die alle Zugriff haben. Besitz ist nebensächlich geworden! Einander wird viel geholfen, das Leben findet in den Höfen, Gemeinschaftsräumen und Gärten statt. Nicht selten ersetzen Nachbar*innenschaftliche Dienste ehemals staatliche oder Bezahl- Dienste wie Kinderbetreuung, Unterricht oder Krankenpflege. Tauschringe sind überflüssig da ohnehin alle mit allen so gut vernetzt sind, dass sich gegenseitig geholfen wird und für- und miteinander gearbeitet wird wo es geht.

Da der Konsum auch weitest möglich reduziert wurde sind Lastkraftwagen kaum noch nötig, Lastenräder transportieren von Verteilzentren was der eigene Garten nicht hergibt, urban gardening auf freigewordenen Verkehrsflächen, Repaircafés allerorten.
Der ÖPNV ist kostenlos, die Takte stark verdichtet, es gibt auch in Bussen und in Bahnen Großraumabteile mit Schwellen für die Hubwagen und Lastenräder um in den Öffis Lasten transportieren zu können... Peu à peu einen Umzug mit der S-Bahn zu unternehmen ist normal :-)

Auf dem Land hat E-Mobilität da natürlich noch eine ganz andere Rolle. Auch da ist das ÖPNV-Netz deutlich verbessert und verdichtet worden so dass es keine Autos mehr braucht um zur Arbeit oder in die Stadt zu kommen...

Treevg Fpuhfgre · vor etwa 5 Jahren

Eieiei die Verkehrswende... Ich bin mit einem sich einenden Europa groß geworden. Erst verschwand die Ost-Mark, dann die D-Mark. Der Bolognaprozess machte studieren in ganz Europa viel einfacher. Flüge fast zum Nulltarif machten es zudem unglaublich verlockend, unseren "Kontinent" zu entdecken und zu erfahren.

Und so ist meine Familie auch multinational geworden. Wir sprechen in der Familie täglich 4 Sprachen. Auch enge Freunde kommen aus allen Ecken und Enden Europas.

Erst langsam kam die Erkenntnis, dass das alles nur durch cheap-oil und andere fossile Brennstoffe möglich ist. (Und dieses Modell auch in Zukunft nur mit massivem Einsatz von Energie zu erhalten wäre.) Gegenseitige Besuche erfordern (noch) oft den Flieger.

Also schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Einerseits mit dem Wissen, dass Fernreisen für uns und die gesamte Menschheit nicht alltäglich werden dürfen. Andererseits mit dem Reichtum, von anderen Kulturen zu lernen und zusammenzuwachsen.

Wie bringen wir das unter einen Hut? Was tun, wenn fliegen schlecht ist, aber die Großeltern die Enkelkinder vermissen? Nur zwei Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft: Dann vermissen sie sie eben. Oder wir entscheiden uns gegen ein getrenntes Leben und bleiben am gleichen Ort.

_____

In meiner Vision ist das Fliegen fast gänzlich verschwunden oder wird wieder ein absolutes Ausnahmeereignis. Schiffsreisen ebenfalls. Ein modernes (aber langsames) internationales Bahnstreckennetz wird wiederbelebt und ausgebaut. Fernreisen dauern wieder und sind etwas besonderes anstatt die Regel. Berufliches Pendeln ist für die Masse der Menschen pure Zeit- und Geldverschwendung.

Ähnlich beim Warentransport: Lokale Produktions- und Produktkreisläufe sind die Regel. Die "Konsumgesellschaft" ist passee. Die "Fabrik für die Welt" in Südostasien ebenfalls. Neuanschaffungen halten und halten und halten und können bei Bedarf einfach repariert werden. In der Folge ist der Warentransport über Schiff und Laster stark reduziert.

____

Was mach' ich gerade daraus?

  • Auto so oft es geht stehen lassen. (Das geht auf der Insel nicht immer.) Es in ein Gemeingut verwandeln und perspektivisch ohne auskommen. Fahrgemeinschaften bilden. Hitchhiken.
  • Reine "Urlaubsreisen" ausschließen. Besuche bei weit entfernten Verwandten und Freunden lange dauern lassen und dafür die Anzahl der Besuche reduzieren. Immer erst Bahnmöglichkeiten oder Busreisen recherchieren. Auch wenn der Komfort leidet.
  • Lokal produzierte saisonale Lebensmittel intensiv nutzen. Wenig Materielles brauchen. Konsum als letzte von vielen Optionen, das Ziel zu erreichen. Eventuell das Ziel ändern.
  • Raus gehen und mich mit dem verbinden, was ich retten möchte. Der Natur zuhören und sie kennenlernen. Dem nachspüren, was da lebt und wie es lebt.
  • Dazu lernen. Diskutieren. Revidieren. Meine Vision weiterentwickeln. Mich verbinden. Und mich aus meiner Komfortzone pushen, so oft ich das eben kann. =)

Das ist keinesfalls DIE Antwort. Nur meine persönlichen ersten Babyschritte zu mehr Respekt und Verantwortung für meine Um- und Mitwelt.

Yran Xabgr · vor etwa 5 Jahren

Hej Axel,
klar arbeite ich sie ein.
Der durchaus freundlichere Ton Deines letzten Posts macht es mir leichter, Deine Kritikpunkte aus der ersten Nachricht nochmal anzuschauen.
Ich glaube ich habe Deinen Punkt noch nicht ganz verstanden - geht es Dir darum, dass keine Akkus mehr hergestellt werden sollen? Den Gedanken finde ich durchaus spannend.

Ein weiterer Aspekt, den ich mich grad immer frage: Wohin mit all dem Schrott? Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass (zumindest die Städte) autofrei(er) werden, was wird dann aus all den Karossen und Bauteilen? Die sinnvoll zu zerlegen und weiterzuverwenden sehe ich auch noch keine Konzepte. Vielleicht weißt Du da mehr?

Und - was sind Deine Alternativen für Flug- und Schiffsverkehr? Ich kenne mich da nicht so aus.

Ein Projekt ist es nicht wirklich. Eher ein Versuch. Ganz nach dem Motto "Versuch macht klug" ;)
Danke für Deine Wünsche!

Treevg Fpuhfgre · vor etwa 5 Jahren

Vielen Dank für's Teilen Lena! Und für deinen Mut, dich angreifbar zu machen. Natürlich gibt es dafür gleich was auf den Deckel in den Kommentaren. =) Zukunft ist ein Aushandlungsprozess: Eine*r traut sich nach vorn, die andern hacken drauf rum. Ich sehe für mich sehr viel erstrebenswertes in deiner Vision!

Yran Xabgr · vor etwa 5 Jahren

Ach, Gerrit, danke!
Ich weiß auch nicht, was die Menschen so griesgrämig macht. Dass sie selbst nicht auf die Idee gekommen sind?
Macht mich traurig, das Gegenteil von dem zu bewirken, was ich vorhatte: Andere anstecken, begeistern, zu motivieren mitzuträumen. Konstruktiv.
Vielleicht muss ich das nächste Mal absichtsfreier herangehen. ;-)

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Coronatagträume
teilt etwas mit · vor mehr als 5 Jahren

Nochmal Utopia

Von Lena Knote, Berlin:

Das Gedankenspiel, das von der Verkehrswende her gedacht wurde soll Lust machen sich mal vorzustellen wie viel wir gewinnen könnten wenn wir bereit sind zu verzichten. Es geht erstmal nicht darum wie realistisch diese Zielvorstellung ist oder wie sie erreicht werden könnte, sondern erstmal nur darum, wie es sich anfühlen würde - wie paradiesisch es sein könnte an so einem Ort zu leben... 

Autos/motorisierter Individualverkehr (Verbrenner) in städtischen Räumen und für Langstrecken gibt es nicht mehr. Fluglärm auch nicht.
Es gibt kaum noch Arbeitsplätze in der Automobilbranche, und auch in allen anderen Bereichen ist das Credo nicht mehr Arbeitsplätze und Wachstum. Bei "Wirtschaft" denken die Menschen wieder eher an eine Kneipe oder ein Restaurant. 

Alle arbeiten weniger, z.B. 4 Tage die Woche à 6 Stunden, oder eben soviel wie sie wollen, da das bedingungslose Grundeinkommen zum Leben reicht. Dafür ist aber für alle Arbeit da.
Eine Robotersteuer wurde eingeführt für Tätigkeiten, die Maschinen verrichten, die auch von Menschen gemacht werden könnten (ähnlich Sozialversicherung).
Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Haushaltstätigkeiten, Altenpflege, medizinische Pflege...) bekommt ihren gerechten Lohn, Sozialversicherung und vor allem auch Rente.
Zudem gibt es mehr Urlaubstage.
Um in den Urlaub zu fahren, ist mehr Zeit! Die Autobahnen wurden zurückgebaut und durch Radwander-Alleen ersetzt. Rasthöfe sind Herbergen geworden, die von den umliegenden Höfen versorgt werden.

Die Bahnfahrten sind erschwinglich, die Aufenthaltsqualität in den Zügen so, dass der Urlaub bereits beim Zusteigen anfängt (Spiel-, Schlaf- Eß-, Arbeits-Abteile, Telefonzellen, Fahrradwagen und Duschen in den Zügen sind Standard geworden. Da fährt man gern ans Mittelmeer zum Wohnungstausch.

Dazu gehört natürlich auch, dass Wohnen nix kostet (es gibt keine Rendite mehr mit der Miete), Parkplätze sind enorm teuer (es gibt nur einige in Tiefgaragen oder Parkhäusern, ansonsten ist die Fläche auf der Strasse dafür zu schade, es gibt nur sehr vereinzelt die Möglichkeit, Elektroautos irgendwo zu parken).

Somit ist auch im Alltag mehr Zeit für Mobilität, alle haben Fahrräder, Lastenräder, Tandem-Busse, Tretroller, Inlineskates etc pp. und Laufen kommt wieder in Mode, weil die Aufenthaltsqualität in den Straßen enorm gestiegen ist (leiser, grüner, mehr Platz für Jung, Alt und Tier, bessere Luft...). Um aus dem Haus mit dem Rad auf die Straße zu kommen ist alles gut eingerichtet: Entweder die Bordsteine sind zurückgebaut oder es gibt vor jedem Haus Absenkungen. Zwischen den ehemaligen Stehzeug-Parkplätzen auf denen jetzt Fahrräder, Lastenräder, Ebikes, Krankenfahrstühle und andere Gefährte parken können, gibt es Sitzgelegenheiten und Hochbeete. In regelmäßigem Abstand werden Auffahrstellen freigehalten um vom Haus auf die Straße und von dort wieder auf den Gehweg zu kommen. 
Es gibt auf den Straßen in der Stadt außer Radfahrenden eigentlich nur noch eine Spur für Busse, Feuerwehr, Krankenwagen und schnelle e-Bikes.
Und, besonders schön: Auch Esel und Pferde und Kühe werden wieder vereinzelt und sehr behutsam zum Transport eingesetzt! - genug Grünflächen zum Grasen sind auch in der Stadt wieder vorhanden.
Die Autobahnen, soweit noch vorhanden, gehören den Fahrrädern. Viel Verkehrsfläche ist frei geworden und dient renaturiert der Versorgung und der Erholung von Mensch und Stadtklima (mehr Kleingärten, Gemeinschaftsgärten, mehr Radweg-/Straßen-/Stadtbäume, Parks, Kinderbauernhöfe und Allmende-Streuobstwiesen...)

Die Müllabfuhr muss nicht mehr fahren, anstelle von Mülltonnen hat jedes Haus einen großen oder mehrere Komposte, aus denen die Erde für die Gemüsebeete gewonnen wird. Der wenige restliche Abfall wird zu den dezentralen Glascontainern oder zentralen Recyclinghöfen gebracht. Plastikmüll gibt's nicht mehr, da alles auf Zero-Waste umgestellt ist (die Steuer auf Plastik kann oder will sich kaum eine*r mehr leisten).

Lebensmittel müssen nur noch gekennzeichnet sein, wenn sie ausnahmsweise nicht biologisch erzeugt wurden oder künstliche Inhaltsstoffe enthalten. Es versteht sich von selbst dass Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden (Glyphosat ist europaweit verboten), der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen, tierische Produkte aus dem Meer und Produkte aus Landwirtschaft aus Flächen auf Regenwaldgebieten und nichtzertifizierter Forstwirtschaft bei empfindlichen Strafen untersagt sind. Vegan leben ist nicht "in", hip oder cool sondern Standard. Es gibt kaum noch Supermärkte, die Lebensmittel werden dezentral über Foodcoops verteilt, CSA ist kein Hobby mehr sondern auch irgendwie selbstverständlich. Zudem sind ja in der Stadt durch die mangels Autos freigewordenen Flächen überall Stadtgärten und Gemeinschaftsgärten entstanden. Das Obst wächst quasi wieder am Weg und kann bedenkenlos sofort genossen werden. Da alle bewusster Lebensmittel konsumieren, da sie sie selber (mit-) produzieren, wird auch nichts mehr verschwendet. Sollte mal zuviel übrig sein, wird es in der Nähe dankbar abgenommen. 

Die Verschenke-Kultur ist groß geworden. Nachbar*innen sind so gut vernetzt, dass sich Geräte und alles mögliche geteilt werden. Es gibt Geräteräume in den Häusern / Vierteln, auf die alle Zugriff haben. Besitz ist nebensächlich geworden! Einander wird viel geholfen, das Leben findet in den Höfen, Gemeinschaftsräumen und Gärten statt. Nicht selten ersetzen Nachbar*innenschaftliche Dienste ehemals staatliche oder Bezahl- Dienste wie Kinderbetreuung, Unterricht oder Krankenpflege. Tauschringe sind überflüssig da ohnehin alle mit allen so gut vernetzt sind, dass sich gegenseitig geholfen wird und für- und miteinander gearbeitet wird wo es geht.  

Da der Konsum auch weitest möglich reduziert wurde sind Lastkraftwagen kaum noch nötig, Lastenräder transportieren von Verteilzentren was der eigene Garten nicht hergibt, urban gardening auf freigewordenen Verkehrsflächen, Repaircafés allerorten.
Der ÖPNV ist kostenlos, die Takte stark verdichtet, es gibt auch in Bussen und in Bahnen Großraumabteile mit Schwellen für die Hubwagen und Lastenräder um in den Öffis Lasten transportieren zu können... Peu à peu einen Umzug mit der S-Bahn zu unternehmen ist normal :-)

Auf dem Land hat E-Mobilität da natürlich noch eine ganz andere Rolle. Auch da ist das ÖPNV-Netz deutlich verbessert und verdichtet worden so dass es keine Autos mehr braucht um zur Arbeit oder in die Stadt zu kommen...

https://www.reflecta.network/changemaker/lena-knote

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